Pressemitteilung
·
Frei verwendbar
Importpreise August 2026: 8,3 Prozent höher als vor einem Jahr
Was Deutschland im Ausland einkauft, verteuert sich so schnell wie seit Dezember 2022 nicht mehr. Bis Februar lagen die Preise noch unter denen des Vorjahres.
Frankfurt am Main, 30. September 2026
Der Index der Einfuhrpreise misst jeden Monat, was Unternehmen in Deutschland für Waren aus dem Ausland bezahlen, umgerechnet in Euro. Die Reihe beginnt im Januar 1962, verglichen wird mit dem Vorjahresmonat.
Die Einfuhrpreise in Deutschland lagen im August 2026 um 8,3 Prozent über dem Stand vom August 2025, der Index erreichte 119,7 Punkte bei 2021 = 100 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61411-0002).
Im August 2026 stand der Index bei 119,7 Punkten, das Jahr 2021 ist gleich 100 gesetzt. Höher lag er zuletzt im Dezember 2022. Gegenüber dem Juli stieg er um 1,0 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte das Bild umgekehrt ausgesehen: Im August 2025 waren eingeführte Waren 1,5 Prozent billiger als zwölf Monate davor.
Im März sprangen die Einfuhrpreise so stark wie seit 2022 nicht
Bis Februar 2026 lagen die Einfuhrpreise 2,3 Prozent unter dem Vorjahr. Dann stieg der Index binnen eines Monats um 3,6 Prozent, der größte Monatssprung seit März 2022. Von Februar bis August kamen 6,9 Punkte zusammen. Zum Höchststand der Reihe fehlen trotzdem 8,9 Punkte: Im August 2022 stand der Index bei 128,6, damals 26,7 Prozent über dem Vorjahr.
Der Vorsprung der Ausfuhrpreise ist fast aufgezehrt
Auch die Ausfuhrpreise stiegen, auf 120,6 Punkte und damit auf den höchsten Stand ihrer Reihe, aber langsamer. Im August 2025 lag ihr Index 4,7 Punkte über dem der Einfuhrpreise, ein Jahr später sind es 0,9. Gemessen an den Preisen bekommt Deutschland für dieselbe Ausfuhr weniger Einfuhr als vor einem Jahr.
Näher am Verbraucher fällt der Anstieg kleiner aus
Die Großhandelspreise lagen im August 6,8 Prozent über dem Vorjahr, die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte 4,6 Prozent, die Verbraucherpreise 2,9 Prozent. Das ist der Stand eines Monats. Ob und wann die teurere Einfuhr in den Läden ankommt, zeigen diese Reihen nicht; wie Einfuhr-, Erzeuger- und Großhandelspreise über die Jahre zueinander stehen, zeigt das Dossier Erzeugerpreise 2026.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
· So ordnen wir ein