Pressemitteilung
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Auftragseingang Industrie: minus 10,6 Prozent im August 2026
Fast der ganze Rückgang kommt aus dem Bau von Schiffen, Zügen und Flugzeugen, der im Juli ungewöhnlich viele Großaufträge erhalten hatte.
Frankfurt am Main, 6. Oktober 2026
Das Statistische Bundesamt zählt jeden Monat die Bestellungen, die bei den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes eingehen, preisbereinigt und um Jahreszeit und Arbeitstage bereinigt. Großaufträge zählen mit, und schon eine Bestellung für Schiffe oder Züge kann einen Monat prägen.
Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland lag im August 2026 saison- und kalenderbereinigt um 10,6 Prozent unter dem Vormonat (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 354 vom 6. Oktober 2026, Tabelle 42151-0004).
Im Sonstigen Fahrzeugbau, der Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge herstellt, sanken die Bestellungen gegenüber Juli um 61,5 Prozent. Dort hatten sie sich im Juli wegen außergewöhnlich vieler Großaufträge mehr als verdoppelt. Ohne Großaufträge gerechnet lag der Auftragseingang im August nur 0,1 Prozent unter dem Vormonat.
Aus dem Inland kamen 17,3 Prozent weniger Bestellungen, aus dem Ausland 5,4 Prozent weniger. Gegenüber August 2025 steht kalenderbereinigt ein Plus von 2,7 Prozent. Im ruhigeren Dreimonatsvergleich, Juni bis August gegen die drei Monate davor, wuchs der Auftragseingang um 1,3 Prozent; ohne Großaufträge sank er um 2,6 Prozent.
Der Index fällt auf den tiefsten Stand seit August 2025
Saison- und kalenderbereinigt steht der Auftragseingang bei 86,0 Punkten, gemessen am Jahr 2021 mit 100. Niedriger lag er zuletzt im August 2025. Der Juli hatte mit 96,2 Punkten den höchsten Wert seit Dezember 2025 gebracht. Vom Höchststand der Reihe, 108,2 Punkte im Juli 2021, ist der August 20,5 Prozent entfernt.
Im Umsatz kommt der Einbruch nicht an
Real blieb der Umsatz der Industrie im August unverändert und lag 0,9 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe meldete das Amt für August einen Tag später; im Juli lag sie 1,9 Prozent unter dem Juli 2025. Ob die Großaufträge des Juli die Produktion der kommenden Monate tragen, zeigen diese Zahlen noch nicht. Branchen und Auftragsbestand stehen im Dossier zum Auftragseingang der Industrie.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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