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Krankheitskosten 2024 steigen auf 528,5 Milliarden Euro

Mehr als die Hälfte der Kosten entsteht bei Menschen im Rentenalter. Frauen verursachen pro Kopf mehr, laut Amt vor allem, weil sie länger leben.

Frankfurt am Main, 8. Oktober 2026

Die Krankheitskostenrechnung ordnet die Ausgaben für Behandlung, Vorsorge, Rehabilitation und Pflege den Krankheiten zu, die sie verursachen. Was Arbeitsausfälle kosten, steht nicht darin. Vergleichbar sind die Jahre 2015, 2020, 2023 und 2024.

Krankheiten und Gesundheitsprobleme verursachten 2024 in Deutschland direkte Kosten von 528,5 Milliarden Euro, 7,6 Prozent mehr als 2023 (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 359 vom 8. Oktober 2026, Krankheitskostenrechnung).

Gegenüber 2023 stiegen die Kosten um 37,5 Milliarden Euro, pro Kopf um 430 Euro auf 6.330 Euro. Am teuersten waren Krankheiten des Kreislaufsystems mit 69,4 Milliarden Euro, dicht gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen mit 68,7 Milliarden, zu denen die Demenz zählt.

Frauen kamen pro Kopf auf 6.960 Euro, 22,5 Prozent mehr als Männer mit 5.680 Euro. Bei ihnen verursachten psychische und Verhaltensstörungen die höchsten Kosten, bei Männern das Herz-Kreislauf-System. Das Amt führt den Abstand vor allem auf die höhere Lebenserwartung zurück: Von den 2,9 Millionen Menschen ab 85 Jahren sind 65,0 Prozent Frauen.

Die Älteren verursachen mehr als die Hälfte der Kosten

Auf die Bevölkerung ab 65 Jahren entfielen 53,8 Prozent der Krankheitskosten, 15.080 Euro pro Kopf. Am niedrigsten lagen sie bei den 15- bis 29-Jährigen mit 2.390 Euro, am höchsten bei den über 85-Jährigen mit 30.150 Euro. Die fünf teuersten Krankheitsgruppen tragen seit 2015 stets zwischen 55 und 56 Prozent der Kosten; die Rechnung wächst, ihre Gewichte bleiben.

Die Gesundheitsausgaben wuchsen im selben Tempo

Die Gesundheitsausgaben, eine eigene Rechnung nach Trägern und Leistungen, stiegen 2024 ebenso stark, auf 538,2 Milliarden Euro, den höchsten Wert seit Beginn der Reihe 1992. Im Gesundheitswesen arbeiteten im selben Jahr 6,17 Millionen Menschen, 1,7 Prozent mehr als 2023. Ob mehr Kranke, teurere Behandlungen oder höhere Löhne den Anstieg tragen, zeigen diese Rechnungen nicht. Wer die Kosten trägt und welche Leistungen am meisten verschlingen, steht im Dossier zu den Gesundheitsausgaben.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Gesundheitsausgaben in Deutschland, 1992 bis 2024 Gesundheitsausgaben in Deutschland, 1992 bis 2024 Mio. Euro je Jahr 0 200k 400k 600k 1992: 159.211 Mio. Euro 1993: 163.617 Mio. Euro 1994: 175.348 Mio. Euro 1995: 187.437 Mio. Euro 1996: 195.689 Mio. Euro 1997: 196.612 Mio. Euro 1998: 201.567 Mio. Euro 1999: 207.547 Mio. Euro 2000: 213.942 Mio. Euro 2001: 221.284 Mio. Euro 2002: 229.597 Mio. Euro 2003: 235.299 Mio. Euro 2004: 234.746 Mio. Euro 2005: 241.114 Mio. Euro 2006: 247.449 Mio. Euro 2007: 255.685 Mio. Euro 2008: 265.866 Mio. Euro 2009: 280.447 Mio. Euro 2010: 289.882 Mio. Euro 2011: 295.410 Mio. Euro 2012: 303.117 Mio. Euro 2013: 314.195 Mio. Euro 2014: 327.722 Mio. Euro 2015: 343.385 Mio. Euro 2016: 357.642 Mio. Euro 2017: 374.760 Mio. Euro 2018: 390.975 Mio. Euro 2019: 411.538 Mio. Euro 2020: 438.874 Mio. Euro 2021: 476.246 Mio. Euro 2022: 499.872 Mio. Euro 2023: 500.267 Mio. Euro 2024: 538.207 Mio. Euro538.207 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001, Stand 09.10.2026 / 10:15:27. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 © statistik-de.de
Gesundheitsausgaben 2024: so kräftig gestiegen wie seit 2021 nicht mehr Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001.

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Häufige Fragen

Was gehört zu den Krankheitskosten?

Die Ausgaben, die unmittelbar mit einer Behandlung, Vorsorge, Rehabilitation oder Pflege verbunden sind. Kosten durch Arbeitsausfälle zählt die Rechnung nicht mit.

Warum sind die Krankheitskosten bei Frauen höher?

Neben Schwangerschaft, Geburt und Erkrankungen, die nur Frauen betreffen, vor allem, weil Frauen älter werden: Unter den Hochbetagten sind fast zwei Drittel Frauen, und in diesem Alter sind die Kosten pro Kopf am höchsten.

Welche Krankheiten verursachen die höchsten Kosten?

Krankheiten des Kreislaufsystems und psychische und Verhaltensstörungen, zusammen mehr als ein Viertel aller Krankheitskosten. Danach folgen Muskel-Skelett-Erkrankungen, Krankheiten des Verdauungssystems und Neubildungen, zu denen Krebs gehört.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 23611-0001, 23621-0001, Datenstand 09.09.2026 / 11:46:30. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Anlass war die Mitteilung des Bundesamtes vom 8. Oktober 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/10/PD26_359_236.html Zahlen ohne Tabellenangabe stammen aus dieser Mitteilung des Bundesamtes. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.