Pressemitteilung
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Unternehmensinsolvenzen Juli 2026: 8,0 Prozent mehr als im Juli 2025
Der Anstieg ist nur noch halb so stark wie im Juni. Von Januar bis Juli beantragten so viele Unternehmen Insolvenz wie seit 2013 nicht.
Frankfurt am Main, 9. Oktober 2026
Die Statistik zählt einen Insolvenzantrag erst, wenn das Amtsgericht zum ersten Mal über ihn entschieden hat. Viele der Juli-Fälle wurden deshalb schon im Frühjahr gestellt. Verbraucher weist das Amt getrennt aus.
Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen in Deutschland lag im Juli 2026 mit 2.373 Verfahren um 8,0 Prozent über dem Juli 2025 (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 362 vom 9. Oktober 2026, Tabelle 52411-0010).
Gegenüber dem Juni nahm die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen um 4,7 Prozent zu. Im Juni hatte der Abstand zum Vorjahresmonat noch 15,8 Prozent betragen. Bei Verbrauchern sank die Zahl um 5,9 Prozent auf 7.111 Verfahren.
Gemessen an der Zahl der Unternehmen traf es Verkehr und Lagerei am häufigsten: Von Januar bis Juli kamen dort 85,5 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen, im Gastgewerbe 70,0 und im Baugewerbe 62,9.
Mehr Anträge in einem Juli gab es zuletzt 2013
Damals zählten die Gerichte 2.459. In den ersten sieben Monaten 2026 kamen 15.185 Anträge zusammen, 6,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und der vierte Anstieg in Folge. Im selben Zeitraum 2022 waren es 8.267 gewesen, so wenige wie nie seit Beginn der Reihe 2003; seither ist die Zahl um 83,7 Prozent gewachsen.
Die Gläubiger verlieren weniger als vor einem Jahr
Die Forderungen aus den Verfahren von Januar bis Juli beziffern die Amtsgerichte auf 21,9 Milliarden Euro, nach 31,8 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Laut Amt hatten 2025 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt. Ein ähnliches Bild zeigte das ganze Jahr 2025: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg, die Zahl der Beschäftigten in den betroffenen Unternehmen sank um 9,8 Prozent. Erwerbstätig waren im Juli 2026 41,66 Millionen Menschen, 1,6 Prozent weniger als im Juli 2025. Ob die Pleiten Stellen kosten, zeigen diese Reihen nicht; viele Betriebe arbeiten im Verfahren weiter. Wie sich die Fälle auf Rechtsformen, Branchen und Länder verteilen, steht im Dossier Insolvenzen 2026.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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