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Weinernte 2026: 8,0 Millionen Hektoliter Weinmost erwartet

Nach zwei Jahren mit kleiner Ernte soll die Menge wieder wachsen. Zulegen sollen Pfalz, Baden und Rheinhessen, verlieren sollen Mosel und Franken.

Frankfurt am Main, 13. Oktober 2026

Die Weinbaubetriebe schätzen im Herbst, wie viel Weinmost sie ernten werden. Die Angaben stammen von freiwilligen Berichterstattern, das Statistische Bundesamt hat sie zum 20. September 2026 ausgewertet. Bis zur Lese kann sich die Menge noch ändern.

Die Weinbaubetriebe in Deutschland erwarten für 2026 eine Ernte von 8,0 Millionen Hektolitern Weinmost (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 366 vom 13. Oktober 2026, zweite Schätzung zum 20. September 2026).

Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 liegt die erwartete Menge 4 Prozent oder 0,3 Millionen Hektoliter niedriger. Gegenüber 2025, als 7,7 Millionen Hektoliter geerntet wurden, bedeutet sie ein Plus von 5 Prozent. Eine größere Ernte gab es zuletzt 2023. Seit 2022 war sie in jedem Jahr gesunken.

Rheinhessen und Pfalz liefern mehr als die Hälfte der Ernte

Auf Rheinhessen mit 2,4 Millionen Hektolitern und die Pfalz mit 2,1 Millionen Hektolitern entfallen 56 Prozent der erwarteten Menge. Die Pfalz legt gegenüber 2025 um 11 Prozent zu, Baden um 17 Prozent, Rheinhessen um 6 Prozent. Das Amt weist darauf hin, dass die Ernte 2025 in Rheinhessen und der Pfalz stark zurückgegangen war. An der Mosel sinkt die Menge um 16 Prozent, in Franken um 19 Prozent. Die kleinen Beeren führt das Amt auf Trockenheit und Hitze zurück; es erwartet trotzdem einen qualitativ guten Jahrgang.

Der Preisindex der pflanzlichen Erzeugung liegt über dem Vorjahr

Wein gehört zur pflanzlichen Erzeugung. Deren Erzeugerpreisindex lag im August 2026 um 12,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, einen Wert für Wein allein weist er nicht aus. Ob die größere Menge die Preise der Winzer drückt, geben die Zahlen nicht her. Die Ernte von Getreide bis Obst steht im Dossier Ernte 2026.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Erntemenge an Weinmost, 1991 bis 2025 Erntemenge an Weinmost, 1991 bis 2025 In Hektolitern 0 5 Mio. 10 Mio. 15 Mio. 1991: 10.169.962 Hektoliter 1992: 13.375.036 Hektoliter 1993: 9.718.333 Hektoliter 1994: 10.347.710 Hektoliter 1995: 8.510.134 Hektoliter 1996: 8.641.985 Hektoliter 1997: 8.494.813 Hektoliter 1998: 10.833.860 Hektoliter 1999: 12.285.970 Hektoliter 2000: 10.080.828 Hektoliter 2001: 9.081.322 Hektoliter 2002: 10.175.952 Hektoliter 2003: 8.288.549 Hektoliter 2004: 10.146.518 Hektoliter 2005: 9.103.967 Hektoliter 2006: 9.063.002 Hektoliter 2007: 10.364.769 Hektoliter 2008: 10.001.430 Hektoliter 2009: 9.139.461 Hektoliter 2010: 7.055.243 Hektoliter 2011: 9.257.973 Hektoliter 2012: 9.081.147 Hektoliter 2013: 8.432.146 Hektoliter 2014: 9.211.686 Hektoliter 2015: 8.872.813 Hektoliter 2016: 9.069.247 Hektoliter 2017: 7.505.337 Hektoliter 2018: 10.386.620 Hektoliter 2019: 8.324.976 Hektoliter 2020: 8.506.588 Hektoliter 2021: 8.520.846 Hektoliter 2022: 9.052.592 Hektoliter 2023: 8.687.969 Hektoliter 2024: 7.842.293 Hektoliter 2025: 7.664.072 Hektoliter7.664.072 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 41253-0001, Stand 02.10.2026 / 19:21:31. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 © statistik-de.de
Erntemenge an Weinmost. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41253-0001.

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Häufige Fragen

Wie verlässlich ist die Schätzung der Weinernte?

Sie beruht auf Angaben freiwilliger Berichterstatter über die erwarteten Weinmosterträge. Witterung, Hagel, Krankheiten und Schädlinge können die Menge bis zur Lese noch ändern.

Welche Anbaugebiete ernten am meisten?

Rheinhessen und die Pfalz, zusammen mehr als die Hälfte der deutschen Weinmosternte. Dahinter folgen Baden und Württemberg.

Was ist Weinmost?

Der gepresste, noch nicht vergorene Saft der Trauben. Das Amt misst die Ernte in Hektolitern Weinmost, nicht in Flaschen Wein.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 41253-0001, 61211-0003, Datenstand 02.10.2026 / 19:21:40. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Anlass war die Mitteilung des Bundesamtes vom 13. Oktober 2026: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/10/PD26_366_412.html Zahlen ohne Tabellenangabe stammen aus dieser Mitteilung des Bundesamtes. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.