Pressemitteilung
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Wohnungsnebenkosten August 2026: 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr
Die Nebenkosten des Wohnens steigen schneller als die Verbraucherpreise insgesamt. Strom, Gas und Heizöl zusammen sind dagegen billiger als vor einem Jahr.
Frankfurt am Main, 14. September 2026
Zu den Wohnungsnebenkosten zählen Frischwasser, Abwasser, Müllabfuhr, Grundsteuer B, Gebäudereinigung und die Wartung von Aufzügen, nicht aber Heizung und Strom. Verglichen wird der Preisindex im August mit demselben Monat des Vorjahres, für Deutschland insgesamt.
Die Preise für Wohnungsnebenkosten in Deutschland lagen im August 2026 um 3,1 Prozent über dem August 2025 und stiegen damit stärker als die Verbraucherpreise insgesamt (Statistisches Bundesamt, Tabellen 61111-0006 und 61111-0002).
Die Verbraucherpreise insgesamt lagen im August um 2,9 Prozent über dem Vorjahresmonat, die Nebenkosten stiegen also etwas schneller. Für Haushaltsenergie, also Strom, Gas, Heizöl samt Betriebskosten, Fernwärme und feste Brennstoffe, zahlten die Haushalte 0,7 Prozent weniger als im August 2025. Anlass ist eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes zu Haushalten, die bei Strom- oder Gasanbietern im Zahlungsverzug sind. Diese Angabe stammt aus der Erhebung EU-SILC und steht in keiner Tabelle der amtlichen Datenbank, sie fehlt deshalb hier.
Die Nebenkosten steigen seit Jahren, zuletzt langsamer
Seit Januar 2021 lag der Index in jedem Monat über seinem Vorjahreswert. Im August 2023 betrug der Abstand 4,5 Prozent, im August 2024 4,4 Prozent, im August 2025 4,0 Prozent. Über die ganze Zeit seit August 2020 haben sich die Wohnungsnebenkosten um 22,9 Prozent verteuert, die Verbraucherpreise insgesamt um 26,2 Prozent.
Haushaltsenergie liegt weit über 2020, aber unter ihrem Höchststand
Der Index für Haushaltsenergie stand im August bei 145,6 Punkten, gemessen am Jahr 2020. Seinen höchsten Wert erreichte er im April 2023 mit 157,1 Punkten. Im August 2022 hatte er 37,0 Prozent über dem Vorjahresmonat gelegen; in jedem der vergangenen zwölf Monate lag er darunter. Die Preise nach Warengruppen und die Nettokaltmiete stehen im Dossier Verbraucherpreise 2026.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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