Reihe·fortlaufend, zuletzt September 2026Zahlen frei
Wie stark steigen die Preise in Deutschland?
Einordnung
Der Index misst, was ein Warenkorb aus Miete, Lebensmitteln, Strom, Fahrkarten und vielem mehr kostet, gemessen am Jahr 2020. Steht er bei 120, kostet dieser Korb 20 Prozent mehr als damals. Ganz fest ist der Korb nicht: Mit dem Dezember 2024 stellte das Amt auf einen neuen Erhebungskatalog um, und laut Fußnote sind die Werte dieses Monats vor allem im Vergleich zum Vormonat nur eingeschränkt aussagekräftig. Die Inflationsrate ist eine andere Zahl: Sie ist die Veränderung dieses Index gegenüber demselben Monat des Vorjahres. Ein hoher Index heißt also nicht, dass die Preise gerade schnell steigen. Er heißt, dass sie einmal gestiegen und oben geblieben sind. Die Monatsreihe beginnt im Januar 2015 mit ihrem niedrigsten Wert. Dass ein Preisindex über Jahre fast nur eine Richtung kennt, entspricht dem Ziel der Europäischen Zentralbank: Sie strebt zwei Prozent Teuerung im Jahr an, nicht null. Den Sprung von 2022 erklärt dieses Ziel nicht. Für den eigenen Geldbeutel taugt der Index als Maßstab: Steigt das Gehalt langsamer als er, sinkt die Kaufkraft.
✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne BeanstandungStatistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0002·Datenstand 13.10.2026 / 08:44:50·vom Bundesamt aktualisiert am 12.08.2026
126,6Index (2020 = 100), September 2026▲ +3,3 % zu September 2025
123,7 – 119,9Spanne der Teuerung seit 2020, 2025Brandenburg bis Hamburg
141Werte in der Reihe, ab Januar 2015▲ +36,0 % über den ganzen Zeitraum
FreiZahlen, Grafik und Einordnung.
Das Datenpaket · 6,00 €Die Werte als CSV, die Grafik als SVG und PNG, der Zitiervorschlag und die Anschlusstabellen, zum Weiterarbeiten. Was darin steht
Was der jüngste Wert heißt
Am stärksten verteuert gegenüber September 2025: Heizöl, einschließlich Betriebskosten +48,7 %, Kraft- und Schmierstoffe für Fahrzeuge +36,9 %, Pharmazeutische Erzeugnisse +19,1 %.
Am stärksten verbilligt: Speisefette und Speiseöle −15,0 %, Strom −5,5 %, Versicherungsdienstleistungen für die Wohnung −5,5 %.
Aus 110 Warengruppen (vierstellige Klassen) des Warenkorbs, Tabelle 61111-0004. Die Rangfolge nennt die stärksten Ausschläge, nicht den größten Beitrag zur Rate: Dafür zählt auch, welchen Anteil eine Gruppe am Warenkorb hat. Gerechnet aus gerundeten Indexwerten, deshalb sind Abweichungen um ein Zehntel zur amtlichen Meldung möglich. Das vollständige Bild im Dossier.
Was aus diesen Zahlen nicht folgt
Ein hoher Indexstand heißt nicht, dass sich gerade viel bewegt: Er misst den Abstand zum Basisjahr 2020. Wie schnell es gerade geht, zeigt nur die Veränderung gegenüber dem Vorjahr.
Die Preise stiegen fast überall gleich stark. Zwischen Brandenburg (123,7) und Hamburg (119,9) liegen 3,8 Punkte Abstand. gemessen wird hier, wie stark die Preise seit 2020 gestiegen sind, nicht wie hoch sie sind.
Verbraucherpreisindex, Januar 2015 bis September 2026Index (2020 = 100), die jüngsten 60 WerteQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0002, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Wer die Frage oben gestellt hat, stellt meist gleich die nächste hinterher. Die Statistik
61111 führt dafür elf Tabellen, von denen zehn auf eine dieser drei Aufschlüsselungen führen.
nach Bundesländern4
61111-0010 · 61111-0011 · 61111-0020 …geprüfte Tabellen zu dieser Frage
im Monatsverlauf5
61111-0002 · 61111-0004 · 61111-0006 …geprüfte Tabellen zu dieser Frage
nach Verwendungszwecken5
61111-0003 · 61111-0004 · 61111-0005 …geprüfte Tabellen zu dieser Frage
Das Datenpaket zu dieser Reihe
6,00 €
Enthalten: Alle 141 Werte als CSV, das Diagramm als SVG und als PNG in Druckauflösung, eine Farbtafel zum Umfärben auf die eigenen Hausfarben, Zitiervorschlag in vier Formaten, die 1 Fußnoten des Bundesamtes im Klartext, 14 geprüfte Anschlusstabellen mit Nummer und Titel.
Dezember 2024: Aufgrund des Umstiegs auf den Erhebungskatalog 2025 mit erheblichen klassifikationsbedingten Strukturveränderungen sind die Werte für Dezember 2024 vor allem im Hinblick auf den Vormonatsvergleich teilweise in der Qualität beeinflusst.
Quelle und ZitiervorschlagStatistisches Bundesamt (Destatis); GENESIS-Online, Tabelle 61111-0002; „Verbraucherpreisindex“; Stand: 13.10.2026 / 08:44:50; abgerufen am 13.10.2026; Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (dl-de/by-2-0).
Die Daten stehen unter der Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 und dürfen weiterverwendet werden, auch
gewerblich, solange die Quelle genannt wird.
Prüfvermerk zu dieser Reihe