Pressemitteilung
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Energieintensive Industrie: 15,2 Prozent weniger Produktion seit 2022
Die Branchen mit dem höchsten Energiebedarf verloren deutlich mehr als die übrige Industrie. Nur die Mineralölverarbeitung legte zu.
Frankfurt am Main, 15. Mai 2026
Als energieintensiv gelten Chemie, Metallerzeugung, Glas, Keramik und Steine und Erden, Papier und Mineralölverarbeitung, deren Energiebedarf gemessen an der Wertschöpfung besonders hoch ist. Verglichen wird die saison- und kalenderbereinigte Produktion im März 2026 mit dem Monat, in dem Russland die Ukraine angriff.
Die Produktion der energieintensiven Industriezweige in Deutschland sank von Februar 2022 bis März 2026 saison- und kalenderbereinigt um 15,2 Prozent (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N032 vom 15. Mai 2026).
In der gesamten Industrie sank die Produktion im selben Zeitraum um 9,5 Prozent. Am stärksten traf es Glas, Keramik und Steine und Erden mit minus 25,0 Prozent, darunter Beton, Zement und Kalksandstein mit minus 29,3 Prozent. Die Papierindustrie verlor 18,5 Prozent, die Chemie 18,1 Prozent, die Metallerzeugung 12,9 Prozent. Die Mineralölverarbeitung produzierte 24,6 Prozent mehr, nach deutlichen Zuwächsen seit Januar 2026.
Drei Viertel des industriellen Energieverbrauchs
Auf die energieintensiven Branchen entfielen 2024 75,6 Prozent des Energieverbrauchs der Industrie. Sie beschäftigten 53.200 Menschen weniger als im Februar 2022.
Die ganze Industrie verliert
Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe lag im März 2026 bereinigt 5,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat, der Energieverbrauch der Industrie stieg 2024 dagegen um 2,0 Prozent. Ob die Energiepreise den Rückgang verursachen, wie die Meldung nahelegt, oder auch Aufträge und Zölle, trennt die Produktionsstatistik nicht. Wie sich Produktion und Energie verbinden, steht im Dossier zur Energie.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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