Pressemitteilung
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Kein Urlaub 2025: 21 Prozent können sich keine Reisewoche leisten
Deutschland liegt deutlich unter dem EU-Schnitt. Im einkommensschwächsten Fünftel ist es fast jede zweite Person.
Frankfurt am Main, 23. Juni 2026
Gefragt wird in der Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen, ob sich ein Haushalt eine einwöchige Urlaubsreise im Jahr leisten kann. Es ist eine Selbsteinschätzung, kein gemessenes Einkommen.
21 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebten 2025 in Haushalten, die sich nach eigener Einschätzung keine einwöchige Urlaubsreise leisten konnten (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N040 vom 23. Juni 2026, EU-SILC).
17,3 Millionen Menschen lebten 2025 in Haushalten, die nach eigener Angabe keinen einwöchigen Urlaub bezahlen konnten, genauso viele anteilig wie 2024; 2023 waren es 23 Prozent. Im EU-Schnitt lag der Anteil bei 28 Prozent, am höchsten in Rumänien mit 61, am niedrigsten in Luxemburg mit 11 Prozent.
Je kleiner das Einkommen, desto seltener der Urlaub
Im einkommensschwächsten Fünftel, mit einem Nettoäquivalenzeinkommen bis 1.600 Euro im Monat, konnten sich 48 Prozent keinen Urlaub leisten, im nächsten Fünftel 28 Prozent. Besonders häufig betroffen waren Alleinerziehende und Alleinlebende.
Armut und Preise im selben Jahr
Die Armutsgefährdungsquote lag 2025 bei 16,1 Prozent, die Inflationsrate bei 2,2 Prozent. Der Anteil derer ohne Urlaub sank seit 2023, während die Armutsgefährdung stieg; beide Größen messen Verschiedenes, und die Erhebung erklärt den Unterschied nicht. Wer Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts bezieht, steht im Dossier zur Sozialhilfe.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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