Pressemitteilung
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Baumaterialien Mai 2026: Bitumen 31,2 Prozent teurer als im Vorjahr
Teurer wurde vor allem, was aus Erdöl oder mit viel Energie hergestellt wird. Auch Holz zog an, nach Jahren mit sinkenden Preisen.
Frankfurt am Main, 24. Juni 2026
Gemessen werden die Erzeugerpreise einzelner Baumaterialien, also was die Hersteller beim Verkauf erlösen, jeweils gegen denselben Monat des Vorjahres. Die Arbeit auf der Baustelle steckt nicht darin.
Bitumen auf Erdölbasis kostete im Mai 2026 in Deutschland 31,2 Prozent mehr als im Mai 2025 (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N042 vom 24. Juni 2026).
Flachglas, das Fenster und Glastüren liefert, kostete im Mai 15,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Metalle wurden um 11,1 Prozent teurer, Dachlatten um 11,8 und Bauschnittholz um 11,4 Prozent. Zement stieg nur um 0,4 Prozent, Stabstahl wurde sogar billiger. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt lagen 2,2 Prozent über dem Vorjahresmonat; die Baumaterialien liefen ihnen an vielen Stellen davon.
Gegenüber 2021 ist fast alles teurer, nur Holz nicht
Im Jahresmittel 2025 kosteten Kalk und gebrannter Gips 77,3 Prozent mehr als 2021, Zement 57,7 Prozent und Dachziegel 42,4 Prozent. Dachlatten und Konstruktionsvollholz waren dagegen 14,1 und 13,2 Prozent billiger als vor der Energiekrise. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 26,2 Prozent.
Teureres Material trifft einen schrumpfenden Wohnungsbau
Die Baupreise für Wohngebäude, die neben dem Material auch die Arbeit enthalten, lagen im Februar 2026 3,3 Prozent über dem Februar 2025. Fertiggestellt wurden 2025 172.610 Wohnungen, 20,0 Prozent weniger als im Jahr davor. Das Amt nennt hohe Baukosten als einen von mehreren Gründen für den Rückgang; wie viel davon auf die Materialpreise entfällt, trennen diese Reihen nicht. Wie Bau- und Häuserpreise seit Jahrzehnten verlaufen, steht im Dossier zu den Immobilienpreisen.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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