Pressemitteilung
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Hitze: im Schnitt 21 direkte Todesfälle im Jahr
Als Todesursache steht Hitze fast nie auf dem Totenschein. In Hitzewochen steigt die Sterblichkeit trotzdem deutlich, vor allem bei Vorerkrankten.
Frankfurt am Main, 2. Juli 2026
Gezählt werden Krankenhausbehandlungen und Todesfälle, bei denen Hitzschlag, Sonnenstich oder andere Schäden durch Hitze und Sonnenlicht die Diagnose oder die Todesursache sind. Wer an Herz oder Kreislauf stirbt, weil die Hitze ihn geschwächt hat, steht nicht darin.
In den Jahren 2004 bis 2024 war Hitze in Deutschland im Schnitt bei 21 Todesfällen im Jahr die direkte Todesursache (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N045 vom 2. Juli 2026).
In den Jahren 2004 bis 2024 stand Hitze nur selten als direkte Todesursache fest, und sie führte im Schnitt zu weniger als 1.400 Krankenhausbehandlungen im Jahr. Das Robert Koch-Institut schätzt die hitzebedingten Sterbefälle viel höher, weil es die gesamte Sterblichkeit mit den Temperaturen vergleicht: Für 2018 kommt es auf 8.500, für 2006 auf 7.700.
Viele Hitzetage, viele Fälle
2015 zählte der Deutsche Wetterdienst im Schnitt 17,6 Tage mit 30 Grad oder mehr. In jenem Jahr lagen die Krankenhausbehandlungen wegen Hitze 72 Prozent über dem Durchschnitt, 60 Menschen starben direkt an Hitze oder Sonnenlicht. 2018 gab es mit 20,4 die meisten Hitzetage dieser Jahre, die Behandlungen lagen 18 Prozent über dem Schnitt.
Der Juli 2022 sticht in der Sterbestatistik heraus
Im Juli 2022, in dem nach dem Amt eine Woche mit Hitzewelle mehr als 20 Prozent über dem Vergleichswert der Vorjahre lag, starben 86.081 Menschen. Das waren 12,2 Prozent mehr als im Juli 2021 und mehr als in jedem anderen Juli seit 1990, dem Beginn der Monatsreihe. Welchen Anteil die Hitze daran hatte, trennt die Zählung nicht. Wie Grippe, Hitze und Alter die Sterbefälle über das Jahr verteilen, zeigt das Dossier zu den Sterbefällen.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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