Pressemitteilung
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Befristete Arbeitsverträge 2025: 2,2 Millionen Beschäftigte
Der Anteil sinkt seit zehn Jahren, ebenso der Anteil anderer atypischer Jobs. Wer jung ist oder keinen Berufsabschluss hat, ist deutlich öfter befristet.
Frankfurt am Main, 13. August 2026
Gezählt werden Kernerwerbstätige, also Erwerbstätige von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Ausbildung, Studium oder Freiwilligendienst sind. Die Zahlen stammen aus den Erstergebnissen des Mikrozensus 2025.
In Deutschland hatten 2025 2,2 Millionen Menschen einen befristeten Arbeitsvertrag, 6,0 Prozent der Kernerwerbstätigen (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N056 vom 13. August 2026, Mikrozensus).
6,0 Prozent der Kernerwerbstätigen hatten 2025 einen befristeten Vertrag, 2015 waren es 7,0 Prozent. Frauen und Männer unterscheiden sich kaum. Bei den 15- bis 25-Jährigen waren 18,3 Prozent befristet, bei den 55- bis 65-Jährigen 2,8 Prozent. Ohne Berufsabschluss lag der Anteil bei 11,6 Prozent, mit mittlerer Berufsqualifikation bei 4,0 Prozent.
Atypische Arbeit geht insgesamt zurück
Zusammen mit Minijobs, Teilzeit bis 20 Stunden und Zeitarbeit zählen Befristungen zur atypischen Beschäftigung. Ihr Anteil sank seit 2015 von 20,8 auf 17,2 Prozent, der Anteil der geringfügig Beschäftigten von 6,5 auf 4,1 Prozent. Nur die Zeitarbeit wuchs leicht. Am häufigsten befristet wird im Bildungssektor mit 11,2 Prozent, am seltensten am Bau und bei Banken und Versicherungen.
Weniger Befristung in einem schwächeren Arbeitsmarkt
Die Zahl der Erwerbstätigen lag im Juni 2026 um 0,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat, die Erwerbslosenquote bei 4,1 Prozent. Ob Betriebe in schwächeren Zeiten zuerst befristete Verträge auslaufen lassen, zeigen diese Reihen nicht. Wie sich Erwerbstätigkeit nach Branchen entwickelt, steht im Dossier zu den Erwerbstätigen.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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