Pressemitteilung
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Einwanderungsgeschichte: 62,1 Prozent der Reinigungskräfte 2025
In Küchen, Lagern und auf dem Bau arbeiten überdurchschnittlich viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte, bei Polizei und Schule deutlich weniger.
Frankfurt am Main, 28. September 2026
Der Mikrozensus fragt jedes Jahr nach Beruf und Herkunft. Einwanderungsgeschichte hat, wer selbst nach Deutschland eingewandert ist oder wessen beide Eltern eingewandert sind. Gezählt sind Erwerbstätige ab 15 Jahren, nach den Erstergebnissen für 2025.
In Deutschland hatten 2025 nach den Erstergebnissen des Mikrozensus 62,1 Prozent der Erwerbstätigen in Reinigungsberufen eine Einwanderungsgeschichte (Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht zur Bevölkerung nach Einwanderungsgeschichte, Tabelle 12211-52).
Über alle Berufe hatten 26,9 Prozent der Erwerbstätigen eine Einwanderungsgeschichte, 11,4 Millionen von 42,5 Millionen. In der Speisenzubereitung, also bei Köchinnen und Köchen, waren es 55,7 Prozent, in der Gastronomie 48,3 Prozent. Es folgen Metallbearbeitung und Lagerwirtschaft mit je 44,9 Prozent, die Bau- und Transportgeräteführung mit 44,4 Prozent und die Fahrzeugführung im Straßenverkehr mit 44,0 Prozent. Von allen Erwerbstätigen mit Einwanderungsgeschichte sind 9,2 Millionen selbst eingewandert, 2,3 Millionen sind Nachkommen.
Auch in der Softwareentwicklung liegt der Anteil über einem Drittel
Hohe Anteile gibt es nicht nur in Berufen mit körperlicher Arbeit. In der Softwareentwicklung und Programmierung haben 36,6 Prozent der Erwerbstätigen eine Einwanderungsgeschichte, fast so viele wie im Hochbau mit 37,5 Prozent.
Bei Polizei und Justiz liegt der Anteil unter zehn Prozent
Am niedrigsten ist er unter den großen Berufsgruppen bei Polizei, Kriminaldienst, Gerichts- und Justizvollzug mit 8,1 Prozent, in der Landwirtschaft mit 9,3 Prozent, bei Lehrkräften für berufsbildende Fächer und in der betrieblichen Ausbildung mit 9,5 Prozent und in der Verwaltung mit 10,7 Prozent. Warum, sagen die Zahlen nicht. Welche Berufe als Engpassberufe gelten, legt die Bundesagentur für Arbeit fest; diese Zuordnung führen wir nicht. Die 15 Berufsgruppen mit den höchsten Anteilen stehen im Dossier zu Zuwanderung und Abwanderung.
Die Zahl der Erwerbspersonen sinkt leicht
Die Zahl der Erwerbspersonen lag im Dezember 2025 bei 44,2 Millionen, 0,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat, und die Rentenstatistik zählte 22.479.510 Rentenempfänger. Ob Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte auf dem Arbeitsmarkt Lücken füllen und wie sich ihr Anteil entwickelt, zeigt diese Erhebung nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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