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Bevölkerung 29. August 2026 Neue Daten

Wanderungssaldo 2025: Die Nettozuwanderung sinkt zum dritten Mal in Folge

Einordnung

45,4 Prozent weniger als im Vorjahr, und der Rückgang kommt fast ganz aus weniger Zuzügen; fortgezogen sind annähernd so viele Menschen wie 2024. Wer darin die Wirkung einer strengeren Migrationspolitik sieht, findet in den Zahlen keinen Widerspruch, aber auch keinen Beweis. Ebenso passt ein Abklingen der Fluchtbewegungen nach 2022. Ob die Bevölkerung noch wächst, hängt in einem Land mit mehr Sterbefällen als Geburten fast allein an dieser Größe.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

2025 zogen 235.000 Menschen mehr aus dem Ausland nach Deutschland, als von hier ins Ausland fortzogen, so wenige wie seit 2020 nicht mehr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12711-0005, Stand 05.10.2026).

✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung, 1 Hinweis Statistisches Bundesamt, Wanderungsstatistik (12711) Datenstand 05.10.2026 / 17:45:27
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235.000 Personen, Wanderungssaldo 2025 −45,4 % zu 2024
1.462.089 Höchststand 2022 −83,9 % bis heute
-1.536 Wanderungssaldo von Ausländerinnen und Ausländern, je Monat, Juli 2026 −113,1 % zum Vorjahresmonat
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Hinter dem Saldo stehen Bewegungen, die ihn um ein Vielfaches übertreffen. Mit keinem Land tauschte Deutschland 2025 so viele Menschen aus wie mit Rumänien, und in diese Richtung zogen sogar mehr fort, als von dort kamen: 164.377 Fortzüge nach Rumänien zählt die Statistik. Ein großer Teil der Wanderung ist ein Kommen und Gehen innerhalb Europas, und der Saldo ist der Rest, der davon übrig bleibt.

Die Reihe beginnt im Jahr 2000 und kennt zwei Ausschläge nach oben. 2015 zogen 1.139.402 Menschen mehr zu als fort, 2022, im Jahr des russischen Angriffs auf die Ukraine, so viele wie nie. In den Jahren 2008 und 2009 war der Saldo negativ. Nach 2022 sank er dreimal in Folge, auf 662.964 im Jahr 2023, auf 430.183 im Jahr 2024 und zuletzt auf den niedrigsten Stand seit dem Pandemiejahr 2020.

Gezählt werden nur Umzüge über die Staatsgrenze. Wer von Bayern nach Sachsen zieht, verändert den Saldo für Deutschland nicht. Die Reihe zum Wanderungssaldo ist frei abrufbar. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie sich der Saldo auf die Länder verteilt, wie er sich Monat für Monat bewegt, wie groß die Ströme in beide Richtungen sind, aus welchen Ländern die Menschen kommen und wohin sie gehen, und wie viele Menschen ohne deutschen Pass oder mit eigener Migrationserfahrung in Deutschland leben.

Wanderungssaldo in Deutschland, 2000 bis 2025 Personen je Jahr
-0,5 Mio. 0 0,5 Mio. 1 Mio. 1,5 Mio. 2000: 167.120 Personen 2001: 272.723 Personen 2002: 219.288 Personen 2003: 142.645 Personen 2004: 82.543 Personen 2005: 78.953 Personen 2006: 22.791 Personen 2007: 43.912 Personen 2008: -55.743 Personen 2009: -12.782 Personen 2010: 127.677 Personen 2011: 279.330 Personen 2012: 368.945 Personen 2013: 428.607 Personen 2014: 550.483 Personen 2015: 1.139.402 Personen 2016: 499.944 Personen 2017: 416.080 Personen 2018: 399.680 Personen 2019: 327.060 Personen 2020: 220.251 Personen 2021: 329.163 Personen 2022: 1.462.089 Personen1.462.089 2023: 662.964 Personen 2024: 430.183 Personen 2025: 235.000 Personen235.000 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 12711-0005 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 12711-0005, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Kein Land verliert mehr Menschen ans Ausland, als es gewinnt

Berlin führt die Länderliste 2025 mit einem Saldo von 32.181 an, vor Niedersachsen mit 30.023 und Nordrhein-Westfalen mit 27.261 (Tabelle 12711-0023). Bayern folgt mit 22.599, Baden-Württemberg mit 21.657. Am unteren Ende liegen Mecklenburg-Vorpommern mit 5.005 und das Saarland mit 3.022, beide mit vergleichsweise wenigen Einwohnern. Dass Berlin vor Nordrhein-Westfalen steht, das ein Vielfaches an Einwohnern hat, deutet auf die Anziehung der Hauptstadt. In allen 16 Ländern zogen mehr Menschen aus dem Ausland zu, als dorthin fortzogen.

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Im vollständigen Dossier Grafik: Wanderungssaldo nach Bundesländern 2025 Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen sechs weitere Abschnitte.

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  1. Die Grafik zum Abschnitt, den Sie eben gelesen habenGrafik: Wanderungssaldo nach Bundesländern 2025
  2. Bei den Ausländern fällt der Saldo 2026 weiterGrafik: Wanderungssaldo von Ausländerinnen und Ausländern, je Monat
  3. Der Saldo sinkt, weil weniger kommenGrafiken: Zuzüge aus dem Ausland, 2000 bis 2025 · Fortzüge in das Ausland, 2000 bis 2025
  4. Aus der Ukraine und aus Indien kommen weit mehr Menschen, als dorthin gehenGrafiken: Herkunftsländer der Zuzüge 2025 · Zielländer der Fortzüge 2025
  5. Ohne deutschen Pass und selbst zugewandert sind zwei verschiedene GruppenGrafiken: Ausländer in Deutschland, 1967 bis 2025 · Selbst Zugewanderte, 2020 bis 2025 · Anteil mit Migrationshintergrund, 2020 bis 2025 · Menschen mit Migrationshintergrund, 2020 bis 2025
  6. In Reinigung und Küche arbeiten besonders viele Menschen mit EinwanderungsgeschichteGrafik: Erwerbstätige mit Einwanderungsgeschichte nach Beruf 2025
  7. Was der Saldo allein nicht zeigt

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Häufige Fragen

Wann zogen zuletzt mehr Menschen aus Deutschland fort als zu?

In den Jahren 2008 und 2009. 2008 zogen 55.743 Menschen mehr ins Ausland fort, als von dort kamen; seit 2010 ist der Saldo in jedem Jahr positiv (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12711-0005, Stand 05.10.2026).

Sinkt die Zuwanderung nach Deutschland?

Der Saldo aus Zu- und Fortzügen sinkt seit dem Rekordjahr 2022. Schon 2023 lag er mit 662.964 bei weniger als der Hälfte, seither ist er zweimal weiter gefallen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12711-0005, Stand 05.10.2026).

In welches Land ziehen die meisten Menschen aus Deutschland fort?

Nach Rumänien. 2025 zählte die Statistik 164.377 Fortzüge dorthin, mehr als Zuzüge aus Rumänien (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12711-0008, Stand 05.10.2026).

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