Pressemitteilung
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Dieselproduktion 1. Halbjahr 2026: 9,4 Prozent mehr als vor einem Jahr
Deutsche Raffinerien stellen mehr Kraftstoff her, und das Land führt weniger davon ein. Der Wert der Produktion steigt viel stärker als die Menge.
Frankfurt am Main, 1. Oktober 2026
Die Produktionsstatistik zählt, was Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten herstellen, die Außenhandelsstatistik, was über die Grenze geht. Für den Vergleich mit 2025 hat das Amt wegen eines neuen Güterverzeichnisses inhaltlich vergleichbare Meldenummern zusammengeführt.
Die Raffinerien in Deutschland stellten im 1. Halbjahr 2026 9,4 Prozent mehr Dieselkraftstoff her als im 1. Halbjahr 2025 (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N068 vom 1. Oktober 2026).
Im ersten Halbjahr 2026 stellten die Raffinerien 15,8 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff für Straßen- und Schienenfahrzeuge her, ein Jahr zuvor waren es 14,4 Millionen Tonnen. Der Wert stieg um 42,4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Bei Motorenbenzin einschließlich Flugbenzin wuchs die Menge um 1,8 Prozent auf 11,0 Millionen Tonnen, der Wert um 16,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.
Deutschland führt weniger Kraftstoff ein und mehr Diesel aus
Eingeführt wurden 525.000 Tonnen Benzin und 858.000 Tonnen Diesel, 23,0 und 23,9 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Das meiste Benzin kam aus den Niederlanden, der meiste Diesel aus Belgien. Die Ausfuhr von Diesel stieg um 18,7 Prozent auf 2,06 Millionen Tonnen, die von Benzin sank um 3,5 Prozent auf 1,66 Millionen Tonnen.
Teurere Einfuhren, steigender Wert der Produktion
Dass der Wert der Produktion viel stärker wächst als die Menge, passt zu den Einfuhrpreisen: Sie lagen im August 2026 um 8,3 Prozent über dem Vorjahr. Ob Rohöl der Treiber ist, zeigen diese Reihen nicht; der Index fasst alle eingeführten Waren zusammen. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt lag im Juni 2026 bei 98,2 Punkten, 2021 gleich 100. Für den Staat sind Kraftstoffe eine große Einnahme: 2025 brachte die Energiesteuer auf Benzin 15,5 Milliarden Euro und auf Diesel 17,8 Milliarden Euro. Wie sich Industrie und Handel entwickeln, steht im Dossier Industrie und Handel 2026.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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