Pressemitteilung
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Kartoffelpreise im September 2026: 11,3 Prozent mehr
Die Kartoffelernte fällt 2026 um ein Viertel kleiner aus. Auf dem Hof stiegen die Preise stärker als seit drei Jahren, tiefgekühlte Pommes frites wurden billiger.
Frankfurt am Main, 15. Oktober 2026
Der Preis einer Kartoffel entsteht auf mehreren Stufen: beim Erzeuger, im Handel und in der Verarbeitung. Das Statistische Bundesamt vergleicht Erzeuger- und Verbraucherpreise jeweils mit dem Vorjahresmonat.
Kartoffeln kosteten Verbraucherinnen und Verbraucher im September 2026 um 11,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N070 vom 15. Oktober 2026, Tabelle 61111-0004).
Tiefgekühlte Pommes frites und ähnliche Produkte wurden dagegen um 4,7 Prozent billiger. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im September um 3,3 Prozent, Nahrungsmittel um 0,4 Prozent; die Kartoffel verteuert sich also deutlich stärker als das Essen im Ganzen.
Auf dem Hof steigen Speisekartoffeln so stark wie seit 2023 nicht
Die Erzeugerpreise von Speisekartoffeln lagen im August 2026 um 61,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Stärker war der Anstieg zuletzt im August 2023 mit 114,6 Prozent. Die Erzeugerpreise der pflanzlichen Erzeugnisse insgesamt stiegen im August um 12,3 Prozent; ihr Index liegt mit 136,2 Punkten 13,0 Prozent unter dem Höchststand vom Juni 2024 mit 156,6 Punkten. Die Kartoffel zieht damit weit stärker an als ihre Gruppe.
Weniger Fläche und weniger Ertrag drücken die Ernte
Nach vorläufigen Ergebnissen erwartet das Amt 2026 eine Ernte von 10,4 Millionen Tonnen, 24,8 Prozent weniger als die 13,9 Millionen Tonnen des Vorjahres. Die Anbaufläche schrumpfte um 11,1 Prozent auf 268.300 Hektar, der Ertrag fällt von 46,0 auf 38,9 Tonnen je Hektar. Als wahrscheinlichen Grund nennt das Amt vor allem die extreme Hitze und Trockenheit des Sommers.
Deutschland erzeugt mehr Kartoffeln, als es verbraucht
Der Selbstversorgungsgrad lag im Wirtschaftsjahr 2024/25 nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bei 145 Prozent. Ein großer Teil der Ernte geht also in den Export. Die lange Reihe der Erzeugerpreise steht im Dossier Agrarpreise 2026.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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