Pressemitteilung
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Auftragsbestand Industrie im Juli 2026: plus 10,9 Prozent
Die Industrie in Deutschland arbeitet ihre Aufträge langsamer ab, als neue hereinkommen, zeigt der Auftragsbestand des Verarbeitenden Gewerbes im Juli 2026.
Frankfurt am Main, 17. September 2026
Das Statistische Bundesamt misst monatlich, wie viele Bestellungen die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes noch abarbeiten müssen, preisbereinigt und um Saison und Kalender bereinigt, als Index zum Basisjahr 2021.
Auftragsbestand Industrie in Deutschland im Juli 2026: 10,9 Prozent, höher als im Juli 2025 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 42155-0004).
Das Statistische Bundesamt hat den Auftragsbestand für Juli 2026 veröffentlicht. Der Index lag bei 118,5 Punkten und damit über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit wächst der Bestand im zweiten Juli in Folge gegenüber dem Vorjahresmonat.
Höher war zuletzt der Juli 2022
Der Wert vom Juli 2026 übertrifft jeden Juli-Wert seit 2023. Höher lag die Veränderung in einem Juli zuletzt im Jahr 2022, mit 11,7 Prozent. Am oberen Ende der gesamten Reihe liegt der Dezember 2021 mit 23,7 Prozent, 12,8 Prozentpunkte über dem Wert für Juli 2026. Den niedrigsten Stand hatte die Reihe im Februar 2024 mit -6,8 Prozent. Im Juli 2016, dem ersten Juli mit Vorjahresvergleich, lag die Veränderung bei 2,1 Prozent.
Die Vorjahresrate steigt seit Januar in jedem Monat
Gegenüber Juli 2025 ist die Veränderung um 7,0 Prozentpunkte gestiegen; damals lag sie bei 3,9 Prozent. Verglichen mit Juni 2026 legte der Wert um 1,6 Prozentpunkte zu, nach 9,3 Prozent im Vormonat. Vor einem Jahr war der Sprung noch größer: Der Vorjahresvergleich wuchs damals um 9,1 Prozentpunkte, diesmal nur um 7,0 Prozentpunkte.
Die Bücher füllen sich, die Bänder nicht
Im selben Juli 2026 lag der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 13,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor, die Produktion im Produzierenden Gewerbe dagegen um 1,7 Prozent niedriger. Bestellt wird mehr, gefertigt weniger, und dazu passt ein wachsender Bestand; die Produktionszahl schließt allerdings Bau und Energie ein, die Auftragsreihen zählen nur das Verarbeitende Gewerbe. Die Verbraucherpreise lagen im Juli 2026 um 2,8 Prozent höher als im Juli 2025.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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