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Weizenernte: 20.816.800 Tonnen, ein Zehntel weniger als 2025

Der Ertrag je Hektar liegt fast genau dort, wo er zu Beginn der Reihe lag. Gesunken ist etwas anderes.

Frankfurt am Main, 2. September 2026

Gezählt wird die geerntete Menge Weizen in Deutschland, dazu der Ertrag je Hektar aus derselben Erhebung. Die Anbaufläche führt diese Reihe nicht mit. Sie beginnt im Jahr 2010.

In Deutschland wurden 2026 insgesamt 20.816.800 Tonnen Weizen geerntet, 10,1 Prozent weniger als im Vorjahr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41241-0005).

Den höchsten Stand erreichte die Reihe 2014, mit dem höchsten Ertrag je Hektar im selben Jahr. Den tiefsten Punkt der Erntemenge brachte 2024 mit 18.526.700 Tonnen. Der Jahrgang 2026 liegt zwischen beiden.

Der Boden gibt nicht weniger her

Über die ganze Reihe gerechnet ist die Erntemenge um 12,5 Prozent gefallen. Der Ertrag je Hektar hat sich in derselben Zeit um 0,1 Prozent verändert, also praktisch nicht. Wenn die Menge sinkt und der Ertrag je Fläche gleich bleibt, ist weniger Fläche bestellt worden. Die Anbaufläche steht nicht in dieser Tabelle, und sie ist trotzdem der einzige Ort, an dem der Unterschied stecken kann.

Ein Jahrgang schwankt, erst die Reihe trägt einen Befund

Zwischen 2024 und 2025 stieg die Erntemenge um 25 Prozent, ein Jahr später fällt sie wieder. Solche Ausschläge passen zu Regen, Frost und Hitze zur falschen Zeit; Witterungsdaten führen diese Reihen nicht. Wer aus einem einzelnen Jahrgang auf die Lage der Landwirtschaft schließt, misst womöglich nur das Wetter.

Weniger Weizen bei fallenden Erzeugerpreisen

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Juli 2026 um 13,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Eine kleinere Ernte bei fallenden Preisen drückt die Einnahmen der Betriebe von zwei Seiten. Dass der Preis trotz geringerer Menge fällt, spricht dafür, dass er auf dem Weltmarkt entsteht und nicht auf deutschen Feldern; belegen lässt sich das mit diesen Reihen nicht.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

0 10 Mio. 20 Mio. 30 Mio. 2010: 23.782.955 Tonnen 2011: 22.782.700 Tonnen 2012: 22.409.300 Tonnen 2013: 25.019.100 Tonnen 2014: 27.784.700 Tonnen27.784.700 2015: 26.549.500 Tonnen 2016: 24.463.800 Tonnen 2017: 24.481.600 Tonnen 2018: 20.263.500 Tonnen 2019: 23.062.600 Tonnen 2020: 22.172.100 Tonnen 2021: 21.459.200 Tonnen 2022: 22.587.300 Tonnen 2023: 21.535.900 Tonnen 2024: 18.526.700 Tonnen 2025: 23.152.000 Tonnen 2026: 20.816.800 Tonnen20.816.800 2010 2015 2020 2025 2026 Statistisches Bundesamt, Tabelle 41241-0005 © statistik-de.de
Wie groß fällt die deutsche Weizenernte aus? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41241-0005.

Material zu dieser Mitteilung

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Häufige Fragen

Wann war die Weizenernte in Deutschland am größten?

2014, mit 27.784.700 Tonnen und 86,3 Dezitonnen je Hektar.

Wann fiel die Weizenernte am schwächsten aus?

2024, mit 18.526.700 Tonnen.

Ist der Boden weniger ertragreich geworden?

Nein. Der Ertrag je Hektar hat sich seit 2010 um 0,1 Prozent verändert.

Wo diese Zahlen ihre Grenze haben

  • Die Reihe beginnt 2010. Über die Zeit davor lässt sie keine Aussage zu.
  • Erntemengen schwanken mit der Witterung. Ein Vergleich zweier Jahre sagt über den Zustand der Landwirtschaft wenig; erst mehrere Jahre nebeneinander tun das.
  • Am 01.10.2026 berichtigt: Das Statistische Bundesamt hat die Weizenernte 2026 revidiert, von 20.817.200 auf 20.816.800 Tonnen; der Text nennt den neuen Wert.
Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 41241-0005, 61211-0003, Datenstand 09.09.2026 / 11:49:02. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.