Pressemitteilung
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Geburten monatlich: 59.237 Kinder im Juli 2026
In keinem Juli seit Beginn der Reihe kamen in Deutschland so wenige Kinder zur Welt, und auch die ersten sieben Monate liegen unter dem Vorjahr.
Frankfurt am Main, 12. Oktober 2026
Das Statistische Bundesamt zählt jeden Monat die lebend geborenen Kinder, so wie die Standesämter sie beurkunden. Die Werte für 2026 sind vorläufig: Mit jeder Lieferung meldet das Amt Geburten nach und berichtigt die Vormonate.
In Deutschland wurden im Juli 2026 nach vorläufigen Zahlen 59.237 Kinder lebend geboren, so wenige wie in keinem Juli seit Beginn der Monatsreihe 1990 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12612-0002).
Im Juli kamen 1.864 Kinder weniger zur Welt als im Juli 2025, ein Rückgang um 3,1 Prozent. Damit lag der Juli im fünften Jahr nacheinander unter dem des Vorjahres. Von Januar bis Juli zählt das Amt 5.232 Geburten weniger als in denselben Monaten 2025, ein Minus von 1,4 Prozent. Dass der Juli mehr Kinder hat als der Juni, ist dagegen keine Nachricht: In keinem Jahr der Reihe lag er darunter.
Auch der Juni ist auf den niedrigsten Stand der Reihe berichtigt
Mit den Juli-Zahlen hat das Amt den Juni auf 53.967 Geburten berichtigt, den niedrigsten Juni der Reihe. Im ersten Juli der Monatsreihe, 1990, wurden 81.098 Kinder lebend geboren, 21.861 mehr als im Juli 2026. Das ganze Jahr 2025 endete mit 654.241 Geburten auf dem tiefsten Stand der Jahresreihe, mit dem vierten Rückgang in Folge.
Kitas haben drei Jahre Vorlauf, Grundschulen sechs
Kita-Plätze und Klassen werden nach Jahrgängen geplant, und hier werden die Jahrgänge gezählt, lange bevor sie ankommen. Auf den Arbeitsmarkt treten die Kinder dieses Sommers erst in den 2040er-Jahren. Mit den 43,5 Millionen Erwerbspersonen, die das Amt für Juli 2026 zählt, 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, hat dieser Jahrgang noch nichts zu tun. Ob die Jahrgänge so schmal bleiben, entscheidet auch die Zuwanderung, die diese Reihe nicht erfasst. Wie sich die Geburten auf die Länder verteilen, steht im Dossier zu den Geburten.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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