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Reallohnindex monatlich Juli 2026: plus 1,6 Prozent

Die Kaufkraft der Löhne steigt im Jahresvergleich weiter, doch der Zuwachs fällt im Vergleich der Julimonate zum zweiten Mal in Folge geringer aus.

Frankfurt am Main, 8. September 2026

Der Reallohnindex monatlich setzt die Nominallöhne der Beschäftigten in Deutschland ins Verhältnis zu den Verbraucherpreisen und zeigt, wie sich die Kaufkraft der Löhne im Vergleich zum Vorjahresmonat entwickelt.

Reallohnindex monatlich in Deutschland im Juli 2026: 1,6 Prozent über dem Vorjahresmonat, ein kleinerer Zuwachs als im Juli 2025 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 62361-0001).

Der Reallohnindex monatlich liegt im Juli 2026 über dem Vorjahresmonat, der Jahreszuwachs ist im Vergleich der Julimonate zum zweiten Mal in Folge kleiner geworden. Der Index selbst steht bei 99,6 Punkten.

Der Zuwachs schwächt sich ab: Die Jahresveränderung liegt 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert, nach 0,6 Prozentpunkten im Jahr zuvor.

Der Juli 2026 bleibt weit unter dem Höchststand

Den höchsten Wert der ganzen Reihe erreichte der Reallohnindex monatlich im März 2024 mit 5 Prozent, 3,4 Prozentpunkte über dem Stand vom Juli 2026. Im Juli 2023, dem ersten Juli mit einem Vorjahresvergleich, lag die Jahresveränderung bei 0,7 Prozent. Im Juli 2025 waren es noch 2,4 Prozent, im Juni 2026 dann 1,5 Prozent; der Juli 2026 liegt 0,1 Prozentpunkte darüber.

Nominallöhne steigen, Kaufkraft wächst langsamer

Der Nominallohnindex lag im Juli 2026 bei 102,6 Punkten, ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit bewegen sich beide Reihen gegenläufig: Die Jahresveränderung beim Reallohn fällt geringer aus als ein Jahr zuvor, während der Nominallohnindex stärker zulegt. Die Zahlen stehen nebeneinander, ohne dass sich daraus eine Ursache ablesen lässt.

Auch im langen Rückblick wächst die Kaufkraft

Neben der Monatsreihe führt die Statistik auch eine eigene Jahresreihe zu den Reallöhnen in Deutschland. Seit ihrem Beginn 2007 ist die Kaufkraft der Löhne darin gestiegen, mit einem deutlichen Rückgang im Jahr 2022. Die Wirtschaft daneben: Im Juli 2026 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,7 Prozent niedriger als im Juli 2025, der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 13,2 Prozent höher.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

80 90 100 110 120 130 99,6 Januar 2022: 91,5 Indexpunkte (2025=100) Februar 2022: 92,6 Indexpunkte (2025=100) März 2022: 96,4 Indexpunkte (2025=100) April 2022: 96,7 Indexpunkte (2025=100) Mai 2022: 95,4 Indexpunkte (2025=100) Juni 2022: 96 Indexpunkte (2025=100) Juli 2022: 92,3 Indexpunkte (2025=100) August 2022: 89,2 Indexpunkte (2025=100) September 2022: 88 Indexpunkte (2025=100) Oktober 2022: 88 Indexpunkte (2025=100) November 2022: 117,2 Indexpunkte (2025=100) Dezember 2022: 96,7 Indexpunkte (2025=100) Januar 2023: 91,2 Indexpunkte (2025=100) Februar 2023: 89,2 Indexpunkte (2025=100) März 2023: 92,7 Indexpunkte (2025=100) April 2023: 96,1 Indexpunkte (2025=100) Mai 2023: 94,7 Indexpunkte (2025=100) Juni 2023: 97,9 Indexpunkte (2025=100) Juli 2023: 92,9 Indexpunkte (2025=100) August 2023: 89,1 Indexpunkte (2025=100) September 2023: 89,3 Indexpunkte (2025=100) Oktober 2023: 89,9 Indexpunkte (2025=100) November 2023: 121,1 Indexpunkte (2025=100) Dezember 2023: 97,2 Indexpunkte (2025=100) Januar 2024: 93,4 Indexpunkte (2025=100) Februar 2024: 93 Indexpunkte (2025=100) März 2024: 97,3 Indexpunkte (2025=100) April 2024: 100,6 Indexpunkte (2025=100) Mai 2024: 98,9 Indexpunkte (2025=100) Juni 2024: 98,3 Indexpunkte (2025=100) Juli 2024: 95,7 Indexpunkte (2025=100) August 2024: 91,8 Indexpunkte (2025=100) September 2024: 92,4 Indexpunkte (2025=100) Oktober 2024: 92,7 Indexpunkte (2025=100) November 2024: 124,7 Indexpunkte (2025=100) Dezember 2024: 98,7 Indexpunkte (2025=100) Januar 2025: 94,4 Indexpunkte (2025=100) Februar 2025: 94,4 Indexpunkte (2025=100) März 2025: 98,3 Indexpunkte (2025=100) April 2025: 102,2 Indexpunkte (2025=100) Mai 2025: 100,6 Indexpunkte (2025=100) Juni 2025: 101,3 Indexpunkte (2025=100) Juli 2025: 98 Indexpunkte (2025=100) August 2025: 93,7 Indexpunkte (2025=100) September 2025: 95,1 Indexpunkte (2025=100) Oktober 2025: 94,7 Indexpunkte (2025=100) November 2025: 126,4 Indexpunkte (2025=100) Dezember 2025: 100,7 Indexpunkte (2025=100) Januar 2026: 96,2 Indexpunkte (2025=100) Februar 2026: 96 Indexpunkte (2025=100) März 2026: 100,1 Indexpunkte (2025=100) April 2026: 103,8 Indexpunkte (2025=100) Mai 2026: 101,4 Indexpunkte (2025=100) Juni 2026: 102,8 Indexpunkte (2025=100) Juli 2026: 99,6 Indexpunkte (2025=100) Januar 2022 Januar 2023 Januar 2024 Januar 2025 Juli 2026 Statistisches Bundesamt, Tabelle 62361-0001 © statistik-de.de
Wie entwickelt sich die Kaufkraft der Löhne Monat für Monat? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 62361-0001.

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Häufige Fragen

Was misst der Reallohnindex monatlich?

Der Index setzt die Nominallöhne der Beschäftigten in Deutschland ins Verhältnis zu den Verbraucherpreisen und zeigt, ob sich die Kaufkraft der Löhne im Vergleich zum Vorjahresmonat verbessert oder verschlechtert.

Warum vergleicht die Statistik mit dem Vorjahresmonat?

Monatswerte schwanken durch Sonderzahlungen und durch die Preisentwicklung. Der Vergleich mit demselben Monat im Vorjahr gleicht diese Schwankungen aus.

Wie unterscheidet sich der Reallohnindex vom Nominallohnindex?

Der Nominallohnindex bildet die Verdienste ohne Berücksichtigung der Preise ab. Reallohn- und Nominallohnindex können sich deshalb gegenläufig entwickeln, wenn Löhne und Preise unterschiedlich schnell steigen.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 62361-0001, 42153-0001, 42151-0004, Datenstand 17.09.2026 / 09:45:48. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.