statistik-de.de Amtliche Zahlen, unabhängig aufbereitet
Pressemitteilung Frei verwendbar

Schweinefleisch: 4.242.335 Tonnen, und so schwere Tiere wie nie

Die Schlachtmenge steigt nach Jahren des Rückgangs wieder. Das Gewicht je Tier steigt seit Jahrzehnten langsam.

Frankfurt am Main, 7. August 2026

Gezählt wird, was in deutschen Schlachtbetrieben an Schweinefleisch aus gewerblichen Schlachtungen anfällt; bis 2023 mit Tieren ausländischer Herkunft, ab 2024 nur mit inländischen. Dieselbe Erhebung führt die Zahl der Tiere, und aus beiden Größen ergibt sich das Gewicht je Tier.

In Deutschland wurden 2025 insgesamt 4.242.335 Tonnen Schweinefleisch geschlachtet, 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001).

2011 erreichte die Schlachtmenge mit 5.598.541 Tonnen ihren höchsten Wert. Danach ging es lange abwärts, bis 2024. Über die ganze Reihe gerechnet, von 1993 an, steht trotzdem ein Plus von 17,2 Prozent: Die Reihe begann tiefer, als sie heute steht. Weil bis 2023 auch Tiere ausländischer Herkunft mitgezählt sind, vergleicht diese Rechnung allerdings zwei Abgrenzungen.

Das Gewicht je Tier folgt einer eigenen Kurve

Geschlachtet wurden 44.016.159 Tiere, 1,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Das durchschnittliche Schlachtgewicht lag damit bei 96,4 Kilogramm. Das ist der höchste Wert der Reihe; 1993 waren es 91,0 Kilogramm. Bis 2023 zählen dafür die Tiere ausländischer Herkunft mit, deren Fleisch in der Schlachtmenge steckt.

Schwerer als je zuvor

Ein Schwein wiegt heute gut fünf Kilogramm mehr als 1993. Warum, sagen diese Zahlen nicht. Rasse, Haltungsdauer und Marktanforderungen wirken auf dieses Gewicht, und keine dieser Größen steht in derselben Tabelle. Die Reihe zeigt ein Ergebnis, keine Ursache.

Mehr Fleisch bei fallenden Erzeugerpreisen

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Dezember 2025 um 8,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat, während die Inflationsrate 2025 bei 2,2 Prozent lag. Die größere Schlachtmenge fällt mit sinkenden Erzeugerpreisen zusammen, wobei dieser Index alle landwirtschaftlichen Produkte umfasst und keinen eigenen Schweinepreis nennt. Ob der Handel die niedrigeren Preise an die Kundschaft weitergibt, zeigen diese Reihen nicht.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

0 2 Mio. 4 Mio. 6 Mio. 1993: 3.620.123 Tonnen 1994: 3.540.409 Tonnen 1995: 3.504.406 Tonnen 1996: 3.547.446 Tonnen 1997: 3.481.061 Tonnen 1998: 3.752.499 Tonnen 1999: 4.033.441 Tonnen 2000: 3.923.453 Tonnen 2001: 4.017.158 Tonnen 2002: 4.058.345 Tonnen 2003: 4.194.470 Tonnen 2004: 4.268.479 Tonnen 2005: 4.465.183 Tonnen 2006: 4.629.997 Tonnen 2007: 4.955.436 Tonnen 2008: 5.095.118 Tonnen 2009: 5.241.355 Tonnen 2010: 5.468.427 Tonnen 2011: 5.598.541 Tonnen5.598.541 2012: 5.459.551 Tonnen 2013: 5.494.164 Tonnen 2014: 5.516.302 Tonnen 2015: 5.566.324 Tonnen 2016: 5.581.376 Tonnen 2017: 5.498.186 Tonnen 2018: 5.363.266 Tonnen 2019: 5.227.588 Tonnen 2020: 5.111.502 Tonnen 2021: 4.965.454 Tonnen 2022: 4.486.356 Tonnen 2023: 4.204.751 Tonnen 2024: 4.149.769 Tonnen 2025: 4.242.335 Tonnen4.242.335 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001 © statistik-de.de
Wie viel Schweinefleisch wird in Deutschland erzeugt? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001.

Material zu dieser Mitteilung

Frei verwendbar, auch gewerblich, bei Nennung der Quelle. Die Quellenangabe steht im Bild.

Häufige Fragen

Wann war die Schlachtmenge von Schweinen am höchsten?

2011, mit 5.598.541 Tonnen.

Wie viele Schweine wurden 2025 in Deutschland geschlachtet?

44.016.159 Tiere. Den Höchstwert dieser Reihe brachte 2015 mit 55.050.735.

Wie schwer ist ein geschlachtetes Schwein im Durchschnitt?

96,4 Kilogramm im Jahr 2025, so viel wie in keinem Jahr seit Beginn der Reihe 1993.

Wo diese Zahlen ihre Grenze haben

  • Das durchschnittliche Schlachtgewicht ist nicht erhoben, sondern gerechnet: Schlachtmenge geteilt durch die Zahl der Tiere.
  • Gezählt sind gewerbliche Schlachtungen von Tieren inländischer Herkunft; bis einschließlich 2023 schließt die Schlachtmenge Tiere ausländischer Herkunft ein. Werte vor und nach 2024 sind deshalb nur eingeschränkt vergleichbar.
  • Die Reihe beginnt 1993. Über die Zeit davor lässt sie keine Aussage zu.
  • Am 04.10.2026 berichtigt: Das Schlachtgewicht bis 2023 war zu hoch gerechnet, weil die Schlachtmenge die Tiere ausländischer Herkunft einschließt, die Stückzahl aber nicht; der Text nennt die berichtigten Werte.
Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 41331-0001, 61211-0003, 61111-0001, Datenstand 09.09.2026 / 11:48:16. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.