Pressemitteilung
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Schulabgänger ohne Abschluss 2024/25: 64.935, Höchststand der Reihe
Mehr Jugendliche verlassen die Schule ohne Ersten Schulabschluss, während Betriebe so wenige Ausbildungsverträge schließen wie nie seit Beginn ihrer Reihe.
Frankfurt am Main, 30. September 2026
Gezählt werden Jugendliche, die eine allgemeinbildende Schule verlassen, ohne mindestens den Ersten Schulabschluss erreicht zu haben, den früheren Hauptschulabschluss. Die Reihe beginnt mit dem Schuljahr 2010/11; abgegangen wird am Ende des Schuljahres, 2024/25 meint den Sommer 2025.
Im Schuljahr 2024/25 verließen in Deutschland 64.935 Jugendliche eine allgemeinbildende Schule ohne Ersten Schulabschluss, so viele wie in keinem Jahr seit Beginn der Reihe 2010/11 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21111-0004).
Gegenüber dem Schuljahr 2023/24 stieg die Zahl um 2.899 oder 4,7 Prozent. Insgesamt verließen weniger junge Menschen die allgemeinbildenden Schulen: 768.950 Absolventen und Abgänger, 29.564 weniger als ein Jahr zuvor, vor allem weil Bayern mit der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium im Sommer 2025 kaum Abiturienten hatte. Größere Abschlussjahrgänge erklären den Anstieg also nicht.
Seit 2019/20 wächst die Gruppe ohne Abschluss jedes Jahr
Im ersten Schuljahr der Reihe, 2010/11, gingen 49.560 Jugendliche ohne Abschluss ab. Bis 2019/20 sank die Zahl auf 45.072, den tiefsten Wert der Reihe. Seitdem kamen 19.863 hinzu, fünf Anstiege in Folge, der größte 2023/24 mit 6.328. Der Wert für 2024/25 liegt 31 Prozent über dem von 2010/11.
Dem Arbeitsmarkt fehlt der Nachwuchs an zwei Stellen
Hinter dem Schultor wird es enger. 2025 schlossen Betriebe und Auszubildende 461.919 neue Ausbildungsverträge, 13.140 weniger als 2024 und der niedrigste Wert seit Beginn der Reihe 2008. Die Zahl der Erwerbspersonen, also aller, die arbeiten oder Arbeit suchen, lag im August 2026 bei 43,65 Millionen, unter ihrem Höchststand von 44,83 Millionen im Januar 2025.
Für eine Volkswirtschaft, deren Erwerbspersonen weniger werden, wiegt jeder Jahrgang ohne Abschluss schwerer: als Fachkraft, die später fehlt, und als Erwerbsleben, das mit einem schlechteren Start beginnt. Ob die Jugendlichen ohne Abschluss dieselben sind, die keinen Ausbildungsvertrag bekommen, zeigen diese Reihen nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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