Pressemitteilung
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Tarifverdienste wachsen nur noch um 2,1 Prozent
Der Anstieg der Tarifverdienste schwächt sich gegenüber dem Vorjahr zum dritten Mal in Folge ab, jeweils im Vergleich zum zweiten Quartal der Vorjahre, nach einem kräftigeren Plus vor einem Jahr.
Frankfurt am Main, 27. August 2026
Der Index der Tarifverdienste erfasst die vereinbarten Monatsentgelte einschließlich tariflicher Sonderzahlungen über alle Branchen mit Tarifbindung, verglichen mit demselben Quartal des Vorjahres, für das zweite Quartal 2026.
Tarifverdienste in Deutschland im 2. Quartal 2026: 2,1 Prozent, niedriger als im 2. Quartal 2025 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 62221-0002).
Die Tarifverdienste in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 weiter gestiegen, allerdings langsamer als ein Jahr zuvor. Der Index erreichte einen Stand von 116,6 Punkten, bei einem Basisjahr 2020 gleich 100. Grundlage ist die vierteljährliche Erhebung des Statistischen Bundesamts, die die vereinbarten Verdienste über alle tarifgebundenen Branchen zusammenführt.
Die Zahlen für das zweite Quartal 2026 reihen sich in eine Entwicklung ein, die sich seit einem Jahr spürbar verlangsamt.
Der dritte Rückgang in Folge
Gegenüber dem zweiten Quartal 2025, als die Tarifverdienste noch um 3,3 Prozent zulegten, hat sich der Anstieg abgeschwächt. Das ist der dritte Rückgang der Jahresrate in Folge, verglichen jeweils mit dem zweiten Quartal der Vorjahre. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 hat sich das Tempo dagegen leicht beschleunigt. Niedriger lag der Wert in einem zweiten Quartal zuletzt 2022, mit 1,2 Prozent.
Produktion und Aufträge wuchsen im Juni deutlich stärker
Daneben steht die konjunkturelle Lage: Die Produktion im Produzierenden Gewerbe lag im Juni 2026 um 6,9 Prozent höher als im Juni 2025, der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 13,8 Prozent. Die Verbraucherpreise zogen im selben Monat um 2,3 Prozent an. Diese Reihen erklären die Tarifentwicklung nicht, sie laufen eigenständig neben ihr und zeigen vor allem, dass Produktion und Aufträge im Juni kräftig zulegten. Die lange Reihe steht im Dossier Tarifverdienste.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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