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Löhne im Juli 2026: 4,5 Prozent über dem Vorjahresmonat

Preisbereinigt bleibt vom Zuwachs deutlich weniger übrig, und der Abstand zwischen beiden Zahlen ist die Teuerung.

Frankfurt am Main, 8. September 2026

Gemessen wird der Bruttoverdienst aller Beschäftigten in Deutschland, Sonderzahlungen eingeschlossen. Der jüngste Wert gilt für den Juli 2026 und wird mit demselben Monat des Vorjahres verglichen, nicht mit dem Monat davor.

Die Nominallöhne in Deutschland lagen im Juli 2026 um 4,5 Prozent über dem Vorjahresmonat; preisbereinigt betrug das Plus 1,6 Prozent (Statistisches Bundesamt, Tabelle 62361-0001).

Real, also nach Abzug der Preissteigerung, blieb davon ein Plus von 1,6 Prozent. Für die Beschäftigten ist das die Zahl, die zählt: Sie sagt, was von der höheren Abrechnung im Einkauf ankommt.

Ein Sommermonat sagt weniger als der November

Der Index schwankt im Jahreslauf stark, weil Weihnachtsgeld und andere Sonderzahlungen in einzelne Monate fallen. Im November 2025 stand er bei 127,2 Punkten, dem höchsten Wert der ganzen Reihe, im Juli 2026 bei 102,6. Wer zwei benachbarte Monate vergleicht, misst deshalb vor allem den Kalender. Der Vergleich mit demselben Monat des Vorjahres umgeht das.

Vier Jahre Lohnplus, und ein kleiner Rest davon real

Seit dem Juli 2022 sind die Nominallöhne um 22,9 Prozent gestiegen. Preisbereinigt bleiben davon 7,9 Prozent. In dieser Spanne steckt der Preisschub der Jahre 2022 und 2023, den die Löhne erst nachträglich eingeholt haben. Die Tabelle zeigt, wie weit, sie sagt aber nicht, welche Branchen den Zuwachs tragen.

Der Vergleich mit 2007 zeigt den langen Weg

Neben dem Monatsindex führt das Amt auch eine Jahresreihe der Nominallöhne. Sie stand 2025 bei 100 Indexpunkten, zu ihrem Beginn im Jahr 2007 bei 61,7 Punkten. Der Index ist seit damals um mehr als drei Fünftel gestiegen, über einen Zeitraum, der zwei Wirtschaftskrisen und mehrere Jahre mit hoher Inflation einschließt. Die Wirtschaft daneben lief im Juli 2026 auseinander: Die Produktion im Produzierenden Gewerbe lag um 1,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 13,2 Prozent höher. Gezahlt wird mehr, gefertigt weniger.

Verantwortlich für diese Mitteilung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

70 80 90 100 110 120 130 102,6 Januar 2022: 79 Indexpunkte (2025=100) Februar 2022: 80,5 Indexpunkte (2025=100) März 2022: 85,5 Indexpunkte (2025=100) April 2022: 86,3 Indexpunkte (2025=100) Mai 2022: 85,9 Indexpunkte (2025=100) Juni 2022: 86,5 Indexpunkte (2025=100) Juli 2022: 83,5 Indexpunkte (2025=100) August 2022: 81 Indexpunkte (2025=100) September 2022: 81,4 Indexpunkte (2025=100) Oktober 2022: 81,9 Indexpunkte (2025=100) November 2022: 109,3 Indexpunkte (2025=100) Dezember 2022: 89,8 Indexpunkte (2025=100) Januar 2023: 85,5 Indexpunkte (2025=100) Februar 2023: 84,3 Indexpunkte (2025=100) März 2023: 88,3 Indexpunkte (2025=100) April 2023: 91,9 Indexpunkte (2025=100) Mai 2023: 90,5 Indexpunkte (2025=100) Juni 2023: 93,8 Indexpunkte (2025=100) Juli 2023: 89,2 Indexpunkte (2025=100) August 2023: 85,9 Indexpunkte (2025=100) September 2023: 86,3 Indexpunkte (2025=100) Oktober 2023: 86,9 Indexpunkte (2025=100) November 2023: 116,5 Indexpunkte (2025=100) Dezember 2023: 93,6 Indexpunkte (2025=100) Januar 2024: 90,1 Indexpunkte (2025=100) Februar 2024: 90,1 Indexpunkte (2025=100) März 2024: 94,7 Indexpunkte (2025=100) April 2024: 98,4 Indexpunkte (2025=100) Mai 2024: 96,8 Indexpunkte (2025=100) Juni 2024: 96,3 Indexpunkte (2025=100) Juli 2024: 94,1 Indexpunkte (2025=100) August 2024: 90,1 Indexpunkte (2025=100) September 2024: 90,7 Indexpunkte (2025=100) Oktober 2024: 91,4 Indexpunkte (2025=100) November 2024: 122,7 Indexpunkte (2025=100) Dezember 2024: 97,6 Indexpunkte (2025=100) Januar 2025: 93,2 Indexpunkte (2025=100) Februar 2025: 93,5 Indexpunkte (2025=100) März 2025: 97,7 Indexpunkte (2025=100) April 2025: 102 Indexpunkte (2025=100) Mai 2025: 100,5 Indexpunkte (2025=100) Juni 2025: 101,2 Indexpunkte (2025=100) Juli 2025: 98,2 Indexpunkte (2025=100) August 2025: 94 Indexpunkte (2025=100) September 2025: 95,6 Indexpunkte (2025=100) Oktober 2025: 95,6 Indexpunkte (2025=100) November 2025: 127,2 Indexpunkte (2025=100) Dezember 2025: 101,4 Indexpunkte (2025=100) Januar 2026: 96,9 Indexpunkte (2025=100) Februar 2026: 96,9 Indexpunkte (2025=100) März 2026: 102,2 Indexpunkte (2025=100) April 2026: 106,6 Indexpunkte (2025=100) Mai 2026: 104 Indexpunkte (2025=100) Juni 2026: 105,1 Indexpunkte (2025=100) Juli 2026: 102,6 Indexpunkte (2025=100) Januar 2022 Januar 2023 Januar 2024 Januar 2025 Juli 2026 Statistisches Bundesamt, Tabelle 62361-0001 © statistik-de.de
Wie entwickeln sich die Löhne Monat für Monat? Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 62361-0020.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Nominallohn und Reallohn?

Der Nominallohn ist der Betrag auf der Abrechnung. Der Reallohn zieht die Verbraucherpreise ab und sagt, wie viel Kaufkraft davon bleibt. Im Juli 2026 stand der Reallohnindex bei 99,6 Punkten.

Warum schwankt der Lohnindex von Monat zu Monat so stark?

Weil Sonderzahlungen mitgezählt werden. Sie fallen in einzelne Monate, vor allem im November und im Dezember, und heben den Index dort weit über das übrige Jahr.

Gilt die Zahl für alle Beschäftigten?

Sie gilt für die Bruttoverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer insgesamt. Was einzelne Branchen oder Berufe verdienen, steht in anderen Tabellen der Verdiensterhebung.

Quelle und Zitiervorschlag Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabellen 62361-0020, 62361-0031, 62361-0001, 62361-0046, 42153-0001, 42151-0004, Datenstand 09.09.2026 / 11:47:35. Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Text dieser Mitteilung darf gekürzt, umgestellt und umgeschrieben werden. Eine Rückfrage ist nicht nötig. Bleibt die Zahl im Text, gehört die Tabellennummer dazu.