Dienstleistungspreise 2025: Fracht an Land deutlich teurer als 2021, auf See und in der Luft billiger
Einordnung
Dienstleistungen zwischen Unternehmen sind seit 2021 langsamer teurer geworden als das Leben der Verbraucher, und der Durchschnitt verdeckt, wo es wehtut: bei allem, was niedrige Löhne und Diesel enthält. Fracht über Land, Gebäudebetreuung und Bewachung kosten knapp ein Fünftel bis gut ein Drittel mehr, während sich die Übertreibungen der Pandemie bei See- und Luftfracht zurückgebildet haben. Für die Inflation von morgen ist das die leisere, aber zähere Hälfte: Löhne fallen selten.
Den ersten Entwurf schreibt ein Sprachmodell; Code prüft jede Zahl gegen die amtlichen Daten. KI-Transparenz
Der Erzeugerpreisindex für Dienstleistungen stand in Deutschland 2025 bei 111,5 Punkten, gemessen am Basisjahr 2021 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61311-0001, Stand 04.11.2026).
✓ Geprüft am 5.11.2026, ohne BeanstandungStatistisches Bundesamt, Erzeugerpreisindizes für Dienstleistungen (61311)·Datenstand 04.11.2026 / 08:54:07
Prüfvermerk zu diesem Dossier
Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus acht
Tabellen unter
Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.
111,5Index (2021 = 100), Erzeugerpreise für Dienstleistungen 2025▲ +2,2 % zu 2024
109,1Vorheriger Höchststand 2024
5Werte in der Reihe, ab 2021
Frei zu lesenEinordnung, Leitgrafik und der erste Abschnitt.
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Freier Teil
Eine Rechnung vom Spediteur, vom Steuerberater, von der Reinigungsfirma: Was Unternehmen einander für Dienstleistungen berechnen, landet am Ende in den Preisen, die Verbraucher zahlen, nur sieht man es dort nicht mehr. Der Erzeugerpreisindex für Dienstleistungen misst diese Rechnungen. 2025 lag er 2,2 Prozent über dem Vorjahr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61311-0001, Stand 20.09.2026).
Das klingt nach wenig. Seit 2021 sind die Verbraucherpreise deutlich stärker gestiegen als die Preise der Dienstleister, und verglichen mit den Erzeugerpreisen gewerblicher Produkte verlief die Kurve geradezu ruhig: 105,3 Punkte im Jahr 2022, 106,4 im Jahr darauf, 109,1 im Jahr 2024, jeweils gemessen an 2021 gleich 100. Die Ruhe täuscht. Sie ist der Durchschnitt aus Branchen, deren Preise um ein Drittel gestiegen sind, und solchen, in denen sie um ein Viertel fielen.
Die Ruhe täuscht.
Den Durchschnitt aller Dienstleistungen seit 2021 zeigt die Grafik darunter, Quartal für Quartal steht er in diesem Dossier. Das Dossier zerlegt ihn: sechs Wirtschaftsabschnitte, 24 Branchen von der Gebäudebetreuung bis zur Telekommunikation, und die vier Wege, auf denen Fracht befördert wird. Einzelne Branchen reichen bis 2015 zurück, die Seefracht bis 2006.
Erzeugerpreise für Dienstleistungen in Deutschland, 2021 bis 2025Index (2021 = 100) je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61311-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Dienstleistungspreise je Quartal: zehnmal in Folge über dem Vorjahr, zuletzt mit Schub
115,3 Punkte erreichte der Index im zweiten Quartal 2026, den höchsten Stand seit 2021 und 3,7 Prozent über dem Vorjahresquartal (Tabelle 61311-0002). Zehn Quartale in Folge lag er über dem Vorjahr, und zuletzt wurde der Abstand größer: Im ersten Quartal 2026 waren es noch 2,4 Prozent. Vom ersten aufs zweite Quartal stieg er um 1,6 Prozent.
Das zweite Quartal ist das erste volle nach dem Beginn des Iran-Kriegs im März. Diesel kostete im März 29,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (Destatis, Mai 2026), und wo Fracht und Fahrzeuge im Preis stecken, dürfte das in den Rechnungen ankommen; wie schnell, zeigt der Quartalsindex nicht. Die andere Hälfte der Kosten sind Löhne. Die Bundesbank erwartet für 2026 einen Anstieg der tatsächlich gezahlten Verdienste um 3,5 Prozent (Monatsbericht Juni 2026), und anders als Diesel werden Löhne selten wieder billiger: Der Nominallohnindex sank seit 2015 nur im Pandemiejahr 2020. Welcher Teil des Schubs auf welche Kosten zurückgeht, trennt der Index nicht.
Ende des freien Teils
Im vollständigen DossierGrafik: Dienstleistungspreise, je QuartalDazu kommen sechs weitere Abschnitte.
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Das vollständige Dossier geht Branche für Branche durch: welche Wirtschaftsabschnitte führen, was Reisebüros und Gebäudebetreuung kosten, und wie sich die Fracht auf der Straße, auf See und in der Luft verteuert oder verbilligt hat.
6weitere Abschnitte mit Einordnung
7weitere Grafiken
8Datentabellen als CSV
1PDF des ganzen Dossiers
Was Sie darin lesen
Grafik zum ersten AbschnittGrafik: Dienstleistungspreise, je Quartal
Dienstleistungspreise nach Wirtschaftsabschnitten: Das Gastgewerbe führtGrafik: Dienstleistungspreise nach Wirtschaftsabschnitten 2025
Reisebüros und Gebäudebetreuung: knapp ein Drittel teurer als 2021Grafik: Dienstleistungspreise nach Branchen 2025
Frachtpreise: an Land rund 30 Prozent teurer, auf See 28 Prozent billigerGrafik: Frachtpreise nach Verkehrsweg 2025
Lkw-Fracht: sechs Jahre langsamer Anstieg, dann der Sprung von 2022Grafik: Preisindex der Güterbeförderung im Straßenverkehr, 2015 bis 2025
Seefracht: der Containerschock in einer KurveGrafik: Preisindex der See- und Küstenschifffahrt, 2006 bis 2025
Luftfracht: teurer als vor der Pandemie, billiger als in ihrGrafik: Preisindex der Luftfracht, 2015 bis 2025
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Was misst der Erzeugerpreisindex für Dienstleistungen?
Die Preise, die Unternehmen anderen Unternehmen für Dienstleistungen berechnen, etwa für Fracht, Beratung, Reinigung oder Zeitarbeit, ohne Mehrwertsteuer. Verbraucherpreise misst er nicht. Basisjahr ist 2021, der Index zeigt also die Veränderung seit 2021, nicht die Höhe eines Preises (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61311-0001).
Welche Dienstleistungen sind seit 2021 am stärksten teurer geworden?
Unter den ausgewiesenen Branchen die Reisebüros und Reiseveranstalter sowie die Gebäudebetreuung mit Garten- und Landschaftsbau. Billiger geworden sind Schifffahrt und Telekommunikation. Die Indexstände aller Branchen stehen im Dossier.
Warum ist Seefracht heute billiger als 2021?
Weil der Index der Seefracht 2021 um drei Viertel über dem Vorjahr lag und 2022 noch einmal stieg. Gemessen wird der Abstand zu diesem Ausnahmejahr. Verglichen mit den Jahren vor 2021 liegt Seefracht 2025 höher als in jedem Jahr außer 2014.