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Arbeitskosten 2024: Die Stunde in der Luftfahrt kostet mehr als dreimal so viel wie in der Gastronomie

Einordnung

Was eine Arbeitsstunde kostet, hängt weniger am Land als an der Branche: Hamburg liegt je Stunde 13,01 Euro über Mecklenburg-Vorpommern, in der Luftfahrt kostet die Stunde mehr als das Dreifache der Stunde in der Gastronomie. Im Durchschnitt aller Branchen ist die Stunde seit 2008 mit jeder Erhebung teurer geworden.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Den ersten Entwurf schreibt ein Sprachmodell; Code prüft jede Zahl gegen die amtlichen Daten. KI-Transparenz

Eine geleistete Arbeitsstunde kostete die Arbeitgeber in Deutschland 2024 im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich durchschnittlich 44,32 Euro (Statistisches Bundesamt, Arbeitskostenerhebung, Tabelle 62411-0002, Stand 05.11.2026).

✓ Geprüft am 5.11.2026, ohne Beanstandung Statistisches Bundesamt, Arbeitskostenerhebung (62411) Datenstand 05.11.2026 / 10:22:41
Prüfvermerk zu diesem Dossier

Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus sechs Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

Ohne Befund.

Methode

44,32 Euro, Arbeitskosten je geleistete Stunde 2024 +19,2 % zu 2020
37,17 Vorheriger Höchststand 2020
5 Werte in der Reihe, ab 2008
Frei zu lesenEinordnung, Leitgrafik und der Anfang des ersten Abschnitts.
Das vollständige Dossier · 12,00 €Fünf weitere Abschnitte, 6 Grafiken, 7 Datentabellen. Was darin steht
Freier Teil

Eine Stunde Arbeit bei einer Fluggesellschaft kostete den Arbeitgeber 2024 im Schnitt 83,78 Euro, eine Stunde in einem Restaurant 25,73 Euro. Zwischen diesen beiden liegt fast die ganze deutsche Wirtschaft. Gezählt wird dabei nicht der Lohn auf der Abrechnung, sondern alles, was eine tatsächlich gearbeitete Stunde den Betrieb kostet: der Bruttoverdienst samt Sonderzahlungen, bezahlter Urlaub und Feiertage, die Sozialbeiträge der Arbeitgeber und die Weiterbildung, abzüglich staatlicher Lohnzuschüsse.

Das Statistische Bundesamt erhebt diese Zahlen alle vier Jahre bei Unternehmen ab zehn Beschäftigten, die Landwirtschaft ausgenommen. Die Reihe beginnt 2008, damals kostete die Stunde 28,09 Euro; seither ist sie um 57,8 Prozent teurer geworden. Zwischen den Erhebungen schreibt das Amt den Wert mit einer jährlichen Schätzung fort. Für 2024 war die Schätzung auf 43,6 Euro gekommen, die Erhebung liegt darüber. Ob die Schätzung für 2025, 45,2 Euro, schon auf der neuen Erhebung aufbaut, sagt die Tabelle nicht; die Jahreswerte stehen im Dossier zu den Verdiensten.

Arbeitskosten je geleistete Stunde in Deutschland, 2008 bis 2024 Euro je Jahr
0 10 20 30 40 50 2008: 28,09 Euro 2012: 30,7 Euro 2016: 33,09 Euro 2020: 37,17 Euro 2024: 44,32 Euro44,32 2008 2012 2016 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 62411-0002 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 62411-0002, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Arbeitskosten nach Bundesländern: Hamburg liegt mehr als ein Drittel über Mecklenburg-Vorpommern

In Hamburg zahlten die Arbeitgeber 2024 für eine Stunde 49,41 Euro, in Hessen 47,83 Euro. Am niedrigsten waren die Kosten nach der Meldung in Mecklenburg-Vorpommern mit 36,40 Euro und in Sachsen-Anhalt mit 36,53 Euro. Die Meldung nennt dazu Bremen mit 45,03 Euro, Rheinland-Pfalz mit 44,15 Euro, das Saarland mit 42,53 Euro und Schleswig-Holstein mit 39,95 Euro. Diese Länderwerte für 2024 stehen bisher nur in der Meldung des Amtes, die Datenbank GENESIS führt die Länder bis 2020.

Ob die Unterschiede am Branchenmix liegen, an der Größe der Betriebe oder an den Löhnen für dieselbe Arbeit, trennt die Erhebung nach Ländern nicht auf. Zwei Befunde im vollständigen Dossier passen zu den ersten beiden Erklärungen, einer zu den Branchen, einer zur Größe der Unternehmen. Wie sich beide auf die Länder verteilen, misst die Erhebung nicht.

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Im vollständigen Dossier Grafik: Arbeitskosten je geleistete Stunde nach Bundesländern 2020 Dazu kommen fünf weitere Abschnitte.

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Was Sie darin lesen

  1. Fortsetzung des ersten AbschnittsGrafik: Arbeitskosten je geleistete Stunde nach Bundesländern 2020
  2. Banken und Versorger zahlen je Stunde am meisten, das Gastgewerbe am wenigstenGrafik: Arbeitskosten je Stunde nach Wirtschaftsabschnitten 2024
  3. Große Unternehmen zahlen je Stunde fast die Hälfte mehr als kleineGrafik: Arbeitskosten je Stunde nach Unternehmensgröße 2024
  4. Personalnebenkosten: Mehr als vier von zehn Euro bezahlen nicht die gearbeitete ZeitGrafik: Woraus die Arbeitskosten bestehen 2024
  5. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hat sich seit 2008 mehr als verdoppeltGrafik: Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, 2008 bis 2024
  6. Seit 2020 ist die Arbeitsstunde etwa im Tempo der Preise teurer gewordenGrafik: Bruttoarbeitskosten je Vollzeitstelle, 2008 bis 2024

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Häufige Fragen

Was zählt zu den Arbeitskosten?

Alles, was ein Arbeitgeber für seine Beschäftigten aufwendet: die Bruttoverdienste mit Sonderzahlungen und bezahltem Urlaub, die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, die Kosten für Aus- und Weiterbildung und einige kleinere Posten, abzüglich staatlicher Lohnzuschüsse. Gerechnet wird je tatsächlich geleistete Stunde (Statistisches Bundesamt, Tabelle 62411-0001).

Warum sind die Arbeitskosten je Stunde höher als der Stundenlohn?

Weil der Arbeitgeber auch Stunden bezahlt, in denen nicht gearbeitet wird, etwa Urlaub, Feiertage und Krankheit, und weil die Sozialbeiträge der Arbeitgeber hinzukommen. Gerechnet wird je tatsächlich geleistete Stunde. In der Gastronomie kostete diese Stunde 2024 25,73 Euro (Statistisches Bundesamt, Tabelle 62411-0002).

Wie oft erhebt das Statistische Bundesamt die Arbeitskosten?

Alle vier Jahre, zuletzt für 2024. Dazwischen schreibt das Amt den Wert jährlich mit einer Schätzung fort, die etwas andere Zahlen liefert; für 2025 kam sie auf 45,2 Euro je Stunde (Statistisches Bundesamt, Tabelle 62431-0001).