Einbürgerungen 2025: zum ersten Mal mehr als im Rekordjahr 1995
Einordnung
14,2 Prozent mehr als im Vorjahr, nach einem Sprung um fast die Hälfte im Jahr davor: Der Zuwachs wird kleiner, das Niveau bleibt. Zuwanderung misst diese Zahl nicht. Eine Einbürgerung schließt viele Jahre Aufenthalt ab, und die naheliegende Deutung ist, dass die kürzere Wartezeit seit der Reform von 2024 mehrere Jahrgänge zugleich an die Reihe gebracht hat. Wie viele Menschen sich einbürgern lassen könnten, zeigt die Zahl nicht.
In Deutschland wurden 2025 insgesamt 333.343 Menschen eingebürgert, so viele wie in keinem anderen Jahr, seit die Reihe 1981 beginnt (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12511-0001, Stand 28.08.2026).
✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung, 1 HinweisStatistisches Bundesamt, Einbürgerungsstatistik (12511)·Datenstand 28.08.2026 / 17:42:02
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333.343Einbürgerungen, Einbürgerungen 2025▲ +14,2 % zu 2024
313.606Vorheriger Höchststand 1995▲ +6,3 % bis 2025
45Werte in der Reihe, ab 1981
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Bis Juni 2024 musste, wer Deutscher werden wollte, den alten Pass in der Regel abgeben. Seither darf er in der Schublade bleiben. 65.775 der im Jahr 2025 Eingebürgerten besaßen vorher die syrische Staatsangehörigkeit, mehr als aus jedem anderen Land (Tabelle 12511-0002). Viele Syrerinnen und Syrer kamen 2015 und 2016 als Geflüchtete nach Deutschland; wann die Eingebürgerten eingereist sind, erfasst die Einbürgerungsstatistik allerdings nicht.
Der alte Höchststand von 1995 taugt nur bedingt als Maßstab. Bis Juli 1999 zählte die Reihe die Spätaussiedler mit, die danach ohne Einbürgerung Deutsche wurden, und von 1999 auf 2000 fiel die Zahl um 24,8 Prozent. Sie sank weiter bis auf 94.474 im Jahr 2008, den niedrigsten Stand seit 1989. Von 2010 bis 2020 lag sie in jedem Jahr zwischen 100.000 und 130.000. Seit 2021 steigt sie ohne Unterbrechung, am steilsten 2024 mit 45,9 Prozent.
Wie viele Menschen eingebürgert werden, Jahr für Jahr seit 1981, zeigt die Grafik unten frei. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie weit die Länder auseinanderliegen, wie viele Einbürgerungen über deutsche Auslandsvertretungen laufen, welche Staatsangehörigkeit die Eingebürgerten vorher hatten und wie sich Frauen und Männer verteilen.
Einbürgerungen in Deutschland, 1981 bis 2025Einbürgerungen je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 12511-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Nordrhein-Westfalen bürgert am meisten ein, der Osten kaum
76.156 Einbürgerungen zählte Nordrhein-Westfalen 2025, gut ein Fünftel des Bundeswerts (Tabelle 12511-0011). Bayern folgt mit 59.573, Baden-Württemberg mit 39.790 und Berlin mit 39.041. Am unteren Ende stehen das Saarland mit 2.711 und Mecklenburg-Vorpommern mit 2.008.
Ende des freien Teils
Im vollständigen DossierGrafik: Einbürgerungen nach Bundesländern 2025Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen drei weitere Abschnitte.
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Die Fortsetzung des Abschnitts, den Sie eben gelesen habenGrafik: Einbürgerungen nach Bundesländern 2025
Syrer stellen fast ein Fünftel der EingebürgertenGrafik: Herkunftsland der Eingebürgerten 2025
Unter den Eingebürgerten sind Männer leicht in der ÜberzahlGrafik: Geschlecht der Eingebürgerten 2025
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Muss man bei der Einbürgerung den alten Pass abgeben?
In der Regel nicht mehr, seit die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts im Juni 2024 in Kraft trat. Im Jahr der Reform wurden 292.020 Menschen eingebürgert (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12511-0001, Stand 28.08.2026).
Wie stark sind die Einbürgerungen seit 2015 gestiegen?
2015 wurden 107.317 Menschen eingebürgert. Bis 2025 hat sich die Zahl mehr als verdreifacht (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12511-0001, Stand 28.08.2026).
Warum gab es in den 1990er-Jahren so viele Einbürgerungen?
Bis Juli 1999 zählte die Statistik die Spätaussiedler mit. Den Höchststand dieser Zeit brachte 1995 mit 313.606 Einbürgerungen, er ist mit den heutigen Werten deshalb nur eingeschränkt vergleichbar (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12511-0001, Stand 28.08.2026).
Wann gab es die wenigsten Einbürgerungen?
1985, mit 34.913 Einbürgerungen. Bis 1990 erfasst die Reihe allein das frühere Bundesgebiet (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12511-0001, Stand 28.08.2026).
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