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Bevölkerung 30. August 2026 Neue Daten

Eheschließungen in Deutschland: So wenige Hochzeiten wie nie seit 1950

Einordnung

Um 0,1 Prozent ist die Zahl der Eheschließungen gesunken, kaum mehr als ein Rundungsfehler, und doch reicht es für einen neuen Tiefstand. Die Zahl zählt die Hochzeiten eines Jahres, keine bestehenden Ehen, und sie sagt nichts darüber, wie viele Menschen gerade im Heiratsalter sind. Politisch berührt sie trotzdem eine alte Frage: Steuerrecht und Hinterbliebenenrente sind auf die Ehe zugeschnitten, während daneben andere Lebensformen wachsen.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

In Deutschland wurden 2025 insgesamt 348.813 Ehen geschlossen, so wenige wie in keinem Jahr seit Beginn der Reihe 1950 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12611-0001, Stand 13.10.2026).

✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung, 1 Hinweis Statistisches Bundesamt, Statistik der Eheschließungen (12611) Datenstand 13.10.2026 / 08:47:07
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Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus neun Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

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348.813 Eheschließungen, Eheschließungen 2025 −0,1 % zu 2024
750.452 Höchststand 1950 −53,5 % bis heute
5,8 Eheschließungen je 1.000 Einwohner, je Monat, Juli 2026 +5,5 % zum Vorjahresmonat
Frei zu lesenEinordnung, Leitgrafik und der erste Abschnitt. Dieser Teil kostet nichts und steht für sich.
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Auf vier von zehn Klingelschildern in Deutschland steht nur ein Name. 42,1 Prozent aller Haushalte bestanden 2025 aus einer einzigen Person, der Einpersonenhaushalt ist damit die häufigste Haushaltsform. Wer über die Ehe spricht, spricht also über eine Lebensform unter mehreren, und die Zahl der Hochzeiten allein beschreibt nicht, wie die Menschen tatsächlich zusammenleben.

Die Reihe der Eheschließungen beginnt mit ihrem Höchststand und fällt danach in Wellen. Bis 1990 ging die Zahl um knapp ein Drittel zurück, im ersten Jahr nach der Einheit um weitere 12,0 Prozent. 2018 stieg sie sprunghaft; seit diesem Jahr zählt das Amt auch Ehen zwischen Menschen gleichen Geschlechts mit. Nach den Pandemiejahren brachte 2022 mit 390.743 Hochzeiten noch einmal einen Anstieg, seither ist die Zahl dreimal in Folge gesunken.

Die Reihe der Eheschließungen ist frei abrufbar, Jahr für Jahr seit 1950. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wo und in welchen Monaten geheiratet wird, wie sich die Scheidungen seit 1950 entwickelt haben, wie groß die Haushalte sind, wie viele Menschen allein leben oder ihre Kinder allein erziehen, wie viele Haushalte es 2040 geben dürfte und wer in gar keinem Haushalt wohnt.

Eheschließungen in Deutschland, 1950 bis 2025 Eheschließungen je Jahr
0 200k 400k 600k 800k 1950: 750.452 Eheschließungen750.452 1951: 718.166 Eheschließungen 1952: 659.779 Eheschließungen 1953: 620.121 Eheschließungen 1954: 605.392 Eheschließungen 1955: 617.228 Eheschließungen 1956: 630.932 Eheschließungen 1957: 632.659 Eheschließungen 1958: 648.471 Eheschließungen 1959: 665.844 Eheschließungen 1960: 689.028 Eheschließungen 1961: 699.339 Eheschließungen 1962: 696.317 Eheschließungen 1963: 655.974 Eheschließungen 1964: 642.037 Eheschließungen 1965: 621.130 Eheschließungen 1966: 606.133 Eheschließungen 1967: 600.247 Eheschließungen 1968: 563.826 Eheschließungen 1969: 571.737 Eheschließungen 1970: 575.233 Eheschließungen 1971: 562.235 Eheschließungen 1972: 548.707 Eheschließungen 1973: 532.022 Eheschließungen 1974: 516.081 Eheschließungen 1975: 528.811 Eheschließungen 1976: 510.318 Eheschließungen 1977: 505.889 Eheschließungen 1978: 469.278 Eheschließungen 1979: 481.707 Eheschließungen 1980: 496.603 Eheschließungen 1981: 487.832 Eheschließungen 1982: 486.856 Eheschließungen 1983: 495.392 Eheschließungen 1984: 498.040 Eheschließungen 1985: 496.175 Eheschließungen 1986: 509.320 Eheschließungen 1987: 523.847 Eheschließungen 1988: 534.903 Eheschließungen 1989: 529.597 Eheschließungen 1990: 516.388 Eheschließungen 1991: 454.291 Eheschließungen 1992: 453.428 Eheschließungen 1993: 442.605 Eheschließungen 1994: 440.244 Eheschließungen 1995: 430.534 Eheschließungen 1996: 427.297 Eheschließungen 1997: 422.776 Eheschließungen 1998: 417.420 Eheschließungen 1999: 430.674 Eheschließungen 2000: 418.550 Eheschließungen 2001: 389.591 Eheschließungen 2002: 391.963 Eheschließungen 2003: 382.911 Eheschließungen 2004: 395.992 Eheschließungen 2005: 388.451 Eheschließungen 2006: 373.681 Eheschließungen 2007: 368.922 Eheschließungen 2008: 377.055 Eheschließungen 2009: 378.439 Eheschließungen 2010: 382.047 Eheschließungen 2011: 377.816 Eheschließungen 2012: 387.423 Eheschließungen 2013: 373.655 Eheschließungen 2014: 385.952 Eheschließungen 2015: 400.115 Eheschließungen 2016: 410.426 Eheschließungen 2017: 407.466 Eheschließungen 2018: 449.466 Eheschließungen 2019: 416.324 Eheschließungen 2020: 373.304 Eheschließungen 2021: 357.785 Eheschließungen 2022: 390.743 Eheschließungen 2023: 360.979 Eheschließungen 2024: 349.216 Eheschließungen 2025: 348.813 Eheschließungen348.813 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 12611-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 12611-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Nordrhein-Westfalen heiratet am häufigsten, und das sagt wenig

76.900 Eheschließungen entfielen 2025 auf Nordrhein-Westfalen, 22,0 Prozent aller Hochzeiten in Deutschland (Tabelle 12611-0010). Bayern folgt mit 58.640, Baden-Württemberg mit 47.017; zusammen kommen die drei auf mehr als die Hälfte. Am Ende stehen das Saarland mit 3.995 und Bremen mit 2.146.

Im Großen folgt die Rangfolge der Einwohnerzahl, an zwei Stellen aber nicht. Schleswig-Holstein liegt mit 15.090 Eheschließungen vor Sachsen und Berlin, die beide deutlich mehr Einwohner haben, und Mecklenburg-Vorpommern mit 8.168 vor Sachsen-Anhalt und Thüringen. Beides spricht dafür, dass Paare zum Heiraten an die Küste fahren und dort gezählt werden; die Tabelle selbst sagt das nicht.

Ende des freien Teils
Im vollständigen Dossier Grafik: Eheschließungen nach Bundesländern 2025 Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen zehn weitere Abschnitte.

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Den Befund kennen Sie jetzt. Das vollständige Dossier zeigt, wie die Menschen stattdessen leben: Heiratsrate und Scheidungen, Haushalte und Alleinlebende, Alleinerziehende, die Lebenspartnerschaft, die ausläuft, und die Haushalte der kommenden Jahre.

10weitere Abschnitte mit Einordnung
12weitere Grafiken
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1PDF des ganzen Dossiers

Was Sie darin lesen

  1. Die Grafik zum Abschnitt, den Sie eben gelesen habenGrafik: Eheschließungen nach Bundesländern 2025
  2. Die Heiratsrate hat eine Form, die niemand überraschtGrafiken: Eheschließungen je 1.000 Einwohner, je Monat · Eheschließungen, je Monat
  3. Ein Jahr, in dem die Scheidungen auf weniger als die Hälfte fielenGrafik: Ehescheidungen, 1950 bis 2025
  4. Drei von vier Haushalten haben höchstens zwei BewohnerGrafik: Haushalte nach Personenzahl 2025
  5. Die Zahl der Alleinlebenden wächst, aber nicht in jedem JahrGrafik: Alleinlebende, 2020 bis 2025
  6. Alleinstehende sind die größte Gruppe, größer als die FamilienGrafik: Menschen nach Lebensform 2025
  7. Alleinerziehende werden Jahr für Jahr mehrGrafik: Alleinerziehende, 2020 bis 2025
  8. Eine Rechtsform, die still ausläuftGrafik: Aufhebungen von Lebenspartnerschaften, 2014 bis 2025
  9. Die Zahl der Haushalte bleibt bis 2040 fast gleichGrafik: Vorausberechnete Privathaushalte, 2019 bis 2040
  10. Wer in keinem Haushalt lebt, lebt meist im HeimGrafiken: Menschen in Gemeinschaftsunterkünften, 2017 bis 2025 · Gemeinschaftsunterkünfte nach Art 2025
  11. Zwei Ringe, und daneben Millionen Türen mit einem einzigen Namen

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  • Fußnoten des Statistischen Bundesamtes im Klartext
  • Zitiervorschlag in vier Formaten, fertig zum Einsetzen
  • Farbtafel zum Umfärben auf die eigenen Hausfarben

Was der Kauf bedeutet

Einmal 21,00 €Der Betrag wird vom Guthaben abgebucht. Es gibt keine Kündigungsfrist, weil nichts weiterläuft. Zwölf Monate aktuellNeue Zahlen des Statistischen Bundesamtes ziehen wir zwölf Monate ab Kauf in Dossier und Dateien nach. Danach bleibt das Dossier in Ihrem Konto, wird aber nicht mehr aktualisiert. Ein weiteres Jahr kostet die Hälfte. NachprüfbarJede Zahl trägt ihre Tabellennummer. Was die Prüfung gefunden hat, steht im Prüfvermerk oben.

Häufige Fragen

Heiraten die Deutschen heute weniger als früher?

Ja. 2019, im letzten Jahr vor der Pandemie, wurden 416.324 Ehen geschlossen. Bis 2025 ist die Zahl um 16,2 Prozent gesunken (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12611-0001, Stand 13.10.2026).

Hat die Ehe für alle mehr Hochzeiten gebracht?

2018, im ersten vollen Jahr, in dem auch Paare gleichen Geschlechts heiraten konnten, stieg die Zahl der Eheschließungen um 10,3 Prozent. Wie viel davon auf gleichgeschlechtliche Paare entfällt, weist die Tabelle nicht aus (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12611-0001, Stand 13.10.2026).

Lebt in Deutschland jeder Zweite allein?

Nein. 42,1 Prozent der Haushalte sind Einpersonenhaushalte. Weil in den übrigen Haushalten mehrere Menschen wohnen, lebt aber höchstens gut jeder fünfte Mensch allein (Statistisches Bundesamt, Tabelle 12211-0300, Stand 13.10.2026).

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