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Bildung 29. August 2026 Neue Daten

Studierendenzahl 2025: Stillstand fünf Jahre nach dem Höchststand

Einordnung

38 Studierende mehr als ein Jahr zuvor: Die Expansion, die die Hochschulen seit der Jahrtausendwende getragen hat, ist zum Stehen gekommen. Mehr als die Hälfte eines Jahrgangs beginnt inzwischen ein Studium, über die Quote lässt sich kaum noch wachsen. Ob die Zahl künftig steigt oder fällt, entscheiden die Stärke der Geburtsjahrgänge und der Zuzug aus dem Ausland. Politisch rückt damit die Ausstattung der vorhandenen Studienplätze nach vorn, nachdem zwei Jahrzehnte lang der Ausbau zählte.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Im Wintersemester 2025/26 waren an deutschen Hochschulen 2.864.160 Studierende eingeschrieben (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21311-0001, Stand 10.10.2026).

✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung, 1 Hinweis Statistisches Bundesamt, Studierendenstatistik (21311) Datenstand 10.10.2026 / 16:52:18
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Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus 16 Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

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2.864.160 Studierende, Studierende 2025 +0,0 % zu 2024
2.944.145 Höchststand 2020 −2,7 % bis heute
28 Werte in der Reihe, ab 1998
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Wenn die Zahl der Studierenden stillsteht und die der Professuren weiter wächst, verteilen sich die Studierenden auf mehr Köpfe am Pult. Auf eine Professur kamen im Wintersemester 2024/25 rechnerisch 55 Studierende, weniger als in jedem Jahr von 2011 bis 2023.

Davor ging es mehr als zwei Jahrzehnte lang überwiegend bergauf. Im Wintersemester 1998/99 waren 1.800.651 Menschen eingeschrieben, bis zum Höchststand 2020 kamen 63,5 Prozent dazu. Den größten Sprung brachte das Jahr 2011 mit 7,4 Prozent, als in Bayern und Niedersachsen zwei Abiturjahrgänge zugleich die Schulen verließen und die Wehrpflicht ausgesetzt wurde. Seit 2021 sinkt die Zahl oder steht still, am deutlichsten 2023 mit 51.952 Studierenden weniger als im Jahr davor.

Die Reihe der Studierendenzahlen ist frei abrufbar, Wintersemester für Wintersemester. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie sich die Studierenden auf die Länder verteilen, wer promoviert, habilitiert oder ein Deutschlandstipendium bekommt, wie viel Personal und Geld die Hochschulen haben, wie viel Drittmittel eine Professur einwirbt, nach Fach und nach Land, wie viele Prüfungen misslingen und wohin deutsche Studierende ins Ausland gehen.

Studierende in Deutschland, 1998 bis 2025 Studierende je Jahr
0 1 Mio. 2 Mio. 3 Mio. 1998: 1.800.651 Studierende 1999: 1.770.489 Studierende 2000: 1.798.863 Studierende 2001: 1.868.331 Studierende 2002: 1.938.811 Studierende 2003: 2.019.465 Studierende 2004: 1.963.108 Studierende 2005: 1.985.765 Studierende 2006: 1.979.043 Studierende 2007: 1.941.405 Studierende 2008: 2.025.307 Studierende 2009: 2.121.178 Studierende 2010: 2.217.294 Studierende 2011: 2.380.974 Studierende 2012: 2.499.409 Studierende 2013: 2.616.881 Studierende 2014: 2.698.910 Studierende 2015: 2.757.799 Studierende 2016: 2.807.010 Studierende 2017: 2.844.978 Studierende 2018: 2.868.222 Studierende 2019: 2.891.049 Studierende 2020: 2.944.145 Studierende2.944.145 2021: 2.941.915 Studierende 2022: 2.920.263 Studierende 2023: 2.868.311 Studierende 2024: 2.864.122 Studierende 2025: 2.864.160 Studierende2.864.160 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 21311-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21311-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Knapp ein Viertel aller Studierenden ist in Nordrhein-Westfalen eingeschrieben

712.295 Studierende zählte Nordrhein-Westfalen im Wintersemester 2025/26, fast so viele wie Bayern mit 401.154 und Baden-Württemberg mit 348.743 zusammen (Tabelle 21311-0005). Hessen folgt mit 240.325 vor Berlin mit 202.558. Am Ende der Liste stehen Mecklenburg-Vorpommern mit 35.639 und das Saarland mit 29.625.

Eine Zeile passt nicht zur Größe ihres Landes. Thüringen steht mit 155.638 Studierenden auf Platz sieben, vor Hamburg und vor dem deutlich größeren Sachsen. Das dürfte vor allem an der IU Internationalen Hochschule liegen, einer privaten Fernhochschule mit Sitz in Erfurt: Die Statistik ordnet Studierende dem Land zu, in dem ihre Hochschule sitzt, nicht dem, in dem sie wohnen. Aus dieser Tabelle selbst lässt sich das nicht ablesen.

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Was Sie darin lesen

  1. Die Grafik zum Abschnitt, den Sie eben gelesen habenGrafik: Studierende nach Bundesländern 2025
  2. Das Deutschlandstipendium erreicht mehr Studierende, aber noch immer wenigeGrafik: Stipendiaten, 2011 bis 2025
  3. Die Habilitation ist seltener geworden und dabei gebliebenGrafik: Habilitationen, 1992 bis 2025
  4. Mehr Promovierende als 2019, weniger StudierendeGrafik: Promovierende, 2019 bis 2025
  5. Die Gasthörer sind fast zurückGrafik: Gasthörer, 1994 bis 2025
  6. Das Personal wächst schneller als die Zahl der ProfessurenGrafiken: Personal an Hochschulen, 1997 bis 2024 · Professoren an Hochschulen, 1997 bis 2024
  7. Mehr als doppelt so viele Prüfungen, und deutlich mehr misslingenGrafiken: Bestandene Hochschulprüfungen, 1999 bis 2025 · Bestehensquote der Hochschulprüfungen, 1999 bis 2024
  8. Die Drittmittel wachsen, ihr Anteil an den Ausgaben schrumpft wiederGrafiken: Ausgaben der Hochschulen, 2006 bis 2024 · Drittmitteleinnahmen der Hochschulen, 2006 bis 2024
  9. Drittmittel je Professur sinken 2024, zum zweiten Mal seit Beginn der ReiheGrafik: Drittmittel je Professur, 2011 bis 2024
  10. Die Medizin wirbt je Professur sechzehnmal so viel ein wie die KunstGrafik: Drittmittel je Professur nach Fächergruppe 2024
  11. Sachsen liegt vorn, Sachsen-Anhalt verliert mehr als ein FünftelGrafik: Drittmittel je Professur nach Bundesland 2024
  12. Mehr als die Hälfte eines Jahrgangs beginnt ein StudiumGrafiken: Studienanfängerquote, 2000 bis 2024 · Absolventenquote, 2000 bis 2024
  13. Die Hochschulräte schrumpfen leicht, die Berufsakademien wachsenGrafiken: Mitglieder der Hochschulräte, 2017 bis 2025 · Studierende an Berufsakademien, 2017 bis 2024
  14. Drei Nachbarländer nehmen mehr als die Hälfte aufGrafik: Deutsche Studierende im Ausland nach Studienland 2023
  15. Hinter der ruhigen Zahl verändert sich die Hochschule

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Häufige Fragen

Steigt die Zahl der Studierenden in Deutschland noch?

Nein. Seit dem Höchststand im Wintersemester 2020/21 ist sie um 79.985 gesunken, im Wintersemester 2025/26 blieb sie gegenüber dem Vorjahr praktisch gleich (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21311-0001, Stand 10.10.2026).

Wann ist die Zahl der Studierenden am stärksten gestiegen?

Im Wintersemester 2011/12. Damals kamen 163.680 Studierende in einem einzigen Jahr dazu, so viele wie in keinem anderen Jahr seit Beginn der Reihe 1998 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21311-0001, Stand 10.10.2026).

Wie viele Studierende gab es im Jahr 2000?

Im Wintersemester 2000/01 waren 1.798.863 Menschen an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Bis zum Wintersemester 2025/26 ist die Zahl um 59,2 Prozent gestiegen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21311-0001, Stand 10.10.2026).

Warum liegen die Drittmittel je Professur hier niedriger als in der Meldung des Bundesamtes?

Das Bundesamt meldete für 2024 den Durchschnitt der Universitäten allein. Die Datenbanktabelle zählt Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen zusammen, und an Fachhochschulen wird je Professur weit weniger eingeworben. Ihr Durchschnitt liegt deshalb tiefer (Statistisches Bundesamt, Tabelle 21381-0005).

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