Wie viele Menschen studieren in Deutschland?
Gezählt wird im Wintersemester, und gezählt werden Personen, keine Studienplätze. Wer zwei Fächer belegt, steht einmal in der Statistik; wer beurlaubt ist, ebenfalls. Die Reihe misst also, wie viele Menschen eingeschrieben sind, nicht wie viele tatsächlich studieren, und schon gar nicht, wie viele einen Abschluss machen werden. Gesucht wird meist nach Studenten; die Statistik sagt Studierende und meint alle Eingeschriebenen. Die Reihe beginnt im Wintersemester 2000/01 mit ihrem niedrigsten Wert und erreichte 2020/21 ihren höchsten; seither liegt sie darunter. In die Jahre des langen Anstiegs fallen doppelte Abiturjahrgänge, das Aussetzen der Wehrpflicht 2011 und ein wachsender Anteil junger Menschen, die überhaupt studieren; wie viel jedes davon beitrug, trennt die Reihe nicht. Für Hochschulstädte ist die Zahl handfester, als sie klingt: Sie entscheidet über Wohnheimplätze, Mensen und den Wohnungsmarkt im Oktober. Was aus den Studierenden wird, zeigt das Dossier zur Hochschule: bestandene Prüfungen, Promotionen, die Absolventenquote und die Drittmittel je Professur nach Fach und Land.
Verantwortlich für die Einordnung Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein