Pressemitteilung
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Abfall 2024: 362,7 Millionen Tonnen, tiefster Stand seit 2009
Den Rückgang tragen vor allem Bau- und Abbruchabfälle, die Hälfte allen Abfalls. Verwertet wird seit 2019 unverändert derselbe Anteil.
Frankfurt am Main, 1. Juni 2026
Die Abfallbilanz zählt alle Abfälle, die in einem Jahr in Deutschland anfallen, vom Bauschutt über Reste aus Produktion und Gewerbe bis zum Hausmüll, und hält fest, was verwertet und was beseitigt wird. Die Zahlen für 2024 sind vorläufig.
In Deutschland fielen 2024 nach vorläufigen Ergebnissen 362,7 Millionen Tonnen Abfall an, so wenig wie seit 2009 nicht mehr (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 185 vom 1. Juni 2026).
Gegenüber 2023 fiel das Aufkommen um 4,6 Prozent, um 17,4 Millionen Tonnen. Weniger war es nur 2009 mit 359,4 Millionen Tonnen, am meisten 2018 mit 417,2 Millionen. Bau- und Abbruchabfälle sanken um 8,1 Prozent auf 182,8 Millionen Tonnen. Siedlungsabfälle, vor allem aus den Haushalten, stiegen leicht, um 0,8 Prozent auf 49,3 Millionen Tonnen.
Weniger Bauschutt in einem Jahr mit weniger Neubau
2024 wurden 215.891 Wohnungen fertiggestellt, 16,1 Prozent weniger als 2023. Dass weniger Bauen weniger Bauschutt bedeutet, liegt nahe; die Abfallbilanz trennt aber nicht nach Neubau, Abriss und Sanierung. Die Menge, die in deutschen Entsorgungsanlagen ankam, sank 2024 um 4,4 Prozent.
Verwertet wird seit Jahren derselbe Anteil
296,2 Millionen Tonnen wurden 2024 verwertet, 69 Prozent stofflich und 13 Prozent energetisch, zusammen 82 Prozent wie in jedem Jahr seit 2019. Auf Deponien kamen 59,1 Millionen Tonnen. Wie Abfall und Wasserversorgung über die Jahre verlaufen, steht im Dossier zu Abfall und Wasser.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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