Pressemitteilung
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Scheidungen 2025: 0,6 Prozent mehr, Eheschließungen auf Tiefststand
So wenige Paare wie 2025 haben in keinem Jahr seit Beginn der Reihe 1950 geheiratet. Die Scheidungen nehmen das zweite Jahr in Folge leicht zu.
Frankfurt am Main, 26. Juni 2026
Gezählt werden die Ehen, die Standesämter in Deutschland im Lauf eines Jahres geschlossen haben, und die Ehen, die Familiengerichte rechtskräftig geschieden haben. Beide Reihen beruhen auf Meldungen der Ämter und Gerichte.
In Deutschland wurden 2025 130.053 Ehen geschieden, 0,6 Prozent mehr als 2024, und 348.813 Ehen geschlossen (Statistisches Bundesamt, Tabellen 12631-0001 und 12611-0001).
2025 schieden die Gerichte 130.053 Ehen, 716 mehr als 2024. Geheiratet haben 348.813 Paare, 403 weniger als im Jahr davor. Auf eine Scheidung kamen damit etwas weniger als drei Eheschließungen.
Die Scheidungen liegen weit unter dem Stand von 2003
Am häufigsten wurden Ehen 2003 geschieden, 213.975 Mal. Bis 2023 sank die Zahl auf 129.008, den niedrigsten Wert der Reihe, die 1991 beginnt; seither steigt sie leicht. Bei den Eheschließungen reicht die Reihe bis 1950 zurück. Damals heirateten 750.452 Paare, mehr als doppelt so viele wie 2025.
Weniger Hochzeiten in einer schrumpfenden Bevölkerung
Ende 2025 lebten 83.467.117 Menschen in Deutschland, 110.023 weniger als ein Jahr zuvor. Die Bevölkerung schrumpfte damit um 0,1 Prozent, ebenso stark wie die Zahl der Eheschließungen. Gemessen an der Einwohnerzahl blieb die Neigung zu heiraten 2025 also nahezu gleich; für den langen Rückgang seit 1950 liefern diese Reihen keine Erklärung. Welche Lebensformen an die Stelle der Ehe treten, steht im Dossier Lebensformen.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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