Pressemitteilung
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Erbschaftsteuer 2025: 21,4 Milliarden Euro, Höchststand der Reihe
Die Finanzämter setzten so viel Steuer auf Erbschaften und Schenkungen fest wie nie zuvor. Allein gegenüber 2024 stieg die Summe um mehr als die Hälfte.
Frankfurt am Main, 26. August 2026
Gezählt wird, was die Finanzämter im Lauf eines Jahres an Erbschaft- und Schenkungsteuer festgesetzt haben. Ein Bescheid kann Jahre nach dem Erbfall ergehen, und große Firmenübertragungen lassen die Summe in einzelnen Jahren springen.
Die Finanzämter in Deutschland setzten 2025 Erbschaft- und Schenkungsteuer von 21,4 Milliarden Euro fest, so viel wie in keinem Jahr seit Beginn der Reihe 2002 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 73611-0001).
Gegenüber 2024 stieg die festgesetzte Steuer um 8,1 Milliarden Euro oder 60,8 Prozent. Im Jahr davor hatte sie bei 13,3 Milliarden Euro gelegen, ebenfalls ein Höchststand. Kein Jahr der Reihe brachte einen größeren Zuwachs.
In fünf Jahren hat sich die Summe mehr als verdoppelt
2020 setzten die Finanzämter 8,5 Milliarden Euro fest, 2002, im ersten Jahr der Reihe, 2,8 Milliarden Euro. Bis 2019 stieg die Summe langsam und mit Rückschlägen, seither in jedem Jahr. Ob dahinter mehr vererbtes Vermögen steht oder eine Häufung großer Fälle, sagt die festgesetzte Steuer allein nicht; sie zeigt, wann Finanzämter entschieden haben, nicht, wann vererbt wurde.
Ein kleiner Posten im Haushalt, ein großer Sprung
Alle Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden zusammen lagen 2025 bei 989,8 Milliarden Euro, 42,1 Milliarden Euro mehr als 2024. Die Erbschaftsteuer steht den Ländern zu und bleibt daran gemessen ein kleiner Posten. Für die Länderhaushalte kann ein Jahr wie 2025 trotzdem viel ausmachen, weil sich die festgesetzte Steuer nicht gleichmäßig über die Länder verteilt; diese Verteilung zeigen die Reihen hier nicht. Wie sich die Steuern insgesamt zusammensetzen, steht im Dossier Steuereinnahmen.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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