Pressemitteilung
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Großhandelspreise August 2026: 6,8 Prozent über dem Vorjahr
Der stärkste Anstieg seit Februar 2023. Das Preisniveau im Großhandel liegt knapp unter dem Höchststand vom April und über jedem Monat des Jahres 2022.
Frankfurt am Main, 15. September 2026
Der Index der Großhandelsverkaufspreise misst, was Großhändler in Deutschland beim Verkauf an Einzelhandel, Handwerk und Industrie verlangen, ohne Mehrwertsteuer. Verglichen wird der August mit demselben Monat des Vorjahres.
Die Großhandelsverkaufspreise in Deutschland lagen im August 2026 um 6,8 Prozent über dem August 2025 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61281-0002).
Im Juli hatte der Abstand zum Vorjahresmonat 5,3 Prozent betragen, im Juni 4,9 Prozent. Der Umschwung kam im Frühjahr: Im Februar 2026 lagen die Großhandelspreise erst 1,2 Prozent über dem Vorjahr, im März waren es 4,1 und im April 6,3 Prozent. Gegenüber dem Juli stieg der Index im August um 0,9 Prozent auf 124,9 Punkte.
Der Index steht höher als auf dem Höhepunkt 2022
Damals stiegen die Preise schneller: Im April und Mai 2022 lag der Index 20,3 Prozent über dem Vorjahr. Seinen damaligen Höchstwert erreichte er im September 2022 mit 121,4 Punkten, danach sank er bis September 2024 auf 115,7 Punkte. Heute steht er darüber. Den höchsten Wert seit Beginn der Monatsreihe 2015 erreichte er im April 2026 mit 125,2 Punkten.
Die Verbraucherpreise steigen deutlich langsamer
Im selben August lagen die Verbraucherpreise 2,9 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die beiden Körbe sind verschieden gefüllt: Im Großhandel gehören Mineralöl, Metalle und chemische Erzeugnisse dazu, Mieten und Dienstleistungen nicht. Ob die höheren Einkaufspreise später an der Ladenkasse ankommen, geben die Zahlen nicht her. Die Jahreswerte seit 1991 und die Erzeugerpreise stehen im Dossier Erzeugerpreise 2026.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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