Pressemitteilung
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ÖPNV im 1. Halbjahr 2026: 5,7 Milliarden Fahrgäste, fast wie 2019
Busse und Bahnen im Nahverkehr sind fast wieder so gefragt wie vor der Pandemie. Der Fernverkehr der Eisenbahn verlor dagegen Fahrgäste.
Frankfurt am Main, 21. September 2026
Gezählt werden Fahrten, nicht Menschen: Wer jeden Arbeitstag mit der Straßenbahn ins Büro und zurück fährt, steht zweimal am Tag darin. Erfasst sind Busse, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen und Nahverkehrszüge; seit Januar 2026 meldet ein neu abgegrenzter Kreis von Unternehmen.
Im ersten Halbjahr 2026 zählten Busse und Bahnen im Nahverkehr in Deutschland 5,7 Milliarden Fahrgäste (Statistisches Bundesamt, Tabelle 46181-0005).
Nach den Werten der Tabelle fuhren im ersten Halbjahr 2026 1,2 Prozent mehr Fahrgäste im Nahverkehr als im ersten Halbjahr 2025. Das Statistische Bundesamt meldet einen etwas höheren Zuwachs, weil es das Vorjahr auf den neuen Kreis der meldenden Unternehmen umrechnet; diese bereinigten Werte stehen in keiner veröffentlichten Tabelle. Im Fernverkehr der Eisenbahn ging es in die andere Richtung: 69,2 Millionen Fahrgäste, 3,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Der Nahverkehr steht fast wieder beim Halbjahr 2019
Mehr Fahrgäste in einem ersten Halbjahr zählt die Reihe seit ihrem Beginn 2014 nur zweimal, 2018 und 2019 mit jeweils 5,8 Milliarden. Im ersten Halbjahr 2021, im zweiten Jahr der Pandemie, waren es 3,5 Milliarden. Seitdem ist die Zahl fünfmal in Folge gestiegen. Ganz vergleichbar sind die Stände nicht, weil zwischen 2019 und heute die neue Abgrenzung liegt.
Gefahren wird so weit wie nie seit 2004
Wie weit die Fahrgäste fahren, erhebt das Amt nur für ganze Jahre, zusammengezählt über Unternehmen mit Bussen, mit Eisenbahnen, mit Straßenbahnen und mit mehreren Verkehrsmitteln. 2024 wuchs diese Strecke um 9,5 Prozent auf den höchsten Wert seit Beginn der Reihe 2004. Die Jahreswerte nach Verkehrsmitteln stehen im Dossier zum Personenverkehr.
Mehr Fahrgäste bei steigenden Preisen
Die Verbraucherpreise lagen im Juni 2026 um 2,3 Prozent über dem Vorjahresmonat. Ob Tarife und Angebot oder die Konjunktur den Zuwachs tragen, zeigen diese Reihen nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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