Pressemitteilung
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Kirschenernte 2026: 48.507 Tonnen, 3,0 Prozent mehr als 2025
Die Obstbaubetriebe holten im zweiten Jahr in Folge mehr Kirschen von den Bäumen. An die großen Jahre 2018 und 2019 reicht die Ernte nicht heran.
Frankfurt am Main, 21. September 2026
Gezählt werden Süß- und Sauerkirschen aus den Obstbaubetrieben, geschätzt von Berichterstattern des Amtes; die Bäume im eigenen Garten stehen nicht darin. Der Wert für 2026 ist die endgültige Schätzung des Sommers.
Die Obstbaubetriebe in Deutschland ernteten 2026 48.507 Tonnen Süß- und Sauerkirschen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41243-0001).
2025 hatten die Betriebe 47.083 Tonnen eingebracht, nach dem schwachen Jahr 2024 mit 35.373 Tonnen ein Zuwachs von 33,1 Prozent. Der zweite Anstieg in Folge fällt kleiner aus. Das Statistische Bundesamt misst die Kirschenernte am Durchschnitt der zehn Jahre davor, und daran gemessen war 2026 ein gutes Jahr.
Von 2017 auf 2018 hat sich die Ernte mehr als verdoppelt
Wie stark eine Kirschenernte schwankt, zeigt die Reihe seit ihrem Beginn 2012. Die kleinste Ernte brachte 2017 mit 24.804 Tonnen, im Jahr darauf waren es 60.125 Tonnen, 142,4 Prozent mehr. Den höchsten Wert erreichte 2019 mit 60.271 Tonnen. Von ihm liegt die Ernte 2026 um 19,5 Prozent entfernt. Ein gutes Jahr sagt deshalb wenig über das nächste. Warum die Ernte so springt, zeigt die Reihe nicht; naheliegend ist das Wetter in den wenigen Wochen zwischen Blüte und Reife.
Die Baumobsternte 2026 ist noch nicht abgeschlossen
Für das Baumobst insgesamt, zusammengezählt aus sechs Obstarten, liegt 2026 noch nicht vollständig vor, weil die Ernte bis in den Herbst läuft. 2025 war diese Ernte 29,0 Prozent größer als 2024. Wie sich die einzelnen Obstarten entwickelt haben, steht im Dossier zur Ernte in Deutschland.
Mehr Kirschen bei fallenden Erzeugerpreisen
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Juli 2026 um 13,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat, in einem Gesamtindex, in dem Obst nur einen kleinen Teil ausmacht. Ob die größere Ernte den Obstbauern mehr einbringt, hängt an den Kirschenpreisen, und die führt diese Reihe nicht.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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