Pressemitteilung
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Gewerbesteuer 2025: 76,4 Milliarden Euro, 1,5 Prozent mehr
Die Gemeinden nehmen zum fünften Mal in Folge mehr Gewerbesteuer ein. Elf Länder legen zu, fünf verlieren, am deutlichsten Bremen.
Frankfurt am Main, 15. Oktober 2026
Betriebe zahlen die Gewerbesteuer an ihre Gemeinde. Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2025 zusammengezählt, was bei allen Gemeinden in Deutschland als Bruttoeinnahme ankam.
Die Gemeinden in Deutschland haben im Jahr 2025 Einnahmen aus der Gewerbesteuer (brutto) von 76,4 Milliarden Euro erzielt (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 369 vom 15. Oktober 2026).
Das Plus gegenüber 2024 beträgt 1,1 Milliarden Euro. Nach dem Rückgang im ersten Corona-Jahr 2020 stiegen die Einnahmen in jedem Jahr auf einen neuen Höchststand; die Zeitreihe des Amtes beginnt 1991. Das gesamte Steueraufkommen in Deutschland wuchs 2025 um 4,4 Prozent auf 989,8 Milliarden Euro, die Gewerbesteuer blieb mit 1,5 Prozent dahinter.
Elf Länder legen zu, Bremen und Baden-Württemberg verlieren am meisten
Die höchsten Zuwächse melden Schleswig-Holstein und das Saarland mit je 13,0 Prozent, dahinter folgt Hamburg mit 11,1 Prozent. In fünf Ländern sanken die Einnahmen: in Bremen um 12,0 Prozent, in Baden-Württemberg um 7,2, in Sachsen um 6,9, in Brandenburg um 6,8 und in Rheinland-Pfalz um 4,7 Prozent.
Der Hebesatz erklärt das Plus nur zu einem kleinen Teil
Der durchschnittliche Gewerbesteuer-Hebesatz stieg 2025 um einen Prozentpunkt auf 410 Prozent, so hoch wie nie seit Beginn der Reihe 1999. Das Amt nennt ihn nahezu unverändert. Wie viel vom Plus auf höhere Sätze und wie viel auf höhere Gewinne der Betriebe entfällt, zeigen diese Reihen nicht.
Die Grundsteuerreform ändert das Aufkommen nicht
Aus der Grundsteuer nahmen die Gemeinden 2025 insgesamt 16,1 Milliarden Euro ein, so viel wie im Vorjahr, obwohl seit dem 1. Januar neue Regeln gelten. Seitdem die Länder eigene Modelle anwenden, rechnet das Amt keinen bundesweiten Hebesatz der Grundsteuer B mehr aus; unsere Reihe dazu endet 2024 bei 506 Prozent. Die Sätze der Gemeinden stehen im Dossier Kommunale Steuersätze.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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