Pressemitteilung
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Überbelegte Wohnungen 2025: 11,7 Prozent der Bevölkerung betroffen
Der Anteil steigt seit fünf Jahren. Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Ausländer wohnen besonders oft zu eng.
Frankfurt am Main, 11. Mai 2026
Als überbelegt gilt eine Wohnung, die für die Zahl ihrer Bewohner zu wenig Zimmer hat, nach der Definition der europäischen Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen.
11,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebten 2025 in überbelegten Wohnungen (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N030 vom 11. Mai 2026, EU-SILC).
2020 lag die Quote noch bei 10,2 Prozent und ist seither jedes Jahr gestiegen. In Städten waren 16,9 Prozent betroffen, auf dem Land 5,5 Prozent. Unter ausländischen Erwachsenen lebten 30,8 Prozent zu eng, unter deutschen 6,7 Prozent, unter armutsgefährdeten Menschen 27,4 Prozent.
Kinderreiche Familien trifft es am meisten
In Haushalten mit Kindern lebten 17,6 Prozent in überbelegten Wohnungen, in Haushalten ohne Kinder 7,2 Prozent. Paare mit drei und mehr Kindern kamen auf 32,1 Prozent, Alleinerziehende mit ihren Kindern auf 29,6 Prozent.
Weniger Neubau, mehr Enge
2024 wurden 215.891 Wohnungen fertiggestellt, 16,1 Prozent weniger als im Jahr davor, und die Armutsgefährdungsquote lag 2025 bei 16,1 Prozent. Ob fehlende Neubauten die Enge verursachen, zeigen diese Reihen nicht; beides fällt in dieselben Jahre. Wie sich Bauen und Wohnen entwickeln, steht im Dossier zu den Fertigstellungen.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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