Pressemitteilung
·
Frei verwendbar
Eingliederungshilfen 2024: 55.434 neue Hilfen für junge Menschen
Mehr als doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor. Die erzieherischen Hilfen insgesamt sind in derselben Zeit weit langsamer gewachsen.
Frankfurt am Main, 9. September 2026
Gezählt werden Eingliederungshilfen der Kinder- und Jugendhilfe für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige mit einer seelischen Behinderung, die im Lauf eines Jahres begonnen haben: Beratung, Therapie oder eine Begleitung in Kita und Schule.
In Deutschland begannen im Jahr 2024 insgesamt 55.434 Eingliederungshilfen für junge Menschen mit seelischer Behinderung (Statistisches Bundesamt, Tabelle 22517-0002).
Im Jahr 2014 hatten 27.124 solcher Hilfen begonnen, im Jahr 2008, dem Beginn der Reihe, waren es 16.071. Gesunken ist die Zahl seither ein einziges Mal: 2020 begannen weniger Hilfen als im Jahr davor, danach wuchs sie in jedem Jahr.
Die Eingliederungshilfen wachsen schneller als alle erzieherischen Hilfen
Alle erzieherischen Hilfen zusammen, von der Erziehungsberatung bis zur Heimerziehung, begannen 2024 in 677.661 Fällen, 21,3 Prozent mehr als 2014. Die Eingliederungshilfen legten im selben Zeitraum um 104,4 Prozent zu. Die Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe stiegen um 108,4 Prozent, in laufenden Preisen gerechnet.
Das Bundesamt zählt eine größere Menge
In seiner Meldung nennt das Amt alle im Jahr gewährten Hilfen, also auch die, die schon früher begonnen hatten und weiterliefen. Hier stehen nur die neu begonnenen. Auch sie zählen Fälle, nicht Kinder: Wer im selben Jahr zwei Hilfen beginnt, steht zweimal darin. Ob mehr junge Menschen seelisch erkranken oder ob häufiger jemand hinsieht, lässt sich an ihnen nicht ablesen. Die Verfahren zur Kindeswohlgefährdung und die Ausgaben der Jugendhilfe seit 2009 zeigt das Dossier zum Kinderschutz.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
· So ordnen wir ein