Pressemitteilung
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Erneuerbare Energien: 23,0 Prozent mehr Strom als im Juli 2025
Wind und Sonne liefern den stärksten Juli seit Beginn der Reihe, Wasserkraft und Biogas bringen weniger Strom ins Netz als ein Jahr zuvor.
Frankfurt am Main, 7. Oktober 2026
Gezählt wird der Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse, den die Netzbetreiber in Deutschland abnehmen, von der Windkraftanlage bis zur Dachanlage. Was ein Haushalt vom eigenen Dach selbst verbraucht, fehlt in dieser Reihe.
Die Netzbetreiber in Deutschland nahmen im Juli 2026 25.273.756 Megawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien ab, 23,0 Prozent mehr als im Juli 2025 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 43312-0001).
Im Juli 2026 nahmen die Netze 25.273.756 Megawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien auf, 9,4 Prozent mehr als im Juni. Den größten Teil lieferten Photovoltaikanlagen mit 11.151.860 Megawattstunden, 28,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Windkraft legte um 35,8 Prozent auf 10.179.467 Megawattstunden zu. Aus Laufwasser kam 27,1 Prozent weniger Strom, aus Biogas 4,9 Prozent weniger.
Kein Juli seit 2018 brachte so viel Ökostrom
Seit Beginn der Reihe im Januar 2018 lag kein Juli so hoch. Der bisher stärkste, Juli 2023, kam auf 21.764.780,5 Megawattstunden; der Juli 2026 liegt 16,1 Prozent darüber. Über alle Monate gerechnet brachten nur zwei mehr, der Februar 2020 und der Februar 2022. Im ersten Juli der Reihe waren es 14.970.933,5 Megawattstunden.
Ein starker Sommermonat ist noch kein höherer Jahresanteil
Über das ganze Jahr 2025 kamen 58,9 Prozent der eingespeisten Strommenge aus erneuerbaren Quellen, 2024 waren es 59,4 Prozent. Einen Anteil für einzelne Monate weist die Reihe nicht aus, und wie viel des Juli am Wetter liegt und wie viel an neuen Anlagen, trennen diese Zahlen nicht.
Der Preisindex für Haushaltsenergie stand im Juli 2026 bei 144,8 Punkten, gemessen am Jahr 2020 mit 100. Ob mehr Ökostrom die Rechnung der Haushalte senkt, lässt sich daraus nicht ablesen.
Leistung der Anlagen, Erdgas im Strommix und den Stromaustausch mit den Nachbarländern zeigt das Dossier zum Strommarkt.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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