Arbeitslosigkeit 2025: so viele Arbeitslose wie seit 2013 nicht mehr
Einordnung
5,8 Prozent mehr als im Vorjahr, der dritte Anstieg in Folge, und das in Jahren, in denen die Klage über fehlende Fachkräfte nicht leiser wird. Beides verträgt sich, wenn die gesuchten Berufe und die Arbeitslosen nicht zusammenpassen. Die Zahl hängt auch an Regeln: Wer als arbeitslos gilt, legt das Sozialrecht fest. Als Konjunkturbarometer gilt sie als spät: Betriebe bauen in der Regel erst Überstunden ab und melden Kurzarbeit an, bevor sie entlassen.
Den ersten Entwurf schreibt ein Sprachmodell; Code prüft jede Zahl gegen die amtlichen Daten. KI-Transparenz
In Deutschland waren 2025 im Jahresdurchschnitt 2.948.092 Menschen arbeitslos gemeldet, so viele wie seit 2013 nicht mehr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 13211-0001, Stand 02.11.2026).
✓ Geprüft am 4.11.2026, ohne BeanstandungStatistisches Bundesamt, Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit (13211)·Datenstand 02.11.2026 / 08:50:58
Prüfvermerk zu diesem Dossier
Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus sechs
Tabellen unter
Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.
2.948.092Arbeitslose, Arbeitslose 2025▲ +5,8 % zu 2024
4.860.909Höchststand 2005▼ −39,4 % bis heute
2.954.598Oktober 2026, aktueller Rand▲ +1,5 % zum Vorjahresmonat
Frei zu lesenEinordnung, Leitgrafik und der erste Abschnitt.
Das vollständige Dossier · 12,00 €Fünf weitere Abschnitte, 7 Grafiken, 8 Datentabellen. Was darin steht
Freier Teil
Wer seine Stelle verliert und sich bei der Arbeitsagentur meldet, wird Teil einer Zahl, und 2025 war sie so hoch wie seit 2013 nicht mehr (Tabelle 13211-0001). Es war der dritte Anstieg in Folge, in Jahren, in denen die Betriebe weniger Stellen ausschreiben, wie das Dossier zu offenen Stellen und Kurzarbeit zeigt.
Die Reihe reicht bis 1991 zurück, und ihren höchsten Stand erreichte sie 2005. In diesem Jahr wurden Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt, und erwerbsfähige frühere Sozialhilfeempfänger zählten von da an als arbeitslos. Danach sank die Zahl fast anderthalb Jahrzehnte lang, mit kurzen Anstiegen 2009 und 2013, bis auf 2.266.720 im Jahr 2019, den niedrigsten Wert seit der Einheit. Die Pandemie trieb sie 2020 um 18,9 Prozent nach oben. Zwei Jahre später lag sie wieder deutlich darunter, seither steigt sie.
Die Reihe der Arbeitslosen ist frei abrufbar, Jahr für Jahr seit 1991. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie weit Länder und Kreise auseinanderliegen, wie stark die Monate schwanken, Monat für Monat seit 2005, und wie sich die Quote bewegt, auch gemessen allein an den abhängigen Erwerbspersonen.
Arbeitslose in Deutschland, 1991 bis 2025Arbeitslose je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 13211-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Bremen führt, und die Stadtstaaten liegen vor dem Osten
Bremen hatte 2025 mit 11,5 Prozent die höchste Arbeitslosenquote der 16 Länder, vor Berlin mit 10,3 und Hamburg mit 8,3 Prozent (Tabelle 13211-0011). Am anderen Ende steht Bayern mit 4,0 Prozent, davor Baden-Württemberg mit 4,6. Zwischen dem ersten und dem letzten Platz liegt fast das Dreifache.
Ein einfaches Ost-West-Muster geben die Länder nicht her. Alle drei Stadtstaaten liegen vor jedem ostdeutschen Flächenland; Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern folgen mit je 8,0 Prozent. Nordrhein-Westfalen steht vor Sachsen mit 6,9 und vor Brandenburg und Thüringen mit je 6,4 Prozent. Eine naheliegende Erklärung für die Stadtstaaten: Ihnen fehlt das ländliche Umland, das den Durchschnitt eines Flächenlandes drückt, denn ihre Pendler wohnen und zählen oft im Nachbarland, in Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Brandenburg. Belegen lässt sich das mit der Ländertabelle nicht.
Ende des freien Teils
Im vollständigen DossierGrafik: Arbeitslose nach Bundesländern 2025Dazu kommen fünf weitere Abschnitte.
Das vollständige Dossier
12,00 €
Einmalig, ohne Abonnement.
Das vollständige Dossier zeigt, wo er sitzt: den Abstand zwischen Ost und West, den Verlauf über das Jahr, die Quote im Monat und im langen Vergleich, und die Spanne zwischen den Kreisen.
5weitere Abschnitte mit Einordnung
7weitere Grafiken
8Datentabellen als CSV
1PDF des ganzen Dossiers
Was Sie darin lesen
Grafik zum ersten AbschnittGrafik: Arbeitslose nach Bundesländern 2025
Zwischen Ost und West bleibt ein AbstandGrafik: Arbeitslosenquote Ost und West 2025
Von 2022 bis 2025 lag der Sommer über dem WinterGrafik: Arbeitslose je Monat
Die Quote liegt über ihrem Tiefpunkt von 2019Grafik: Arbeitslosenquote, 1992 bis 2025
Die Arbeitslosenquote je Monat liegt seit Juli über dem VorjahrGrafiken: Arbeitslosenquote, je Monat · Arbeitslosenquote der abhängigen zivilen Erwerbspersonen, je Monat
Zwischen Gelsenkirchen und dem Donau-Ries liegt mehr als das SechsfacheGrafik: Arbeitslosenquote nach Kreisen 2025
CSV · SVG und PNG · PDF · Zitiervorschlag · Farbtafel
Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes ziehen wir zwölf Monate ab Kauf nach; danach bleibt das Dossier in Ihrem Konto, ein weiteres Jahr kostet die Hälfte.
Wann waren zuletzt so viele Menschen arbeitslos wie 2025?
2013. Damals waren im Jahresdurchschnitt 2.950.338 Menschen arbeitslos gemeldet, knapp mehr als 2025. In jedem Jahr dazwischen lag die Zahl niedriger (Statistisches Bundesamt, Tabelle 13211-0001, Stand 02.11.2026).
Wann war die Arbeitslosigkeit in Deutschland am niedrigsten?
2019 mit 2.266.720 Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt, dem niedrigsten Wert seit Beginn der Reihe 1991. Im Jahr darauf stieg die Zahl mit der Pandemie deutlich an (Statistisches Bundesamt, Tabelle 13211-0001, Stand 02.11.2026).
Wie viele Arbeitslose gibt es aktuell?
Im Oktober 2026 waren 2.954.598 Menschen arbeitslos gemeldet, etwas mehr als ein Jahr zuvor. Im Sommer steigt die Zahl in fast jedem Jahr; als Grund gilt, dass sich viele nach Schule oder Ausbildung arbeitslos melden. Vom September zum Oktober ging sie bisher in jedem Jahr der Reihe zurück (Statistisches Bundesamt, Tabelle 13211-0002, Stand 30.10.2026).