statistik-de.de Amtliche Zahlen, unabhängig aufbereitet
Wirtschaft 2. Oktober 2026 Neue Daten

Industrieproduktion: Die Fabriken stellen weniger her als 2018, die Belegschaft schrumpft langsamer

Einordnung

Seit ihrem Höchststand 2018 hat die deutsche Industrie fast Jahr für Jahr an Menge verloren, unterbrochen nur vom Nachholjahr 2021. Der Energiepreisschock nach Beginn des Iran-Kriegs fällt 2026 in diese Schwäche. Weil die Betriebe ihre Beschäftigten weitgehend halten, fällt die Menge je Beschäftigten.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Den ersten Entwurf schreibt ein Sprachmodell; Code prüft jede Zahl gegen die amtlichen Daten. KI-Transparenz

Der Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe lag in Deutschland 2025 im Jahresdurchschnitt bei 92,8 Punkten, Basisjahr 2021 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 42153-0001, Stand 07.10.2026).

✓ Geprüft am 4.11.2026, ohne Beanstandung Statistisches Bundesamt, Indizes der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe (42153) Datenstand 07.10.2026 / 08:48:28
Prüfvermerk zu diesem Dossier

Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus elf Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

Ohne Befund.

Methode

92,8 Indexpunkte (2021=100), Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe 2025 −1,1 % zu 2024
108,1 Höchststand 2018 −14,2 % bis heute
80,5 Produktion im Verarbeitenden Gewerbe, je Monat, August 2026 +0,5 % zum Vorjahresmonat
Frei zu lesenEinordnung, Leitgrafik und der erste Abschnitt.
Das vollständige Dossier · 16,00 €Sechs weitere Abschnitte, 11 Grafiken, 12 Datentabellen. Was darin steht
Freier Teil

Ein Werkstor in Sindelfingen, in Ludwigshafen, in Salzgitter: Was dahinter am Ende eines Monats vom Band gelaufen ist, fasst das Statistische Bundesamt in einer einzigen Zahl zusammen, dem Produktionsindex. Er misst die Menge, nicht den Preis, und er steht für das Verarbeitende Gewerbe auf dem Basisjahr 2021.

2025 hat die deutsche Industrie so wenig hergestellt wie seit 2009 nicht mehr, dem Jahr der Weltfinanzkrise (Tabelle 42153-0001). Anders als damals folgte kein Rückprall. Der Index fällt seit 2019 fast jedes Jahr, unterbrochen nur vom Nachholjahr 2021, und 2025 lag er erneut unter dem Vorjahr. Die Monatswerte zeigen, dass es 2026 bisher nicht besser wird.

Der Umsatz liegt trotz sinkender Menge über dem Basisjahr. Wie lange noch, hängt an den Preisen.

Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland, 1991 bis 2025 Indexpunkte (2021=100) je Jahr
0 25 50 75 100 125 1991: 75,5 Indexpunkte (2021=100) 1992: 74,3 Indexpunkte (2021=100) 1993: 68,5 Indexpunkte (2021=100) 1994: 70,7 Indexpunkte (2021=100) 1995: 71,3 Indexpunkte (2021=100) 1996: 71 Indexpunkte (2021=100) 1997: 73,5 Indexpunkte (2021=100) 1998: 77 Indexpunkte (2021=100) 1999: 78,2 Indexpunkte (2021=100) 2000: 82,7 Indexpunkte (2021=100) 2001: 82,8 Indexpunkte (2021=100) 2002: 81,8 Indexpunkte (2021=100) 2003: 82 Indexpunkte (2021=100) 2004: 85,7 Indexpunkte (2021=100) 2005: 88,6 Indexpunkte (2021=100) 2006: 93,8 Indexpunkte (2021=100) 2007: 99,6 Indexpunkte (2021=100) 2008: 100,5 Indexpunkte (2021=100) 2009: 83,2 Indexpunkte (2021=100) 2010: 93,2 Indexpunkte (2021=100) 2011: 101,1 Indexpunkte (2021=100) 2012: 100 Indexpunkte (2021=100) 2013: 99,9 Indexpunkte (2021=100) 2014: 101,9 Indexpunkte (2021=100) 2015: 103 Indexpunkte (2021=100) 2016: 104,1 Indexpunkte (2021=100) 2017: 106,9 Indexpunkte (2021=100) 2018: 108,1 Indexpunkte (2021=100)108,1 2019: 104,7 Indexpunkte (2021=100) 2020: 95,4 Indexpunkte (2021=100) 2021: 100 Indexpunkte (2021=100) 2022: 99,8 Indexpunkte (2021=100) 2023: 98,6 Indexpunkte (2021=100) 2024: 93,8 Indexpunkte (2021=100) 2025: 92,8 Indexpunkte (2021=100)92,8 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 42153-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 42153-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Bereinigt so wenig Produktion wie seit dem Frühjahr 2020 nicht

Die Monatsreihe in Originalwerten reicht bis Januar 1991 zurück, ihren höchsten Wert hatte sie im November 2017 mit 120,1 Punkten. Originalwerte schwanken mit Ferien, Feiertagen und Brückentagen; im Mai 2026 fiel der Index auf 85,2 Punkte, im Juni stieg er auf 98,2 (Tabelle 42153-0001). Aussagekräftiger ist die kalender- und saisonbereinigte Fassung. Sie stand im Juli 2026 bei 90,3 Punkten, so niedrig wie zuletzt im Mai 2020, als die Pandemie die Bänder anhielt. Im August stieg sie auf 90,8 Punkte.

Unter dem Vorjahr lag der bereinigte Index schon im Januar und Februar 2026. Nach Beginn des Energiepreisschocks, der im März mit dem Iran-Krieg einsetzte, stieg er bis Juni noch auf 92,4 Punkte und fiel erst im Juli. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im September 2026 um 6,7 Prozent über dem Vorjahresmonat (Tabelle 61241-0002). Welche Branchen den Rückgang im Juli tragen, trennt diese Tabelle nicht; dass die Erzeugerpreise stiegen und die Produktion im Juli fiel, steht in den Daten nebeneinander, nicht als Ursache und Wirkung.

Ende des freien Teils
Im vollständigen Dossier Grafik: Produktion im Verarbeitenden Gewerbe, kalender- und saisonbereinigt Dazu kommen sechs weitere Abschnitte.

Das vollständige Dossier

16,00 €
Einmalig, ohne Abonnement.

Das vollständige Dossier zeigt, was neben der Produktion steht: Bau und Energie, den Umsatz in Euro und in Ware, die Belegschaft, die Investitionsgüter, die Wertschöpfung und die Investitionen.

6weitere Abschnitte mit Einordnung
11weitere Grafiken
12Datentabellen als CSV
1PDF des ganzen Dossiers

Was Sie darin lesen

  1. Grafiken zum ersten AbschnittGrafiken: Produktion im Verarbeitenden Gewerbe, kalender- und saisonbereinigt · Produktion im Verarbeitenden Gewerbe, je Monat
  2. Das Produzierende Gewerbe hält sich besser als die IndustrieGrafiken: Produktion im Produzierenden Gewerbe, je Monat · Produktion im Produzierenden Gewerbe, kalender- und saisonbereinigt
  3. Mehr Umsatz als 2021, weniger WareGrafik: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe, 1991 bis 2025
  4. Die Belegschaft schrumpft langsamer als die ProduktionGrafik: Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe, 2005 bis 2025
  5. Investitionsgüter tragen fast die Hälfte des UmsatzesGrafik: Umsatz nach Hauptgruppen 2025
  6. Produktionswert und Wertschöpfung: in Euro über 2019, in der Menge nichtGrafiken: Wert der zum Absatz bestimmten Produktion, 2019 bis 2025 · Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe, 2008 bis 2024
  7. Investitionen unter dem Rekord von 2023, Betriebe seit 2020 wenigerGrafiken: Investitionen im Verarbeitenden Gewerbe, 2010 bis 2024 · Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe, 2008 bis 2025

CSV · SVG und PNG · PDF · Zitiervorschlag · Farbtafel

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes ziehen wir zwölf Monate ab Kauf nach; danach bleibt das Dossier in Ihrem Konto, ein weiteres Jahr kostet die Hälfte.

Häufige Fragen

Wie stark ist die Industrieproduktion seit 2018 gesunken?

Im Jahresdurchschnitt 2025 lag der Produktionsindex des Verarbeitenden Gewerbes 14,2 Prozent unter dem Höchststand von 2018. So wenig hergestellt wurde zuletzt 2009 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 42153-0001).

Wie viele Menschen arbeiten in der deutschen Industrie?

2025 waren es 5.433.048 Beschäftigte in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes, so wenige wie zuletzt 2016 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 42111-0001).

Was unterscheidet den Produktionsindex vom Umsatzindex?

Der Produktionsindex misst die hergestellte Menge, der Umsatzindex rechnet in jeweiligen Preisen. Seinen höchsten Stand erreichte der Umsatzindex 2022 mit 116,3 Punkten (Statistisches Bundesamt, Tabellen 42152-0001 und 42153-0001).