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Preise 26. August 2026 Neue Daten

Verbraucherpreise 2025: Die Inflation ist gebremst, aber höher als vor der Krise

Einordnung

2025 ist die Teuerung in die Nähe der zwei Prozent zurückgekehrt, an denen die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik ausrichtet, und billiger ist das Leben dadurch nicht geworden: Eine niedrigere Rate bremst nur den weiteren Anstieg. Seit dem Iran-Krieg im März 2026 zieht sie wieder an, und die Zentralbank hat die Zinsen zweimal erhöht. Ob die Kaufkraft hält, entscheiden Löhne, Renten und Sozialleistungen, und damit Verteilungsfragen, die der Index selbst nicht beantwortet.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Den ersten Entwurf schreibt ein Sprachmodell; Code prüft jede Zahl gegen die amtlichen Daten. KI-Transparenz

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland lag 2025 im Jahresdurchschnitt bei 121,9 Punkten auf der Basis 2020 = 100 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001, Stand 04.11.2026).

✓ Geprüft am 4.11.2026, ohne Beanstandung Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreisindex für Deutschland (61111) Datenstand 04.11.2026 / 08:55:40
Prüfvermerk zu diesem Dossier

Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus acht Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

Ohne Befund.

Methode

121,9 Indexpunkte (2020=100), Verbraucherpreisindex 2025 +2,2 % zu 2024
119,3 Vorheriger Höchststand 2024
126,6 September 2026, aktueller Rand +3,3 % zum Vorjahresmonat
Frei zu lesenEinordnung, Leitgrafik und der erste Abschnitt.
Das vollständige Dossier · 12,00 €Vier weitere Abschnitte, 6 Grafiken, 7 Datentabellen. Was darin steht
Freier Teil

Den Warenkorb, dessen Preis der Verbraucherpreisindex misst, kauft kein Haushalt genau so ein. Seit 2020 ist der Index um 21,9 Prozent gestiegen, die tatsächlich gezahlte Nettokaltmiete im selben Zeitraum nur um 10,0 Prozent. Wer zur Miete wohnt und wenig Auto fährt, erlebt eine andere Teuerung als ein Hausbesitzer, der täglich pendelt, und beide erleben eine andere als die amtliche.

Die lange Linie kennt nur eine Richtung. Seit 1991 ist der Index in jedem Jahr gestiegen, 34 Mal in Folge, und hat sich dabei fast verdoppelt. Lange ging das langsam: Nach den ersten Jahren der Einheit lag die Jahresrate bis 2020 meist unter zwei Prozent. Dann kamen 3,1 Prozent im Jahr 2021, 6,9 Prozent im Jahr 2022, der stärkste Anstieg seit Beginn der Reihe, und 5,9 Prozent im Jahr 2023. Der Sprung von 2022 allein war größer als der von 2024 und 2025 zusammen.

Die Reihe des Verbraucherpreisindex ist frei abrufbar, Jahr für Jahr. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie weit die Länder auseinanderliegen, wie unruhig die Monate seit 2023 verlaufen und was der Iran-Krieg 2026 daran geändert hat, welche Verbrauchsgruppen teurer und welche billiger wurden, wie sich die Mieten neben dem Gesamtindex bewegen und was Haushaltsenergie und Wohnungsnebenkosten Monat für Monat kosten.

Verbraucherpreisindex in Deutschland, 1991 bis 2025 Indexpunkte (2020=100) je Jahr
0 25 50 75 100 125 1991: 61,9 Indexpunkte (2020=100) 1992: 65 Indexpunkte (2020=100) 1993: 67,9 Indexpunkte (2020=100) 1994: 69,7 Indexpunkte (2020=100) 1995: 71 Indexpunkte (2020=100) 1996: 72 Indexpunkte (2020=100) 1997: 73,4 Indexpunkte (2020=100) 1998: 74 Indexpunkte (2020=100) 1999: 74,5 Indexpunkte (2020=100) 2000: 75,5 Indexpunkte (2020=100) 2001: 77 Indexpunkte (2020=100) 2002: 78,1 Indexpunkte (2020=100) 2003: 78,9 Indexpunkte (2020=100) 2004: 80,2 Indexpunkte (2020=100) 2005: 81,5 Indexpunkte (2020=100) 2006: 82,8 Indexpunkte (2020=100) 2007: 84,7 Indexpunkte (2020=100) 2008: 86,9 Indexpunkte (2020=100) 2009: 87,2 Indexpunkte (2020=100) 2010: 88,1 Indexpunkte (2020=100) 2011: 90 Indexpunkte (2020=100) 2012: 91,7 Indexpunkte (2020=100) 2013: 93,1 Indexpunkte (2020=100) 2014: 94 Indexpunkte (2020=100) 2015: 94,5 Indexpunkte (2020=100) 2016: 95 Indexpunkte (2020=100) 2017: 96,4 Indexpunkte (2020=100) 2018: 98,1 Indexpunkte (2020=100) 2019: 99,5 Indexpunkte (2020=100) 2020: 100 Indexpunkte (2020=100) 2021: 103,1 Indexpunkte (2020=100) 2022: 110,2 Indexpunkte (2020=100) 2023: 116,7 Indexpunkte (2020=100) 2024: 119,3 Indexpunkte (2020=100) 2025: 121,9 Indexpunkte (2020=100)121,9 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

In Brandenburg stiegen die Preise am stärksten, in Hamburg am schwächsten

3,8 Punkte trennen das Land mit der stärksten Preisentwicklung vom Land mit der schwächsten. Brandenburg steht 2025 bei 123,7 Punkten, Hamburg bei 119,9 (Tabelle 61111-0010). Dicht hinter Brandenburg folgen Bremen und Sachsen mit 123,6 und Sachsen-Anhalt mit 123,5, vor Hamburg stehen Schleswig-Holstein mit 120,9 und Hessen mit 121,1.

Dieser Vergleich misst, wo das Leben seit 2020 teurer geworden ist, denn jedes Land startet in dieser Rechnung bei derselben Basis. Hamburg hat also den flachsten Anstieg. Ob man dort billiger lebt als in Brandenburg, sagt die Tabelle nicht, und wer sie so liest, liest eine Aussage hinein, die sie nicht enthält.

Für die Geldpolitik spielt keine dieser Länderzahlen eine Rolle, und auch die deutsche nur zum Teil. Die Europäische Zentralbank richtet ihre Zinsen nach der Teuerung im ganzen Euroraum aus, mit einem Ziel von zwei Prozent auf mittlere Sicht (EZB). Ein Brandenburger Haushalt, dessen Preise schneller steigen als die bayerischen, bekommt dafür keinen eigenen Leitzins.

Ende des freien Teils
Im vollständigen Dossier Grafik: Verbraucherpreisindex nach Bundesländern 2025 Dazu kommen vier weitere Abschnitte.

Das vollständige Dossier

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Das vollständige Dossier zeigt, was teurer wird und was nicht: die Teuerung im Monat, die Verbrauchsgruppen, die Miete und die Haushaltsenergie.

4weitere Abschnitte mit Einordnung
6weitere Grafiken
7Datentabellen als CSV
1PDF des ganzen Dossiers

Was Sie darin lesen

  1. Grafik zum ersten AbschnittGrafik: Verbraucherpreisindex nach Bundesländern 2025
  2. Seit dem Iran-Krieg zieht die Teuerung wieder anGrafik: Verbraucherpreisindex je Monat
  3. Eine von zwölf Verbrauchsgruppen wurde 2025 billigerGrafik: Preisentwicklung nach Verbrauchsgruppen 2025
  4. Die Miete ist die ruhigste Reihe, aber sie ist schneller gewordenGrafik: Tatsächliche Nettokaltmiete, 2015 bis 2025
  5. Haushaltsenergie: 32 Monate billiger als im Vorjahr, im September 2026 wieder teurerGrafiken: Preise für Haushaltsenergie, je Monat · Wohnungsnebenkosten, je Monat

CSV · SVG und PNG · PDF · Zitiervorschlag · Farbtafel

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes ziehen wir zwölf Monate ab Kauf nach; danach bleibt das Dossier in Ihrem Konto, ein weiteres Jahr kostet die Hälfte.

Häufige Fragen

Sind die Verbraucherpreise in Deutschland schon einmal gesunken?

Im Jahresdurchschnitt nicht seit Beginn der Reihe. 1991 stand der Verbraucherpreisindex bei 61,9 Punkten, seither ist er Jahr für Jahr gestiegen, bis 2025 um 96,9 Prozent. Eine niedrigere Inflationsrate heißt deshalb: Die Preise steigen langsamer (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001, Stand 04.11.2026).

Wie stark stiegen die Verbraucherpreise im Inflationsjahr 2022?

Der Index kletterte von 103,1 auf 110,2 Punkte, der stärkste Anstieg in einem Jahr seit 1991 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0001, Stand 04.11.2026).

Wie hoch ist die Inflation 2026?

In den ersten neun Monaten 2026 lag der Verbraucherpreisindex im Durchschnitt 2,6 Prozent über denselben Monaten des Vorjahres. Seit März liegen die Raten höher als um die Jahreswende (Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0002, Stand 10.09.2026).