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Bauen und Wohnen 2. Oktober 2026 Neue Daten

Bauwirtschaft: So viele Beschäftigte im Ausbau wie nie, und so wenig realer Umsatz

Einordnung

Die Wertschöpfung des Baugewerbes ist auch in den Jahren gewachsen, in denen die Genehmigungen einbrachen, 2024 stärker als in jedem der vier Jahre davor. Ein Rekord der Leistung ist das nicht: Gemessen wird in laufenden Euro, und Bauen ist in diesen Jahren deutlich teurer geworden. Was real geschieht, zeigen Beschäftigte und Umsatz im Ausbau, und die laufen auseinander.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

Das Baugewerbe in Deutschland erwirtschaftete 2024 eine Bruttowertschöpfung von 83,8 Milliarden Euro (Statistisches Bundesamt, Kostenstrukturerhebung, Tabelle 44253-0001, Stand 02.10.2026).

✓ Geprüft am 2.10.2026, ohne Beanstandung Statistisches Bundesamt, Kostenstrukturerhebung im Baugewerbe (44253) Datenstand 02.10.2026 / 17:15:57
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83,8 Milliarden Euro, Bruttowertschöpfung im Baugewerbe 2024 +10,0 % zu 2023
76.157,2 Vorheriger Höchststand 2023
17 Werte in der Reihe, ab 2008

Ein Bauunternehmen kauft Beton, Stahl und die Arbeit von Subunternehmern ein und verkauft am Ende ein Bauwerk. Was zwischen beidem bleibt, nach Abzug von Material und Fremdleistungen, ist seine Bruttowertschöpfung: Löhne, Abschreibungen, Gewinn. Das Statistische Bundesamt erhebt sie jedes Jahr für das ganze Baugewerbe, vom Rohbau bis zum Maler (Tabelle 44253-0001).

Die Reihe beginnt 2008 und ist seither in jedem Jahr gestiegen, auf mehr als das Zweieinhalbfache. Selbst 2023, als die Genehmigungen für Wohnungen um mehr als ein Viertel einbrachen, lag sie über dem Vorjahr. Das klingt nach einer Branche ohne Krise. Gemessen wird aber in laufenden Euro, und darin steckt, dass Bauen teurer geworden ist.

Was real geschieht, zeigt der bezahlte Teil: Beschäftigte und Umsatz im Ausbau, die Investitionen der Betriebe, die Bauträger und die vielen kleinen Unternehmen der Branche.

Bruttowertschöpfung im Baugewerbe in Deutschland, 2008 bis 2024 Millionen Euro je Jahr
0 20k 40k 60k 80k 100k 2008: 33.322,1 Millionen Euro 2009: 33.586,9 Millionen Euro 2010: 35.938,1 Millionen Euro 2011: 38.432,8 Millionen Euro 2012: 38.754 Millionen Euro 2013: 40.297 Millionen Euro 2014: 41.085,7 Millionen Euro 2015: 43.066,8 Millionen Euro 2016: 47.583,5 Millionen Euro 2017: 51.217,5 Millionen Euro 2018: 56.935,9 Millionen Euro 2019: 60.780,7 Millionen Euro 2020: 64.700,5 Millionen Euro 2021: 69.733,4 Millionen Euro 2022: 74.408 Millionen Euro 2023: 76.157,2 Millionen Euro 2024: 83.770,6 Millionen Euro83.771 2010 2015 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 44253-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 44253-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Häufige Fragen

Was ist die Bruttowertschöpfung des Baugewerbes?

Der Produktionswert der Betriebe abzüglich der Vorleistungen, also Material und Fremdarbeit. Übrig bleibt, was die Branche selbst beiträgt: Löhne, Abschreibungen und Gewinn. Das Statistische Bundesamt erhebt sie jährlich in der Kostenstrukturerhebung (Tabelle 44253-0001).

Was ist der Unterschied zwischen Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe?

Das Bauhauptgewerbe baut Rohbau und Tiefbau, das Ausbaugewerbe macht ein Gebäude benutzbar: Installation von Strom, Heizung und Wasser, Dämmung, Böden, Malerarbeiten. Ein großer Teil seiner Arbeit findet in bestehenden Gebäuden statt (Statistisches Bundesamt, Tabellen 44131-0001 und 44152-0002).

Was macht ein Bauträger?

Er baut auf eigene Rechnung, meist auf eigenem Grundstück, und verkauft die fertigen Wohnungen oder Häuser, oft schon vor Baubeginn. Sein Umsatz hängt deshalb an der Nachfrage der Käufer und an ihrer Finanzierung (Statistisches Bundesamt, Tabelle 44241-0002).

Das vollständige Dossier

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  • Fünf weitere Themen: Beschäftigte im Ausbaugewerbe, Umsatzindex im Ausbaugewerbe, Investitionen im Baugewerbe, Umsatz der Bauträger, Kleine Unternehmen im Baugewerbe
  • Sämtliche Werte als Tabelle und als 6 CSV-Dateien
  • Alle 6 Grafiken als SVG und PNG, in Druckauflösung
  • Zitiervorschlag in vier Formaten, fertig zum Einsetzen
  • Farbtafel zum Umfärben auf die eigenen Hausfarben
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