Land- und Forstwirtschaft·27. August 2026Neue Daten
Holzeinschlag 2025: Der Wald muss weniger Schadholz hergeben
Einordnung
6,4 Prozent weniger als im Vorjahr, und diesmal ist der Rückgang eine gute Nachricht: Weniger Bäume mussten gefällt werden, weil Trockenheit und Borkenkäfer sie zum Absterben gebracht hatten. Gesund ist der Wald damit nicht. Die jüngste Bundeswaldinventur fand einen Wald, der mehr Kohlenstoff abgibt, als er bindet, und das berührt eine Klimapolitik, die ihn als Speicher eingeplant hat. Wie viel nachwächst, misst der Einschlag nicht.
In Deutschland wurden 2025 insgesamt 57,3 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41261-0001, Stand 02.10.2026).
✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne BeanstandungStatistisches Bundesamt, Holzeinschlagsstatistik (41261)·Datenstand 02.10.2026 / 15:05:27
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57,3 MillionenKubikmeter, Holzeinschlag 2025▼ −6,4 % zu 2024
82.957Höchststand 2021▼ −31,0 % bis heute
28Werte in der Reihe, ab 1998
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Ein gefällter Baum kann zweierlei bedeuten. Entweder war er reif, und der Markt wollte das Holz, oder der Forstbetrieb musste ihn fällen, weil Sturm oder Käfer schneller waren. Im Jahr 2020 traf das zweite auf 74,8 Prozent des gesamten Einschlags zu. In der Menge selbst sieht eine Ernte aus wie eine Räumung.
Die Reihe beginnt 1998 mit 39,1 Millionen Kubikmetern. Zweimal schnellte sie danach in die Höhe: auf 53,7 Millionen im Jahr 2000, das damals noch von Oktober bis September gezählt wurde und damit den Orkan Lothar vom Dezember 1999 enthält, und auf 76,7 Millionen im Jahr 2007, als der Orkan Kyrill über Deutschland zog. Beide Male fiel der Einschlag im Jahr darauf um mehr als ein Viertel zurück. Die Krise ab 2018 verlief anders. Von 2017 bis 2021 stieg die Menge jedes Jahr, seither sinkt sie ebenso stetig, 2025 zum vierten Mal in Folge. Unter den Stand vor der Krise ist sie damit noch nicht gefallen: 2025 wurde mehr Holz geschlagen als in jedem Jahr von 2008 bis 2017.
Die Reihe des Holzeinschlags ist frei abrufbar, Jahr für Jahr seit 1998. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: welcher Anteil des Einschlags seit 2006 Schadholz war und welche Baumarten gefällt werden.
Holzeinschlag in Deutschland, 1998 bis 20251000 Kubikmeter je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41261-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Fünf Jahre lang bestimmte der Schaden, was gefällt wurde
2006, im ersten Jahr dieser Reihe, war 13,4 Prozent des Einschlags Schadholz (Tabelle 41261-0003). Schadholz ist Holz, das außerhalb der Planung geschlagen wird, weil Bäume umgestürzt, gebrochen oder befallen sind. Im Kyrill-Jahr 2007 stieg der Anteil auf 45,5 Prozent, in den ruhigen Jahren danach fiel er bis auf 9,3 Prozent im Jahr 2012.
Ende des freien Teils
Im vollständigen DossierGrafik: Anteil des Schadholzeinschlags, 2006 bis 2025Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen zwei weitere Abschnitte.
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Was Sie darin lesen
Die Fortsetzung des Abschnitts, den Sie eben gelesen habenGrafik: Anteil des Schadholzeinschlags, 2006 bis 2025
Die Fichte liefert noch immer mehr als die Hälfte des HolzesGrafik: Holzeinschlag nach Holzartengruppe 2025
Die Sägewerke folgten der Käferkrise und sind zurück auf dem Stand von 2016Grafik: Rohholzverbrauch der Sägewerke, 2015 bis 2025
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Holz von Bäumen, die außerhalb der Planung gefällt werden, weil Sturm, Schnee, Trockenheit oder Insekten sie umgeworfen, gebrochen oder zum Absterben gebracht haben. Im Jahr 2020 machte Schadholz 74,8 Prozent des deutschen Holzeinschlags aus (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41261-0003, Stand 02.10.2026).
Wann wurde in Deutschland am meisten Holz eingeschlagen?
Im Jahr 2021, mitten in der Borkenkäferkrise. Vor dieser Krise hielt 2007 den Rekord, das Jahr des Orkans Kyrill, mit 76,7 Millionen Kubikmetern (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41261-0001, Stand 02.10.2026).
Wird heute mehr Holz geschlagen als vor der Dürrekrise?
Noch ja. 2017, im letzten Jahr vor der Dürre, wurden 53,5 Millionen Kubikmeter eingeschlagen, 2025 waren es 7,0 Prozent mehr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41261-0001, Stand 02.10.2026).
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