Land- und Forstwirtschaft·27. August 2026Neue Daten
Schweinefleisch: Die Schlachtmenge steigt wieder, von tiefem Niveau aus
Einordnung
2,2 Prozent mehr als im Vorjahr, und doch arbeiten die Schlachthöfe weit unter dem Stand der Jahre um 2015. Der Rückgang fiel in die Zeit, in der die Afrikanische Schweinepest wichtige Exportmärkte verschloss und der Fleischverzehr im Inland sank; ob und wie viel beides zum Rückgang beitrug, zeigt die Tabelle nicht. Der Zuwachs beantwortet deshalb nicht die agrarpolitische Frage, wie viele Schweine künftig in deutschen Ställen stehen und unter welchen Auflagen.
In Deutschland wurden 2025 bei der gewerblichen Schlachtung von Schweinen inländischer Herkunft 4.242.335 Tonnen Schlachtmenge erzeugt (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001, Stand 08.10.2026).
✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne BeanstandungStatistisches Bundesamt, Schlachtungs- und Schlachtgewichtsstatistik (41331)·Datenstand 08.10.2026 / 08:53:57
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4.242.335Tonnen, Schlachtmenge 2025▲ +2,2 % zu 2024
5.598.541Höchststand 2011▼ −24,2 % bis heute
33Werte in der Reihe, ab 1993
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Rund 120.000 Schweine gehen in Deutschland an jedem Tag des Jahres durch die gewerblichen Schlachthöfe, rechnerisch auf alle Kalendertage verteilt. Die Schlachtmenge fasst sie in Tonnen zusammen, und darin steckt eine Unschärfe: Ob sie wächst, weil mehr Tiere kommen oder schwerere, verrät die Menge allein nicht.
Die Reihe beginnt 1993 und wuchs bis 2011 um mehr als die Hälfte. Fünf Jahre lang hielt sie sich auf diesem Niveau, von 2017 an ging es abwärts, am steilsten 2022 mit 9,6 Prozent weniger als im Jahr davor, dem stärksten Rückgang der ganzen Reihe. Wer die Jahre vor und nach 2024 vergleicht, muss eine Fußnote des Amtes kennen: Bis einschließlich 2023 enthielt die Schlachtmenge auch Tiere ausländischer Herkunft, seither nicht mehr. Ein Teil des Abstands zu den Spitzenjahren ist also Abgrenzung, und wie groß dieser Teil in Tonnen ist, weist die Tabelle nicht aus. Für 2025 heißt das: Obwohl ohne die Tiere aus dem Ausland gerechnet, liegt die Menge schon wieder über der von 2023, als sie noch mitgezählt wurden.
Die Reihe der Schlachtmenge ist frei abrufbar, mit allen Jahreswerten seit 1993. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie viele Tiere hinter der Menge stehen und wie schwer eines im Schnitt ist, wie viel Geflügel geschlachtet und wie viel in Teichen und Becken gezüchtet wird, was ein Kilogramm Zander ab Hof kostet und wie viele Tiere die Fleischuntersuchung als genussuntauglich aussortiert.
Schlachtmenge in Deutschland, 1993 bis 2025Tonnen je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Weniger Schweine als 2015, und jedes wiegt so viel wie nie
44.016.159 Schweine wurden 2025 gewerblich geschlachtet, 1,7 Prozent mehr als im Jahr davor (Tabelle 41331-0001). Den Höchststand erreichte die Stückzahl 2015 mit 55.050.735 Tieren. Seither ist sie um 20,0 Prozent gesunken.
Ende des freien Teils
Im vollständigen DossierGrafik: Durchschnittliches Schlachtgewicht je Schwein, 1993 bis 2025Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen vier weitere Abschnitte.
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Was Sie darin lesen
Die Fortsetzung des Abschnitts, den Sie eben gelesen habenGrafik: Durchschnittliches Schlachtgewicht je Schwein, 1993 bis 2025
Beim Geflügel steht die Zahl der Schlachtungen fast stillGrafik: Geschlachtetes Geflügel, 2010 bis 2025
In der Aquakultur gleicht kaum ein Jahr dem anderenGrafiken: Erzeugung in Aquakultur, 2011 bis 2024 · Verkaufspreise für Speisefische ab Hof 2025
Die Fleischuntersuchung sortiert vor allem Hühner ausGrafik: Als genussuntauglich beurteilte Tiere 2025
Die Gründe stehen in keiner dieser Tabellen
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Wie viele Schweine werden in Deutschland pro Tag geschlachtet?
Rechnerisch rund 120.000. So viele ergeben sich, wenn man die gewerblichen Schlachtungen von Schweinen inländischer Herkunft des Jahres 2025 auf alle Kalendertage verteilt; an den Schlachttagen selbst sind es entsprechend mehr (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001, Stand 08.10.2026).
Wann wurde in Deutschland am meisten Schweinefleisch erzeugt?
2011, mit 5.598.541 Tonnen Schlachtmenge, dem höchsten Wert seit Beginn der Reihe 1993. 2016 lag die Menge mit 5.581.376 Tonnen fast gleichauf, danach sank sie acht Jahre in Folge bis 2024, und 2025 stieg sie wieder (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001, Stand 08.10.2026).
Warum ist die Schlachtmenge bei Schweinen so stark gesunken?
Gründe nennt die Statistik nicht, aber sie zeigt den Zeitpunkt. Von 2021 bis 2023 fiel die Menge um 15,3 Prozent, stärker als in den vier Jahren davor zusammen. Ein Teil des Abstands zu früheren Jahren geht auf eine neue Abgrenzung zurück: Seit 2024 zählen Tiere ausländischer Herkunft nicht mehr mit (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001, Stand 08.10.2026).
Wird heute mehr Schweinefleisch erzeugt als in den 1990er-Jahren?
Ja. 2025 lag die Schlachtmenge 17,2 Prozent über 1993, dem ersten Jahr der Reihe mit 3.620.123 Tonnen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 41331-0001, Stand 08.10.2026).
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