statistik-de.de Amtliche Zahlen, unabhängig aufbereitet
Gesundheit und Pflege 26. August 2026 Neue Daten

Krankenhäuser in Deutschland: Die Zahl sinkt so schnell wie seit 1996 nicht mehr

Einordnung

Um 1,8 Prozent ist die Zahl der Krankenhäuser 2024 geschrumpft, so stark wie seit 1996 nicht mehr. Die Krankenhausreform soll schwierige Eingriffe auf weniger Häuser bündeln; ihre Wirkung kann die Zahl frühestens ab 2025 zeigen. Ob die Versorgung dünner wird, verrät sie allein ohnehin nicht. Sie zählt Einrichtungen, und wenn zwei Häuser fusionieren, fällt eines aus der Statistik, auch wenn beide Standorte weiterarbeiten.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

In Deutschland gab es 2024 insgesamt 1.841 Krankenhäuser, 484 weniger als zu Beginn der Reihe im Jahr 1995 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001, Stand 09.10.2026).

✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung, 1 Hinweis Statistisches Bundesamt, Grunddaten der Krankenhäuser (23111) Datenstand 09.10.2026 / 10:15:48
Prüfvermerk zu diesem Dossier

Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus sieben Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

Der vollständige Prüflauf hat an diesen Stellen etwas gefunden:

  • fließtext: streng: 1.144, 269.431

Wie geprüft wird und was keine Maschine prüft, steht unter Methode.

1.841 Krankenhäuser, Krankenhäuser 2024 −1,8 % zu 2023
2.325 Höchststand 1995 −20,8 % bis heute
30 Werte in der Reihe, ab 1995
Frei zu lesenEinordnung, Leitgrafik und der erste Abschnitt. Dieser Teil kostet nichts und steht für sich.
Das vollständige Dossier · 12,00 €Sechs weitere Abschnitte, 6 Grafiken, 7 Datentabellen. Was darin steht
Freier TeilSie lesen den freien Teil dieses Dossiers.

Ein Krankenhausbett war 2024 im Jahresdurchschnitt zu 72 Prozent belegt, mehr als jedes vierte stand also leer. Mit dieser Rechnung begründen Gesundheitspolitiker seit Jahren, dass Deutschland mehr Klinikkapazität unterhält, als es braucht. Die Gegenseite rechnet in Minuten: Wer auf dem Land einen Schlaganfall hat, dem nützt ein gut ausgelastetes Haus in der übernächsten Kreisstadt wenig. Beide Seiten reden über dieselben Häuser, und die Statistik gibt beiden Material.

Die Zahl der Krankenhäuser sinkt seit Beginn der Reihe fast ohne Pause. Nur in drei Jahren, 1998, 2009 und 2022, kamen Häuser hinzu, und nie mehr als sechs. In keinen vier aufeinanderfolgenden Jahren verschwanden so viele Krankenhäuser aus der Statistik wie 2003 bis 2006: zusammen 117, von 2.221 im Jahr 2002 auf 2.104. Danach wurde der Rückgang langsamer, bis er 2023 und 2024 wieder anzog.

Die Reihe der Krankenhäuser ist frei abrufbar, Jahr für Jahr. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: was ein Behandlungsfall kostet, wie voll die Betten seit der Pandemie sind, mit welchen Diagnosen die Patienten entlassen werden, welche Eingriffe am häufigsten vorkommen und wie viele Menschen danach in eine Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung gehen.

Krankenhäuser in Deutschland, 1995 bis 2024 Krankenhäuser je Jahr
0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 1995: 2.325 Krankenhäuser2.325 1996: 2.269 Krankenhäuser 1997: 2.258 Krankenhäuser 1998: 2.263 Krankenhäuser 1999: 2.252 Krankenhäuser 2000: 2.242 Krankenhäuser 2001: 2.240 Krankenhäuser 2002: 2.221 Krankenhäuser 2003: 2.197 Krankenhäuser 2004: 2.166 Krankenhäuser 2005: 2.139 Krankenhäuser 2006: 2.104 Krankenhäuser 2007: 2.087 Krankenhäuser 2008: 2.083 Krankenhäuser 2009: 2.084 Krankenhäuser 2010: 2.064 Krankenhäuser 2011: 2.045 Krankenhäuser 2012: 2.017 Krankenhäuser 2013: 1.996 Krankenhäuser 2014: 1.980 Krankenhäuser 2015: 1.956 Krankenhäuser 2016: 1.951 Krankenhäuser 2017: 1.942 Krankenhäuser 2018: 1.925 Krankenhäuser 2019: 1.914 Krankenhäuser 2020: 1.903 Krankenhäuser 2021: 1.887 Krankenhäuser 2022: 1.893 Krankenhäuser 2023: 1.874 Krankenhäuser 2024: 1.841 Krankenhäuser1.841 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2024 Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Ein Behandlungsfall kostet heute fast zweieinhalbmal so viel wie 1995

7.316 Euro kostete ein Behandlungsfall im Krankenhaus 2024 im Durchschnitt, gerechnet als bereinigte Kosten (Tabelle 23121-0001). Zu Beginn der Reihe 1995 waren es 3.003 Euro. Bis 2000 blieb der Betrag fast unverändert, danach stieg er Jahr für Jahr und lag 2019 um 69,4 Prozent über dem Wert von 1995. Die Beträge sind in laufenden Preisen angegeben, die allgemeine Teuerung steckt also mit darin.

Dann kam 2020, und ein Fall kostete auf einen Schlag 1.144 Euro mehr, ein Plus von 22,5 Prozent, der mit Abstand größte Sprung der ganzen Reihe. Eine Kennzahl je Fall steigt, wenn die Kosten bleiben und die Fälle ausbleiben, und im ersten Pandemiejahr wurden planbare Behandlungen verschoben. Auf das alte Niveau ist der Betrag danach nicht zurückgefallen. Er stieg weiter, 2024 um 4,5 Prozent.

Ende des freien Teils
Im vollständigen Dossier Grafik: Bereinigte Kosten je Behandlungsfall, 1995 bis 2024 Sie gehört zu dem Abschnitt, den Sie eben gelesen haben. Dazu kommen sechs weitere Abschnitte.

Das vollständige Dossier

12,00 €
Einmalig, ohne Abonnement.

Den Befund kennen Sie jetzt. Das vollständige Dossier zeigt, was in den Häusern geschieht: die Auslastung der Betten, die häufigsten Diagnosen, die Arten der Behandlung, und die Reha mit ihren eigenen Schwerpunkten.

6weitere Abschnitte mit Einordnung
6weitere Grafiken
7Datentabellen als CSV
1PDF des ganzen Dossiers

Was Sie darin lesen

  1. Die Grafik zum Abschnitt, den Sie eben gelesen habenGrafik: Bereinigte Kosten je Behandlungsfall, 1995 bis 2024
  2. Seit der Pandemie sind die Betten nie wieder so voll wie zuvorGrafik: Bettenauslastung der Krankenhäuser, 1995 bis 2024
  3. Herz und Kreislauf vor Unfällen und VerdauungGrafik: Entlassene Patienten nach Diagnosekapitel 2024
  4. Drei fast gleich große Arten von BehandlungGrafik: Operationen und Prozeduren nach Art 2025
  5. Die Reha erreicht ihr altes Niveau noch nichtGrafik: Patienten in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, 1995 bis 2024
  6. Der Rücken führt die Reha an, im Krankenhaus steht er auf Platz vierGrafik: Reha-Patienten nach Diagnosekapitel 2024
  7. Ein Jahr, das mehrere amtliche Reihen gleichzeitig trifft

Was Sie mitnehmen

  • Sämtliche Werte als Tabelle auf der Seite und als 7 CSV-Dateien
  • Alle 7 Grafiken als SVG und PNG, in Druckauflösung
  • Das ganze Dossier als PDF
  • Zitiervorschlag in vier Formaten, fertig zum Einsetzen
  • Farbtafel zum Umfärben auf die eigenen Hausfarben

Was der Kauf bedeutet

Einmal 12,00 €Der Betrag wird vom Guthaben abgebucht. Es gibt keine Kündigungsfrist, weil nichts weiterläuft. Zwölf Monate aktuellNeue Zahlen des Statistischen Bundesamtes ziehen wir zwölf Monate ab Kauf in Dossier und Dateien nach. Danach bleibt das Dossier in Ihrem Konto, wird aber nicht mehr aktualisiert. Ein weiteres Jahr kostet die Hälfte. NachprüfbarJede Zahl trägt ihre Tabellennummer. Was die Prüfung gefunden hat, steht im Prüfvermerk oben.

Häufige Fragen

Wie viele Krankenhäuser sind in den letzten fünf Jahren weggefallen?

Von 2019 bis 2024 sank die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland um 73, ein Rückgang von 3,8 Prozent. Ob ein Haus geschlossen oder mit einem anderen zusammengelegt wurde, unterscheidet die Tabelle nicht (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001, Stand 09.10.2026).

Wie voll sind die Krankenhäuser?

Die Betten der Krankenhäuser waren 2024 im Jahresdurchschnitt zu 72 Prozent belegt. Vor der Pandemie lag die Auslastung höher, 2020 fiel sie deutlich (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001, Stand 09.10.2026).

In welchem Jahr sank die Zahl der Krankenhäuser am stärksten?

1996, im zweiten Jahr der Reihe. Damals fiel die Zahl um 56 Häuser oder 2,4 Prozent, stärker als in jedem Jahr danach (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001, Stand 09.10.2026).

Weiter zu diesem Thema

Alle sieben Dossiers und die Reihen des Bereichs stehen unter Gesundheit und Pflege. Wenn Ihre Frage dort nicht steht, stellen Sie sie: Statistik antwortet sucht die Antwort im geprüften Bestand, die erste Frage ist frei.