Grippesaison 2025/26: Wann die Welle ihren Höhepunkt hatte, und wen sie traf
Einordnung
Die Grippesaison 2025/26 brachte weniger gemeldete Fälle als die Saison davor. Das ist die kleinste Auskunft, die diese Daten hergeben. Interessanter ist, wann die Welle ihren Höhepunkt hatte, wie steil er war und warum die Fälle je Einwohner im Osten Deutschlands drei- bis fünfmal so hoch liegen.
In der Grippesaison 2025/26 wurden in Deutschland 245.859 laborbestätigte Influenzafälle gemeldet (Robert Koch-Institut, Meldedaten nach Infektionsschutzgesetz).
✓ Geprüft am 20.9.2026, ohne BeanstandungStatistisches Bundesamt, Laborbestätigte Influenzafälle nach Infektionsschutzgesetz (RKI)·Datenstand 17.9.2026
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Ausdrücklich nicht maschinell geprüft: Die Aussage der Einordnung selbst. Geprüft werden ihre Zahlen, nicht ihre Deutung. Die Fußnoten der Quelle: sie werden unverändert übernommen, nicht nachgerechnet.
Veröffentlicht wird ausschließlich über die Freigabe eines Menschen; keine maschinelle Route setzt diesen Status.
245.859Fälle, Laborbestätigte Influenzafälle 2025▼ −37,8 % zu 2024
395.153Höchststand 2024▼ −37,8 % bis heute
6Werte in der Reihe, ab 2020
In der Saison 2020/21 meldeten die Gesundheitsämter in ganz Deutschland 578 laborbestätigte Influenzafälle. Nicht 578.000. Fünfhundertachtundsiebzig, über acht Monate, in ganz Deutschland. In der stärksten Woche jener Saison waren es 36.
Sechs Saisons, und keine gleicht der anderen
Diese eine Zahl macht die freie Reihe der Grippefälle schwer lesbar, denn sie stammt aus einem Winter, in dem halb Europa Masken trug und kaum jemand reiste. Danach kehrte die Grippe zurück: 15.017 Fälle in der Saison 2021/22, dann 295.384, dann 215.028, dann 395.153 in der Saison 2024/25, dem höchsten Wert dieser noch kurzen Reihe.
Wer aus sechs Saisons einen Trend ablesen will, hat zu wenig Material. Zwei davon sind durch Pandemiemaßnahmen geprägt, und die Reihe beginnt erst 2020. Was sie hergibt, ist ein Vergleich der Winter untereinander, nicht die Aussage, ob Grippewellen stärker werden.
Sechs Saisons sind eine Beobachtung, kein Trend.
Gezählt wird, was im Labor bestätigt und gemeldet wurde
In diese Zahlen kommt nur, wer zum Arzt ging, getestet wurde, ein positives Ergebnis hatte und dessen Befund das Gesundheitsamt erreichte. Wer eine Woche mit Fieber im Bett lag und niemanden anrief, steht in keiner Zeile. Die wahre Zahl der Erkrankungen liegt deshalb um ein Vielfaches höher, und wie viel höher, sagen diese Daten nicht.
Das macht sie nicht wertlos, aber es legt fest, wofür sie taugen. Sie taugen für den Vergleich von Wochen, Saisons und Regionen, solange sich am Testverhalten nichts Grundlegendes ändert. Sie taugen nicht als Zahl der Kranken.
Die Daten stammen nicht vom Statistischen Bundesamt, sondern vom Robert Koch-Institut, das seine Meldedaten wöchentlich als offene Datei veröffentlicht. Eine Saison rechnet dieses Portal von Anfang Oktober bis Mitte Mai, und es nimmt nur Saisons, die vollständig vorliegen.
Laborbestätigte Influenzafälle in Deutschland, 2020 bis 2025Fälle je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle Influenzafaelle_in_Deutschland, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Häufige Fragen
Wie viele Grippefälle gab es in der Saison 2025/26?
Die Kernzahl dieses Dossiers nennt die laborbestätigten und gemeldeten Fälle von Anfang Oktober 2025 bis Mitte Mai 2026. Sie ist deutlich kleiner als die Zahl der tatsächlichen Erkrankungen, weil nur gezählt wird, was getestet und gemeldet wurde.
Warum war die Saison 2020/21 fast leer?
In jenem Winter galten Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht, und es wurde deutlich weniger gereist. Gemeldet wurden in ganz Deutschland 578 Fälle, in der stärksten Woche 36. Die Zahl steht in der Reihe, taugt aber nicht als Vergleichsmaßstab für normale Winter.
Warum melden östliche Bundesländer so viel mehr Fälle je Einwohner?
Das lässt sich mit diesen Daten nicht beantworten. Die Datei enthält keine Testzahlen, und ein fünffacher Unterschied im Infektionsgeschehen zwischen Nachbarländern ist unwahrscheinlich. Näher liegt unterschiedliches Test- und Meldeverhalten, belegen lässt sich das hier aber nicht.
Woher stammen diese Zahlen?
Vom Robert Koch-Institut, das die Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz wöchentlich als offene Datei veröffentlicht, unter der Lizenz CC BY 4.0. Die Summen je Saison, die Höhepunkte und die Fälle je 100.000 Einwohner rechnet dieses Portal selbst aus den Wochenwerten.
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jedem. Sie kaufen die fertige Aufbereitung, nicht das Recht.
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