Beschäftigte im Gesundheitswesen: seit 2000 in jedem Jahr mehr
Einordnung
1,7 Prozent mehr Beschäftigte als im Vorjahr, in einem Jahr, in dem die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt fast stillstand. Das Gesundheitswesen wächst gegen den Arbeitsmarkt, vermutlich weil eine älter werdende Bevölkerung mehr Behandlung und Pflege braucht, und es wirbt dabei um dieselben Arbeitskräfte wie alle anderen Branchen. Gezählt werden Beschäftigte, keine Vollzeitstellen: Ob mit den Köpfen auch die geleisteten Stunden wachsen, sagt die Reihe nicht.
Im deutschen Gesundheitswesen arbeiteten 2024 insgesamt 6,17 Millionen Menschen, so viele wie in keinem Jahr seit Beginn der Reihe 2000 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23621-0001, Stand 26.08.2026).
✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne BeanstandungStatistisches Bundesamt, Gesundheitspersonalrechnung (23621)·Datenstand 26.08.2026 / 15:57:54
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6,2 MillionenPersonen, Beschäftigte im Gesundheitswesen 2024▲ +1,7 % zu 2023
6.065Vorheriger Höchststand 2023
25Werte in der Reihe, ab 2000
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Morgens um sieben kommt der Pflegedienst, hilft beim Aufstehen und stellt die Tabletten für den Tag bereit. Arbeit dieser Art trägt einen großen Teil dieser Statistik. 743.000 Menschen arbeiteten 2024 in Berufen der Altenpflege (Tabelle 23621-0002), mehr als in der Human- und Zahnmedizin. Die Ärztin im Kittel, an die man beim Wort Gesundheitswesen zuerst denkt, gehört zur kleineren Gruppe.
Im Jahr 2000 zählte das Amt 4,03 Millionen Beschäftigte, 2024 gut die Hälfte mehr, und kein Jahr dazwischen brachte ein Minus. Am stärksten wuchs das Personal ausgerechnet 2009, im Jahr der Finanzkrise, um 3,3 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt stieg von 2000 bis 2024 um 15,0 Prozent (Tabelle 13321-0001). Beide Statistiken zählen nach eigenen Regeln, die Richtung aber ist eindeutig: Das Gesundheitswesen ist weit schneller gewachsen als der Arbeitsmarkt. Nach dem Sprung von 2021 folgten zwei fast flache Jahre, und 2023 kam so wenig hinzu wie nie zuvor in dieser Reihe.
Die Reihe der Beschäftigten im Gesundheitswesen ist frei abrufbar, Jahr für Jahr seit 2000. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: in welchen Einrichtungen und Berufen die Menschen arbeiten, wie sich der Frauenanteil entwickelt hat und wie viel Pflege außerhalb dieser Statistik geleistet wird.
Beschäftigte im Gesundheitswesen in Deutschland, 2000 bis 2024Tsd. Personen je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23621-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
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Mehr als jeder fünfte Beschäftigte arbeitet im KrankenhausGrafik: Personal nach Einrichtungsart 2024
Auf jeden Beschäftigten in der Medizin kommen fast anderthalb in der AltenpflegeGrafik: Personal nach Berufsgruppe 2024
Der Frauenanteil sinkt seit 2018 in jedem JahrGrafik: Frauenanteil im Gesundheitswesen, 2000 bis 2024
Die meiste Pflege leistet niemand, der in dieser Statistik steht
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Ist das Personal im Gesundheitswesen in der Corona-Zeit gewachsen?
Ja, vor allem 2021. In diesem Jahr kamen 164.000 Beschäftigte hinzu, mehr als in jedem anderen Jahr seit Beginn der Reihe 2000, und das Gesundheitswesen zählte erstmals mehr als sechs Millionen Beschäftigte (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23621-0001, Stand 26.08.2026).
Wie viele Menschen arbeiteten vor zehn Jahren im Gesundheitswesen?
2014 waren es 5,27 Millionen. Bis 2024 ist die Zahl um 17,0 Prozent gestiegen (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23621-0001, Stand 26.08.2026).
Welcher Anteil der Erwerbstätigen arbeitet im Gesundheitswesen?
Rechnerisch 13,5 Prozent im Jahr 2024, nach 10,1 Prozent im Jahr 2000. Die beiden Statistiken zählen allerdings nach eigenen Regeln, der Anteil ist deshalb ein Näherungswert (Statistisches Bundesamt, Tabellen 23621-0001 und 13321-0001, Stand 26.08.2026 und 30.08.2026).
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