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Gesundheit und Pflege 26. August 2026 Neue Daten

Schwangerschaftsabbrüche 2025: nach drei Jahren Anstieg leicht weniger

Einordnung

0,7 Prozent weniger als im Vorjahr: Nach drei Jahren Anstieg bleibt die Zahl fast auf der Stelle. Ob daraus eine Wende wird, zeigt ein einzelnes Jahr nicht. Die Reihe zählt Fälle, keine Quote. Wie viele Frauen im gebärfähigen Alter in Deutschland leben, verschieben Zuwanderung und Alterung, und ohne diesen Nenner sagt die Bewegung wenig darüber, ob sich Frauen häufiger oder seltener für einen Abbruch entscheiden.

Verantwortlich für Text und Einordnung , Journalist und Redenschreiber, SIGMA Communication, Frankfurt am Main · So ordnen wir ein

In Deutschland wurden 2025 insgesamt 105.710 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, mehr als in jedem Jahr von 2013 bis 2022 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Stand 02.10.2026).

✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne Beanstandung Statistisches Bundesamt, Statistik der Schwangerschaftsabbrüche (23311) Datenstand 02.10.2026 / 19:20:55
Prüfvermerk zu diesem Dossier

Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus drei Tabellen unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

Der vollständige Prüflauf hatte zu diesem Dossier nichts zu melden.

Wie geprüft wird und was keine Maschine prüft, steht unter Methode.

105.710 Schwangerschaftsabbrüche, Schwangerschaftsabbrüche 2025 −0,7 % zu 2024
134.964 Höchststand 2001 −21,7 % bis heute
30 Werte in der Reihe, ab 1996
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Jeder Abbruch geht als anonyme Meldung an das Statistische Bundesamt. Ein Name steht nicht darin, wohl aber der Familienstand der Frau: 59,8 Prozent der Abbrüche des Jahres 2025 betrafen ledige Frauen (Tabelle 23311-0002). Ledig heißt in dieser Statistik allerdings nur unverheiratet. Ob eine Frau allein lebt oder seit Jahren mit einem Partner, erfasst sie nicht.

Den höchsten Stand erreichte die Reihe 2001. Danach sank die Zahl zwei Jahrzehnte lang, unterbrochen nur 2004 und 2017, bis zum Tiefpunkt 2021. 2022 folgte der stärkste Anstieg der ganzen Reihe, um 9,9 Prozent, danach zwei kleinere. Warum die Zahl nach so langer Zeit wieder stieg, sagt die Tabelle nicht. Sie zählt Eingriffe, keine Beweggründe.

Die Reihe der Schwangerschaftsabbrüche ist frei abrufbar, Jahr für Jahr seit 1996. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie sich die Abbrüche auf ledige, verheiratete, geschiedene und verwitwete Frauen verteilen und wie auf die 16 Bundesländer.

Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland, 1996 bis 2025 Schwangerschaftsabbrüche je Jahr
0 50k 100k 150k 1996: 130.899 Schwangerschaftsabbrüche 1997: 130.890 Schwangerschaftsabbrüche 1998: 131.795 Schwangerschaftsabbrüche 1999: 130.471 Schwangerschaftsabbrüche 2000: 134.609 Schwangerschaftsabbrüche 2001: 134.964 Schwangerschaftsabbrüche134.964 2002: 130.387 Schwangerschaftsabbrüche 2003: 128.030 Schwangerschaftsabbrüche 2004: 129.650 Schwangerschaftsabbrüche 2005: 124.023 Schwangerschaftsabbrüche 2006: 119.710 Schwangerschaftsabbrüche 2007: 116.871 Schwangerschaftsabbrüche 2008: 114.484 Schwangerschaftsabbrüche 2009: 110.694 Schwangerschaftsabbrüche 2010: 110.431 Schwangerschaftsabbrüche 2011: 108.867 Schwangerschaftsabbrüche 2012: 106.815 Schwangerschaftsabbrüche 2013: 102.802 Schwangerschaftsabbrüche 2014: 99.715 Schwangerschaftsabbrüche 2015: 99.237 Schwangerschaftsabbrüche 2016: 98.721 Schwangerschaftsabbrüche 2017: 101.209 Schwangerschaftsabbrüche 2018: 100.986 Schwangerschaftsabbrüche 2019: 100.893 Schwangerschaftsabbrüche 2020: 99.948 Schwangerschaftsabbrüche 2021: 94.596 Schwangerschaftsabbrüche 2022: 103.927 Schwangerschaftsabbrüche 2023: 106.218 Schwangerschaftsabbrüche 2024: 106.455 Schwangerschaftsabbrüche 2025: 105.710 Schwangerschaftsabbrüche105.710 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001 © statistik-de.de
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
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Was Sie darin lesen

  1. Die Mehrheit der Frauen ist nicht verheiratetGrafik: Schwangerschaftsabbrüche nach Familienstand 2025
  2. Berlin liegt vor Hessen und Niedersachsen, trotz kleinerer BevölkerungGrafik: Schwangerschaftsabbrüche nach Bundesland 2025
  3. Was die Statistik nicht fragt

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Häufige Fragen

Gibt es in Deutschland heute mehr Abtreibungen als früher?

Über die lange Linie nicht. 2025 wurden 19,2 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche gemeldet als 1996, dem ersten Jahr der Reihe. Seit dem Tiefpunkt 2021 ist die Zahl allerdings wieder gestiegen. Eine Rate je Frau weist die Tabelle nicht aus (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Stand 02.10.2026).

Wann gab es die wenigsten Schwangerschaftsabbrüche?

2021, mit 94.596 gemeldeten Abbrüchen, dem niedrigsten Wert seit Beginn der Reihe 1996 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Stand 02.10.2026).

Wann gab es die meisten Schwangerschaftsabbrüche?

2001, mit 134.964 gemeldeten Abbrüchen. Danach ging die Zahl zwei Jahrzehnte lang fast ohne Unterbrechung zurück (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Stand 02.10.2026).

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