Schwangerschaftsabbrüche 2025: nach drei Jahren Anstieg leicht weniger
Einordnung
0,7 Prozent weniger als im Vorjahr: Nach drei Jahren Anstieg bleibt die Zahl fast auf der Stelle. Ob daraus eine Wende wird, zeigt ein einzelnes Jahr nicht. Die Reihe zählt Fälle, keine Quote. Wie viele Frauen im gebärfähigen Alter in Deutschland leben, verschieben Zuwanderung und Alterung, und ohne diesen Nenner sagt die Bewegung wenig darüber, ob sich Frauen häufiger oder seltener für einen Abbruch entscheiden.
In Deutschland wurden 2025 insgesamt 105.710 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, mehr als in jedem Jahr von 2013 bis 2022 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Stand 02.10.2026).
✓ Geprüft am 16.10.2026, ohne BeanstandungStatistisches Bundesamt, Statistik der Schwangerschaftsabbrüche (23311)·Datenstand 02.10.2026 / 19:20:55
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105.710Schwangerschaftsabbrüche, Schwangerschaftsabbrüche 2025▼ −0,7 % zu 2024
134.964Höchststand 2001▼ −21,7 % bis heute
30Werte in der Reihe, ab 1996
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Jeder Abbruch geht als anonyme Meldung an das Statistische Bundesamt. Ein Name steht nicht darin, wohl aber der Familienstand der Frau: 59,8 Prozent der Abbrüche des Jahres 2025 betrafen ledige Frauen (Tabelle 23311-0002). Ledig heißt in dieser Statistik allerdings nur unverheiratet. Ob eine Frau allein lebt oder seit Jahren mit einem Partner, erfasst sie nicht.
Den höchsten Stand erreichte die Reihe 2001. Danach sank die Zahl zwei Jahrzehnte lang, unterbrochen nur 2004 und 2017, bis zum Tiefpunkt 2021. 2022 folgte der stärkste Anstieg der ganzen Reihe, um 9,9 Prozent, danach zwei kleinere. Warum die Zahl nach so langer Zeit wieder stieg, sagt die Tabelle nicht. Sie zählt Eingriffe, keine Beweggründe.
Die Reihe der Schwangerschaftsabbrüche ist frei abrufbar, Jahr für Jahr seit 1996. Was sie nicht zeigt, trennt dieses Dossier heraus: wie sich die Abbrüche auf ledige, verheiratete, geschiedene und verwitwete Frauen verteilen und wie auf die 16 Bundesländer.
Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland, 1996 bis 2025Schwangerschaftsabbrüche je JahrQuelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
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Was Sie darin lesen
Die Mehrheit der Frauen ist nicht verheiratetGrafik: Schwangerschaftsabbrüche nach Familienstand 2025
Berlin liegt vor Hessen und Niedersachsen, trotz kleinerer BevölkerungGrafik: Schwangerschaftsabbrüche nach Bundesland 2025
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Gibt es in Deutschland heute mehr Abtreibungen als früher?
Über die lange Linie nicht. 2025 wurden 19,2 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche gemeldet als 1996, dem ersten Jahr der Reihe. Seit dem Tiefpunkt 2021 ist die Zahl allerdings wieder gestiegen. Eine Rate je Frau weist die Tabelle nicht aus (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Stand 02.10.2026).
Wann gab es die wenigsten Schwangerschaftsabbrüche?
2021, mit 94.596 gemeldeten Abbrüchen, dem niedrigsten Wert seit Beginn der Reihe 1996 (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Stand 02.10.2026).
Wann gab es die meisten Schwangerschaftsabbrüche?
2001, mit 134.964 gemeldeten Abbrüchen. Danach ging die Zahl zwei Jahrzehnte lang fast ohne Unterbrechung zurück (Statistisches Bundesamt, Tabelle 23311-0001, Stand 02.10.2026).
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